Bottrop

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Die kreisfreie Großstadt Bottrop liegt im Ruhrgebiet in Nordrhein-Westfalen. Verwaltungsmäßig gehört sie zum Regierungsbezirk Münster. Sie ist Mitglied im Landschaftsverband Westfalen-Lippe und im Regionalverband Ruhr.

Geographie

Räumliche Lage

Die Stadt Bottrop liegt auf den welligen südwestlichen Ausläufern des Recklinghäuser Landrückens unmittelbar nördlich der Emscher am Südrand des Naturparks Hohe Mark. Der Rhein-Herne-Kanal bildet im Süden die Stadtgrenze zu Essen. Parallel dazu fließt 100 Meter weiter nördlich die Emscher von Ost nach West. Die Boye entspringt nördlich von Kirchhellen-Grafenwald, bildet auf einem längeren Stück die Stadtgrenze zu Gladbeck und wendet sich schließlich nach Süden, um an der Essener Stadtgrenze in die Emscher hochgepumpt zu werden; ein Großteil der Boye und ihrer Zuflüsse werden noch als offene Abwassergräben in Betonschalen geführt. Zurzeit findet eine aufwändige Renaturierung des Boye-Systems durch die Emschergenossenschaft statt. In der Landesplanung ist Bottrop als Mittelzentrum ausgewiesen, sie befindet sich im nördlichen Bereich der Metropolregion Rhein-Ruhr.

Stadtgebiet

Die Gesamtfläche des Stadtgebietes beträgt rund 101 Quadratkilometer. Die maximale Ausdehnung in Nord-Süd-Richtung liegt bei 17 Kilometern, in West-Ost-Richtung bei 9 Kilometern. Der höchste Punkt des Stadtgebiets liegt 78 m („In der Schanze“), der tiefste Punkt 26 m („Haverkamp“) über Normalnull.

Das Stadtgebiet Bottrops besteht aus den drei Stadtbezirken Bottrop-Mitte, Bottrop-Süd und Bottrop-Kirchhellen. In jedem Stadtbezirk gibt es eine Bezirksvertretung. Vorsitzender der Bezirksvertretung ist der Bezirksbürgermeister.

Neben den Stadtbezirken werden folgende Stadtteile unterschieden, deren Namen sich aus alten Ortsbezeichnungen oder aufgrund der heutigen Besiedelung ergeben:

  • Bezirk Bottrop-Mitte: Eigen, Fuhlenbrock, Stadtmitte
  • Bezirk Bottrop-Süd: Batenbrock, Boy, Ebel, Lehmkuhle, Vonderort, Welheim und Welheimer Mark
  • Bezirk Bottrop-Kirchhellen: Ekel, Feldhausen, Grafenwald, Hardinghausen, Holthausen, Kirchhellen, Overhagen

Für statistische Zwecke ist Bottrop darüber hinaus in folgende statistische Bezirke unterteilt (amtl. Nummern in Klammern):

Altstadt (11), Nord-Ost (12), Süd-West (13), Fuhlenbrock-Heide (21), Fuhlenbrock-Wald (22), Stadtwald (31), Eigen (32), Batenbrock-Nord (41), Batenbrock-Süd (42), Boy (51), Welheim (52), Ebel/Welheimer Mark (61), Süd (62), Kirchhellen-Mitte (71), Kirchhellen-Süd/Grafenwald (72), Kirchhellen-Süd-West (73), Kirchhellen-Nord-Ost (74).

Nachbargemeinden/-städte

Die Stadt Bottrop grenzt im Norden an die Gemeinde Schermbeck im Kreis Wesel sowie die Stadt Dorsten und im Osten an die Stadt Gladbeck, beide im Kreis Recklinghausen, im Süden an die kreisfreie Stadt Essen, im Westen an die kreisfreie Stadt Oberhausen und die Stadt Dinslaken sowie die Gemeinde Hünxe, beide im Kreis Wesel.

