Bertlich

Aus Gelsenkirchener Geschichten Wiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Bertlich ist ein Stadtteil von Herten und grenzt an Gelsenkirchen-Hassel.

Bertlich war die einzige Gütererwerbung des Kölner Erzbischofs Philipp I. von Heinsberg im Vest Recklinghausen und wurde als Allod gekauft, d.h. der Besitz an einem Grundstück, dass unbeschränkt im Eigentum des Besitzers stand und von ihm auch verkauft oder vererbt werden konnte.

Mit dieser Politik des Kaufens und anschließendem Belehnens versuchte Erzbischof Philipp die ansässigen Geschlechter als Lehnsleute zu gewinnen, um damit seine Herzogswürde von Westfalen wieder eine Basis zu verleihen.

Zum Ende der kurkölnischen Herrschaft im Vest bestand die Bauerschaft Bertlich aus 6 Bauernhöfen und einem "Heürlingshaus" und gehörte damals noch zum Kirchspiel Polsum. Die Grundherrschaft über die Höfe besaßen die Kommende Hassel (2 Bauernhöfe), Humperdinck aus Dorsten, Stift Flaesheim, Freiherr von Freijtag zu Bodelschwing und der Kurfürst. Das "Heürlingshaus" bewohnte ein Dierich Höttert.

Am 1. Januar 1975 kam Bertlich im Zuge der kommunalen Neuordnung an die Stadt Herten.

Quelle