Block 8

Aus Gelsenkirchener Geschichten Wiki
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Block 8
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Künstler: Günter Tollmann
Entstehungsjahr: 1972
Art: Kinetische Skulptur, Edelstahl
Bemerkung: Dauerleihgabe von Sohn Christian Tollmann an die Stadt
Stadtteil: Horst
    
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Beschreibung

Im Bereich des früheren Wassergrabens von Schloss Horst befindet sich diese mobile Plastik des Gelsenkirchener Künstlers Günter Tollmann. Zusammen mit einem weiteren kinetischen Objekt von Adolf Luther korrespondiert die mit „Block 8“ betitelte Arbeit Tollmanns mit der modernen Architektur der zum Schloss gehörenden Glashalle, die wiederum einen reizvollen Kontrast zur historischen Bausubstanz des Renaissancebaus setzt. Das Objekt besteht aus vier Zylinderpaaren (je 3,70 m hoch), die auf einer quadratischen Basis (2,90 m x 2,90 m) symmetrisch angeordnet und derart befestigt sind, dass sie über Kugellager vom Betrachter bewegt werden können. Jedes Zylinderpaar ist vertikal wie auch horizontal unterteilt. Die eigentliche Bewegung der einzelnen der insgesamt acht Blöcke vollzieht sich jeweils um eine vertikale Achse. Das Gefüge eines doppelten Kreiszylinders wird dabei aufgebrochen und es entstehen zahlreiche Variationsmöglichkeiten des Grundelementes, welches durch Einfachheit und Klarheit in Form und Material für sich einen massiven und stabilen Eindruck erzeugt. Trotz seiner Veränderlichkeit gerät die Gesamterscheinung somit nicht aus dem Gleichgewicht, sondern bleibt aufgrund der symmetrischen Ausgewogenheit der Konzeption in sich ruhend. Nach eigenen Worten war es Tollmann bei seinen monumentalen Mobilplastiken, für die diese Arbeit ein repräsentatives Beispiel bildet, wichtig den Betrachter zu animieren, über die spielerische Auseinandersetzung „die Einfachheit der Grundposition, die raumschaffende Veränderung und die Vielfalt der Variation durch Bewegung“ zu erkennen. Charakteristisch für Tollmanns Formensprache ist zudem die Verwendung genormter Elemente mit wellen- und kreisförmigem Querschnitt als wiederkehrende Grundform.

Quelle