Geschichte

Der Name der Stadt leitet sich aus dem mittelalterlichen Namen Borthorpe her, was soviel wie „Dorf am Hügel“ bedeutet. 1092 wird die Siedlung erstmals in den Besitzregistern des Klosters Werden erwähnt. 1253 wird die Kommende Welheim des Deutschen Ordens gegründet und um 1340 wird die Knippenburg errichtet. 1423 erhält Bottrop das Marktrecht. Die Siedlung gehört zum Vest Recklinghausen des Kurfürstentums Köln und besitzt durch ihre Lage eine gewisse Bedeutung als Marktort, da in Bottrop der „Vestische Hellweg“, eine historische Verbindung zwischen Recklinghausen und dem Rheinland, mit der Straße nach Dorsten zusammentrifft. 1796 wird die Baumwollspinnerei Lichtenhagen gegründet. Das gesamte Kirchspiel Bottrop untersteht dem kurkölnischen Statthalter des Vestes Recklinghausen. 1811, unter französischer Herrschaft, kommt Bottrop zum Großherzogtum Berg. Hier bildet es mit Osterfeld eine gemeinsame Mairie. Kirchhellen ist eine eigene Mairie.

Am 23. April 1816 gelangt Bottrop an Preußen (Provinz Westfalen) und wird dem Kreis Recklinghausen zugeordnet. Ab 1821 bildet Bottrop zusammen mit Osterfeld, heute zu Oberhausen gehörig, die Bürgermeisterei Bottrop, welche mit Kirchhellen einen gemeinsamen Amtsverband bildet. 1843 wird dann die westfälische Landgemeindeordnung eingeführt.

Mit Abteufung der Zeche Prosper I beginnt 1856 die Zeit des Steinkohlenbergbaus in Bottrop. 1892 wird Osterfeld ein eigenes Amt. 1919 erhält Bottrop durch Erlass des preußischen Staatsministeriums vom 21. Juli die Stadtrechte. Knapp eineinhalb Jahre später, zum 1. Januar 1921, scheidet die junge Stadt aus dem Kreis Recklinghausen aus und wird eine Kreisfreie Stadt. 1929 wird das Stadtgebiet durch Eingliederung von Vonderort (bis dahin zu Osterfeld gehörig), Ebel (zu Essen-Borbeck gehörig) und Teilen von Karnap (Essen) vergrößert.

Während des Zweiten Weltkrieges wurden in Bottrop Ziele wie die alten Hülswerke angegriffen, wo heutzutage das Möbelhandelshaus Ostermann eine große Filiale hat. Die Hülswerke waren ein wichtiges Ziel, da dort aus Kohle Diesel für Rüstungszwecke gewonnen wurde. Insgesamt starben während des Krieges in Bottrop circa 300 Menschen.

Gebietsreform

Im Zug des 2. Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen wurden am 1. Januar 1975 die kreisfreien Städte Bottrop und Gladbeck sowie die kreisangehörige Gemeinde Kirchhellen des Kreises Recklinghausen zur neuen Stadt Bottrop zusammengeschlossen.[1] Für das neue Gebilde entstand umgangssprachlich der Kunstname „Glabotki“.
Die Stadt Gladbeck klagte gegen diesen Zusammenschluss und erreichte eine Korrektur der Gebietsreform in dem so genannten Nikolausurteil vom 6. Dezember 1975. Die damalige Landesregierung erwog im Frühjahr 1976 eine Eingemeindung von Bottrop nach Essen. Am 1. Juli 1976 wurde Gladbeck eine kreisangehörige Stadt des Kreises Recklinghausen, und Kirchhellen wurde schließlich wieder in die Stadt Bottrop, die damit ihre heutige Ausdehnung erreichte, eingegliedert.

Über mehrere Jahrhunderte war Bottrop ein kleines Dorf mit einigen Hundert Einwohnern. Erst im 19. Jahrhundert setzte mit der Industrialisierung ein starkes Bevölkerungswachstum ein. 1800 hatte Bottrop etwa 2.000 Einwohner, hundert Jahre später waren es schon 25.000. Bis 1911 verdoppelte sich diese Zahl auf 50.000. Im Jahre 1953 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde.

Am 1. Januar 1975 erreichte die Bevölkerungszahl von Bottrop durch die Eingemeindung von Gladbeck (81.868 Einwohner 1974) und Kirchhellen (14.759 Einwohner 1974) mit 198.972 ihren historischen Höchststand. Am 1. Juli 1976 wurde Gladbeck wieder ausgegliedert.

