Bernhard Strumann

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Bernhard Strumann (* 29. Dezember 1859 in Herzfeld (Lippetal); † 13. April 1920 in Oberhausen-Osterfeld[1]) war ein Katholischer Pfarrer.

Bernhard Strumann

Leben

Bernhard Strumann wurde am 10. April 1886 in der Bischofsstadt Eich­stätt in Bayern zum Priester geweiht. Danach wirkte er zunächst als Konrektor und Kaplan an der Sankt Urbanuskirche im Amt Buer.

In Buer leitete er zeitweise die Rektoratschule, und als Präses des Gesellenvereins baute er 1888/1889 das bekannte Gesellenhaus an der Hagenstraße. 1891 übernahm er die Betreuung des Erler Kirchbauvereins, der 1888 gegen den Willen des Ortspfarrers gegründet worden war. 1892 hatte Erle bereits ihre eigene Kirche, St. Barbara (Erle) an der damaligen Bismarckstraße (heute: Cranger Straße). Eine kleine Anfangskirche zwar, aber der Altar stand nun hier. Und wenn die Leute auch bei den Gottesdiensten in Trau­ben draußen vor der zu engen "Kapelle" stehen mussten, der gute Wille machte die Messe gültig. Strumann hatte viel Ärger mit dem Kirchenstandort, doch er hatte seine Vorstellungen durchgesetzt.

Strumann war auch der Organisator und Straßenbauer der St.-Barbara-Straße und Friedenstraße, die nördlich der Kirche liegen. Das Land dafür hatte er in kluger Voraussicht schon 1894 von dem Kötter Franz Strohmann erworben. So gewann er entscheidenden Einfluss auf die unmittel­bare, städtebauliche Entwicklung in der Nachbarschaft zur Kirche. 1900 wurde unter ihm das Kinderheim Erle gegründet.

Aufgrund seiner Initiative wurde 1907 von der Buersche Spar­kasse das erste Geldinstitut in Erle eröffnet. Strumann gründete ebenfalls den Knappenverein, den Cäcilienverein, den polnischen Arbeiterverein, den Jünglingsverein, die Jungfrauenkongregation, den Frauen- und Mütterverein und den Paramentenverein in Erle. Auch richtete er eine erste Pfarrbücherei ein.

Am 12. März 1907 wurde Bernhard Strumann als Pfarrer nach Oberhausen-Osterfeld beordert. Am 7. März 1913 wurde er zum Landdechant des Dekanates Dorsten, und am 11. Januar 1916 zum Landdechant des Dekanates Dorsten ernannt.

Bernhard Strumann verstarb 1920 in Oberhausen-Osterfeld. Sein Nachfolger an der St. Barbara-Kirche in Erle wurde im Jahr 1907 Josef Steverding.

An ihn erinnern heute die Strumannstraße und der Strumannshof.

Quelle

Weblinks

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Einzelnachweise

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