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die vom Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik NRW ermittelte „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“.

Ruhrpolen

Bottrops Gemeinde zählte im Jahr 1875 6.600 Einwohner, bis 1900 vervierfachte sich die Zahl, 40 Prozent der Bevölkerung waren polnischer Abstammung – siehe hierzu auch Ruhrpolen. 1915 wiederum zählte Bottrop 69.000 Einwohner, die einheimische westfälische Wohnbevölkerung stellte die Minderheit dar. 1911 stellen die Migranten 36 Prozent der Belegschaften der Zechen.[2][3]

Religionen

Bottrop gehörte von Anfang an zum Erzbistum Köln und war zunächst dem Archidiakonat Dortmund (bis 1612) und dann dem Dekanat Vest Recklinghausen unterstellt. Die politische Zugehörigkeit zum Vest Recklinghausen und damit zum Kurfürstentum Köln ist Ursache dafür, dass die Reformation nicht Fuß fassen konnte. Daher blieb Bottrop über Jahrhunderte eine katholische Gemeinde. Die einzige Pfarrkirche des Ortes war St. Cyriakus . Nach dem Übergang an Preußen (1815) wurden auch die kirchlichen Strukturen neu geregelt. So kam die Pfarrgemeinde 1821 zum Bistum Münster. Das starke Wachstum der Gemeinde führte 1861/1862 zum Neubau einer größeren St.-Cyriakus-Kirche. Ab 1864 gehörte die Pfarrei zum Dekanat Dorsten. Bis 1919 entstanden fünf weitere katholische Kirchen, St. Johannes (1898), Herz-Jesu (1902), St. Michael, Liebfrauen und St. Joseph (1915/1919). Bereits 1905 war die Pfarrei St. Cyriakus auf die neuen Kirchen aufgeteilt worden und 1916 wurde Bottrop Sitz eines eigenen Dekanats innerhalb des Bistums Münster. Weitere katholische Kirchen im Stadtgebiet sind St. Ludger in Fuhlenbrock (1929), Heilig-Kreuz (1955-1957 mit Fenstern von Georg Meistermann), St. Johannes Kirchhellen (13. Jh., Neubau 1917), Libori-Kapelle (1751) und St. Mariä Himmelfahrt Feldhausen (1882). 1958 kam das Dekanat Bottrop mit seinen 18 Pfarrgemeinden zum neu gegründeten Bistum Essen. Zurzeit (2006) findet eine umfangreiche Neuorganisation der Pfarreien statt. Die Katholiken des 1975 mit Bottrop vereinigten Ortes Kirchhellen gehören auch heute noch zum Dekanat Dorsten innerhalb des Kreisdekanats Recklinghausen des Bistums Münster.

Infolge des starken Wachstums der Stadt im 19. Jahrhundert zogen auch Protestanten nach Bottrop. Sie gründeten in der Mitte des Jahrhunderts ihre eigene Kirchengemeinde und erbauten 1884 die erste evangelische Kirche, die Martinskirche. Die Kirchengemeinde Bottrop gehörte zum Kirchenkreis Recklinghausen. Bis 1960 gab es in Bottrop nur eine evangelische Kirchengemeinde, aber mehrere Gemeindebezirke. Dann wurde die Kirchengemeinde in fünf selbstständige Gemeinden (Altstadt, Boy-Welheim, Batenbrock, Eigen, Fuhlenbrock) geteilt, die den Verband Evangelischer Kirchengemeinden Bottrop bilden. Diesem Verband trat 1979 auch die Kirchengemeinde Kirchhellen als sechste Gemeinde bei. Heute gehören alle Kirchengemeinden der Stadt zum Kirchenkreis Gladbeck-Bottrop-Dorsten innerhalb der Evangelischen Kirche von Westfalen.

Neben den evangelischen und katholischen Gemeinden in Bottrop gibt es auch noch verschiedene Freikirchen, darunter die Apostolische Gemeinschaft, eine Evangelisch-freikirchliche Gemeinde (Baptisten) und eine Freie evangelische Gemeinde (FeG). Auch die Altkatholische Kirche, die die Kapelle des alten Krankenhauses am Kreuzkamp nutzt, und die Neuapostolische Kirche, sowie die Zeugen Jehovas sind in Bottrop vertreten.

Politik

Mit dem Stadtrecht 1919 wurde in Bottrop die Bürgermeistereiverfassung mit einem Bürgermeister an der Spitze eingeführt. Seit der Kreisfreiheit 1921 trägt dieser den Titel „Oberbürgermeister“. Während der Zeit der Nationalsozialisten wurde der Oberbürgermeister von der NSDAP bestimmt. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die Militärregierung der Britischen Besatzungszone einen neuen Oberbürgermeister ein. Des Weiteren wurde 1946 eine Kommunalverfassung nach britischem Vorbild installiert. Danach gab es einen gewählten „Rat der Stadt“, dessen Mitglieder man als „Stadtverordnete“ bezeichnet. Der Rat wählte anfangs aus seiner Mitte den Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt, welcher ehrenamtlich tätig war. Des Weiteren wählte der Rat ab 1946 ebenfalls einen hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. 1995 wurde die Doppelspitze in der Stadtverwaltung abgeschafft. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen Oberbürgermeister. Dieser ist zugleich Vorsitzender des Rates und Leiter der Stadtverwaltung. 1999 wurde erstmals die Direktwahl eines Oberbürgermeisters durchgeführt. Seit 2009 ist Bernd Tischler in diesem Amt. Die Stadt hatte am 31. Dezember 2002 138 Mio. € Schulden.

Stadtwappen

Das Wappen der Stadt Bottrop zeigt in Weiß ein schwarzes Krückenkreuz belegt mit einem blauen Schild, darin drei weiße Wolfsangeln. Es ist 1978 entstanden, nachdem die Stadt Bottrop 1975 mit der Dorfgemeinde Kirchhellen (Kreis Recklinghausen) vereinigt worden war. Dabei sind Elemente des Kirchhellener und des Bottroper Wappens zum neuen Wappen vereint worden. Von 1926 bis 1975 führte die Stadt Bottrop das erste der rechts abgebildeten Wappen. Dieses zeigt ebenfalls das Kreuz des Deutschen Ritterordens, wahrscheinlich in Anlehnung an die Kommende Welheim. Darüber befindet sich auf einem roten Schild eine Hand, die einen Schlägel hält, wie er früher im Bergbau verwendet wurde. Dieses Wappen wird in Bottrop immer noch von der DKP auf T-Shirts gedruckt und als Aufkleber verkauft. Das mittlere der abgebildeten Wappen ist das Kirchhellener Wappen, aus dem die Wolfsangeln und die blaue Farbe im heutigen Wappen stammen.

Städtepartnerschaften

Bottrop unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:

  • Tourcoing, Frankreich, seit 1967
  • Blackpool, Vereinigtes Königreich, seit 1980
  • Bezirk Mitte von Berlin, seit 1983. Anfangs bestand die Partnerschaft mit dem West-Berliner Bezirk Wedding, der 2001 mit dem Bezirk Tiergarten und Berlin-Mitte vereinigt wurde.
  • Veszprém, Ungarn, seit 1987
  • Merseburg, Sachsen-Anhalt, seit 1989
  • Gliwice, Polen, seit 2004

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Theater, Museen und Bauwerke

  • Tetraeder, eine weithin sichtbare Landmarke und Aussichtsplattform auf einer Halde ist das Wahrzeichen der Stadt seit 1995
  • Feuerwachturm, Aussichtsturm in Kirchhellen-Grafenwald (wurde wegen Baufälligkeit im Jahr 2008 abgerissen)
  • Postgebäude, erbaut 1921–1923
  • Quadrat Bottrop, das städtische Museum
  • Rathaus, erbaut 1910–1916, Neorenaissance, gilt als altes Wahrzeichen der Stadt
  • ehemaliges Straßenbahndepot, erbaut 1908,[4] beherbergt heute unter anderem das Brauhaus „Bottich“
  • Alpincenter Bottrop, die von Marc Girardelli initiierte Skihalle mit der längsten Indoorpiste der Welt
  • Bodyflyinghalle
  • Vergnügungspark Movie Park Germany in Bottrop-Kirchhellen
  • Schloss Beck in Bottrop-Kirchhellen, erbaut 1766–1777, Spätbarock, ein Freizeitpark
  • Villa Dickmann, erbaut 1901–1903 von der Formsandgrubenbesitzer-Familie gleichen Namens, Neugotik / Jugendstil
  • Glockenspiel Bottrop, fertiggestellt 1963
  • Alte Apotheke, erbaut 1895
  • katholische Kirchen
    • Heilige Familie
    • Heilig Kreuz, erbaut 1955–1957 durch Rudolf Schwarz, mit Fenstern von Georg Meistermann
    • Herz Jesu, erbaut 1929 durch Josef Franke
    • Liebfrauen
    • St. Antonius, erbaut 1951
    • St. Barbara
    • St. Bonifatius
    • St. Cyriakus, Propstei, erbaut 1861/1862 durch den münsteraner Diözesanbaumeister Emil von Manger
    • St. Elisabeth, erbaut 1954 durch den münsteraner Diözesanbaumeister Eberhard Michael Kleffner
    • St. Franziskus
    • St. Johannes Baptist (BOT-Boy), erbaut 1973
    • St. Johannes der Täufer (BOT-Kirchhellen)
    • St. Joseph (BOT-Batenbrock), 1914–1919 durch Josef Franke
    • St. Ludger (BOT-Fuhlenbrock), 1927–1929 durch Josef Franke
    • St. Mariä Himmelfahrt
    • St. Matthias
    • St. Michael (BOT-Batenbrock), 1912–1914 durch Josef Franke
    • St. Paul
    • St. Peter
    • St. Pius
    • St. Suitbert, erbaut 1955
  • evangelische Kirchen[5]
    • Auferstehungskirche
    • Friedenskirche
    • Gnadenkirche
    • Martin-Niemöller-Haus, umgebaut
    • Martinskirche, 1883–1884 durch Heinrich Bramesfeld
    • Paul-Gerhardt-Kirche
    • Pauluskirche
  • Malakow-Turm (1872) der Zeche Prosper II mit eingezogenem Fördergerüst, letztes erhaltene Ensemble dieser Art. In diesem Gebäude ist die historische Gesellschaft Bottrops untergebracht. Der Turm kann durch Besucher besichtigt werden.
  • Halde Haniel mit der Kulturarena (Amphitheater) und einem Kreuzweg. Der von Tisa von der Schulenburg und Adolf Radecki gestaltete Kreuzweg wurde 1995 eingeweiht.
  • die vier Faulbehälter des Emscher-Klärwerks, 54 Meter hoch und nachts prächtig angestrahlt
  • Saalbau, hier finden regelmäßig Veranstaltungen jeglicher Art statt
  • NDB-Funkfeuer: Das auf der Frequenz 406,5 kHz betriebene Funkfeuer verwendet als Sendeantenne eine T-Antenne, die in Gelsenkirchen-Scholven auf dem Dach eines Hochbunkers an der Einmündung der Meinberger Straße in die Bülsestraße angebracht ist.

Stolpersteine

Seit 12. September 2005 werden auch in Bottrop sogenannte „Stolpersteine“ durch den Künstler Gunter Demnig verlegt. Bei diesen quadratischen Steinen (10×10 cm) handelt es sich um kleine Messingplatten im Straßenpflaster, die an die Opfer der Judenvernichtung und der politischen Verfolgung im Nationalsozialismus erinnern.

Sport

Fußball

Der Bottroper Fußball teilt sich in zwei Kreise. Altbottrop spielt im Kreis 10 Oberhausen/Bottrop, des Fußballverbands Niederrhein, der andere Teil, Kirchhellen spielt in einem Kreis mit Gladbeck und Gelsenkirchen, Kreis 12 des Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen.

Einer der erfolgreichsten Sportvereine der Stadt ist der VfB Bottrop. Der Fußballclub spielte lange Zeit zweit- und drittklassig und vor dem Zweiten Weltkrieg sogar erstklassig, ehe er nach der Saison 1981/82 aus der Oberliga Nordrhein, der damals dritthöchsten deutschen Spielklasse, abstieg und endgültig in die Amateurliga zurückgestuft wurde. Heute spielt der Club in der Bezirksliga.

Ein weiterer Fußballverein aus Bottrop, der ebenfalls in der Vergangenheit erfolgreich war, ist der VfB Kirchhellen. Von 1999 bis 2001 spielte der Club in der Oberliga Westfalen, der vierthöchsten deutschen Spielklasse. Momentan spielt der Club in der Bezirksliga.

Volleyball

Die 1. Männermannschaft vom Volleyballverein VC Bottrop 90 firmiert aus sponsorentechnischen Gründen unter dem Namen RWE Rhein-Ruhr Volley und ist in der Saison 2009/2010 in der 1. Volleyball-Bundesliga vertreten. Teammanager ist seit Jahren Wolfgang Donat, der einen großen Anteil an der Entwicklung der Sportart in Bottrop hat. Der Verein stellt im Spielbetrieb des Westdeutschen Volleyball Verbandes bis zu 30 Mannschaften.

Neben dem Hallenvolleyball hat sich der VC Bottrop 90 auch dem Beachvolleyball verschrieben. Als Trainingsgelände dient die Volkssportanlage Jacobi. Jährlich werden etliche Meisterschaften auf Landes- und für Jugendliche auch auf Bundesebene durchgeführt. Der VC Bottop 90 stellt etliche Teilnehmer bei diesen Veranstaltungen.

Tennis

Der TC Eigen-Stadtwald, der momentan fünf Herrenmannschaften und vier Damenmannschaften stellt, ist einer der bekanntesten Bottroper Tennisvereine. Sowohl bei den Herren und den Damen spielt die beste Mannschaft in der 2. Verbandsliga. TC Blau-Gelb Eigen, TC Waldhof, TC Waldfriede und der TV Blau-Weiß Bottrop sind vier weitere bekannte Tennisvereine der Stadt. 2008 schaffte die 1. Herren Mannschaft des TC Waldhof den Aufstieg in die 1. Verbandsliga (4t höchste Spielklasse Deutschlands) und spielt somit, historisch gesehen, so hoch wie noch keine offene Bottroper-Tennismannschaft zuvor.

Handball

Mit dem SC Bottrop (Landesliga) und der Handballabteilung der TSG Kirchhellen (Kreisoberliga) sowie der der DJK Adler 07 Bottrop (Landesliga) ist auch Handball in Bottrop beheimatet.

Badminton

Der größte Badminton-Verein der Stadt, die Bottroper BG, kann auf eine langjährige Geschichte zurückblicken. Die 1. Mannschaft spielte fünf Jahre in der 1. Bundesliga und war bis zur Saison 2007/08 in der 2. Bundesliga Nord. Aus finanziellen Gründen zog die BBG ihre 1. Mannschaft bis in die Verbandsliga zurück, spielt mittlerweile aber wieder in der Regionalliga West.

Unterwasserrugby

Diese Randsportart wird seit Anfang der 1980er Jahre erfolgreich in Bottrop gespielt. In der Mitte der 1990er Jahre verbündeten sich die Mannschaften des DUC Bottrop e. V. und der TSG Kirchhellen zu einer Spielgemeinschaft. Die erste Mannschaft der Spielgemeinschaft wurde 2005 Deutscher Meister im Unterwasserrugby und spielt seit einigen Jahren in der ersten Bundesliga West. Die zweite Mannschaft befindet sich derzeit noch im Aufbau und sucht Nachwuchsspieler.

Schach

Zwei Schachvereine prägen das Bild dieses Denksportes in Bottrop: Der Schachverein Bottrop 21, der 2009 den NRW-Meister (Jaroslaw Krassowizkij) stellte,[6] und der SF Kirchhellen 50/72.

Schwimmen

Zwei Vereine sind im Bereich Schwimmen in Bottrop aktiv. SVG Bottrop 1924 mit über 1000 Mitgliedern und SV 1911 mit ca. 300 Mitgliedern. Beide Vereine bieten neben dem Schwimmtraining Kurse zur Fitness, Wassergymnastik auch Wassergewöhnung für Babys an.

Sonstige

Die DJK Adler 07 Bottrop bietet viele unterschiedliche Sportarten an, darunter Basketball, Leichtathletik und Judo.
Zudem gibt es in Bottrop noch zahlreiche weitere Sportvereine und ein reiches Angebot an Breitensport.

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Januar: Festival Orgel PLUS (Musikfestival, gegründet 1989, findet jährlich in der ersten Januarhälfte statt)
  • Februar oder März: Rosenmontagsumzug
  • Mai: Bottroper Pferdemarkt
  • Mai: Spargelbauernmarkt in Kirchhellen
  • Juni: Bottrop kustom culture Festival in Bottrop Kirchhellen
  • Juli: Internationale Leichtathletik Gala im Jahnstadion
  • August: Sommer Beach Party
  • Brezelfest Kirchhellen (entstanden aus einem „Stutenfest“, bis 1957 noch „Bretzelfest“ geschrieben)
  • Mai/Juni/Juli: Schützenfeste der Bottroper Schützenvereine (BSV Bottrop-Boy,BSV Bottrop Batenbrock, BSV Bottrop Eigen, BSV Bottrop Fuhlenbrock, BSV Bottrop Vonderort, BSV Andreas Hofer, Alte Allgemeine Bürgerschützengesellschaft)[7][8]
  • September: Michaelismarkt

Kulturpreis

  • Der Kulturpreis der Stadt Bottrop wird alle zwei Jahre an einen in Bottrop lebenden oder geboren Künstler vergeben.

Ruhr.2010

Anlässlich der Aktion Ruhr.2010 plant die Stadt eine Neuinszenierung der Oper Aida. Der in Bottrop geborene Regisseur Thomas Grandoch übernimmt die Regie für die Open-Air-Aufführung in der Bergarena auf der Halde Haniel.[9]

Grünflächen

Grünflächen in der Stadt Bottrop sind der Stadtgarten der u. a. mit dem Restaurant „Overbecks Hof“, mehreren Spielplätzen und einer Minigolfanlage ausgestattet ist und der Revierpark, der in Bottrop-Vonderort beginnt und die Grenze nach Oberhausen überschreitet. Auch im Revierpark gibt es ein Restaurant („Waldhof“), mehrere Spielplätze Teiche und Wiesen. Auch im Stadtgarten gibt es Teiche und Wiesen.

Infrastruktur und Wirtschaft

Verkehr

Schienen- und Busverkehr

Im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) werden auf dem Stadtgebiet die Bahnhöfe Bottrop Hbf, Bottrop-Boy und Bottrop-Vonderort an der Hamm-Osterfelder Bahn sowie Feldhausen an der Bahnstrecke Winterswijk–Gelsenkirchen-Bismarck bedient. Den Hauptbahnhof fahren die Linien RE 14 „Der Borkener“ (stündlich Essen↔Borken), RB 44 „Der Dorstener“ (stündlich Oberhausen↔Dorsten) und die S-Bahnlinie S9 (im 20-Minuten-Takt Wuppertal↔Bottrop, stündlich weiter nach Haltern am See) an. Der Haltepunkt Bottrop-Boy wird nur von der RB 44 und der S9, Der Haltepunkt Bottrop-Vonderort nur von der RB 44 bedient. Vom Halt Bottrop-Feldhausen fahren der RE 14, die RB 44 und die in Gladbeck-Zweckel von Dortmund kommend auf die Bahnstrecke nach Dorsten zugestoßene RB 43 „Emschertal-Bahn“. Durchgeführt wird der SPNV von der Regio NR und der NordWestBahn.[10] Für den Güterverkehr besteht eine weitere Strecke von Wanne-Eickel Hauptbahnhof über Bottrop Süd nach Oberhausen-Osterfeld .

Den Straßenpersonennahverkehr bedienen vor allem Busse der Vestische Straßenbahnen. Diese Verkehrsgesellschaft trägt zwar noch den Begriff Straßenbahn in ihrem Namen, seit 1982 betreibt sie jedoch ausschließlich Buslinien. Weitere Buslinien in Bottrop werden von der Stadtwerke Oberhausen AG (STOAG), Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG (BOGESTRA), der Essener Verkehrs-AG (EVAG) und dem Busverkehr Rheinland (BVR) betrieben. Wichtigster Umsteigeknotenpunkt in der Stadtmitte von Bottrop ist der Zentrale Omnibusbahnhof am Berliner Platz, der im Oktober 2010 neu gestaltet wurde.[11]

Für den gesamten öffentlichen Personennahverkehr gilt der regionale Tarif des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) und der NRW-Tarif.

Straßen

Bottrop ist über die Autobahnen 2 (Oberhausen – Berlin), Bundesautobahn 31 (Bottrop – Emden) und 42 (Dortmund – Kamp-Lintfort) an das deutsche Autobahnnetz angebunden. Außerdem schneidet die Bundesstraße 224, welche von Essen nach Gladbeck führt, Bottrop. Die B 224 soll in Zukunft zur A 52 ausgebaut werden, wobei der Abschnitt auf Bottroper Stadtgebiet zwischen der A 2 und der A 42 vorrangig realisiert werden soll. Planungen für diesen Abschnitt existieren bereits seit den sechziger Jahren, im nun stattfindenden Planfeststellungsverfahren kommt es trotzdem zu vereinzelten Bürgerprotesten.

Luftfahrt

In Bottrop befindet sich das Funkfeuer BOT einer internationalen Liste der Luftstraße.

Die Stadt Bottrop hält mit 49 % der Gesellschafteranteile an dem Flugplatz Schwarze Heide, ein Flugplatz das sich in der Kirchheller Heide im nördlichen Ruhrgebiet befindet. Er bietet Freizeit- und Geschäftsflüge mit motorisierten Flugzeugen, Segelflugzeugen und Hubschraubern. Der Flugplatz ist Standort mehrerer Flugschulen, des Landesleistungszentrums für Segelflug und der Extra Flugzeugproduktions- und Vertriebs GmbH.

Ansässige Unternehmen

Bottrop ist eine der wenigen Städte des Ruhrgebiets, in der es noch eine aktive Zeche gibt. Das Bergwerk Prosper-Haniel ist mit einer Förderung von 3,9 Mio. Tonnen die größte Zeche Deutschlands. Sie beschäftigt 4.000 Bergleute und wird aufgrund des Steinkohlefinanzierungsgesetzes 2018 stillgelegt werden. Im Süden der Stadt wird in der Kokerei Prosper Kohle zu Koks veredelt. In Kirchhellen werden, anknüpfend an die Formsandgräberei des 19. Jahrhunderts, mehrere Quarzkies-Lagerstätten ausgebeutet. Die Firma Stremmer Sand + Kies stellt dort einen Spezialsand für den Reitsport her.

Den wirtschaftlichen Schwerpunkt setzen jedoch mannigfaltige mittelständische Unternehmen, insbesondere Betriebe für Verpackung und Logistik, Industrieequipment, Türen und Küchen, Leuchten und Lichteffekte, Garten- und Landschaftsbau, Verlagswesen und Lebensmittelherstellung sowie Autotuning und -veredelung.[12] Aufgrund der günstigen Verkehrslage sind in Bottrop zahlreiche Logistikzentren angesiedelt. Neben einigen Speditionen sind insbesondere die Logistikzentren der Firmen Netto (Discountmärkte) und Deichmann (Schuhe) sowie Lager und Zentrale der REPAC (Volldienstleister für Logistik, Werbemittel und e-Commerce) und die Huber Packaging Group (Metallverpackungen) zu nennen. Eine weitere wichtige Säule der Wirtschaftsstruktur ist die Erzeugung und Weiterverarbeitung von Lebensmitteln. Wichtigste Vertreter sind hier die Firmen Langensiepen & Ruckebier, abgekürzt LARU (Veredelung von Schweine- und Gänseschmalz sowie pflanzlichen Fetten und Ölen), Mengede (Frischeprodukte) und Nadler (Feinkost). Die Firma Homann Feinkost unterhält ebenfalls einen Produktionsstandort in Bottrop.[13]

Die Firma Brabus ist mit 350 Mitarbeitern (2007) der größte unabhängige Tuningbetrieb der Welt. Sie wurde 1977 in Bottrop gegründet und hat dort ihren Firmensitz. Die Stadt hat nach ihr die Brabus-Allee benannt.

Bottrop ist Sitz der MC-Bauchemie, einem Hersteller von Spezialchemikalien für den Baubereich. Das Unternehmen verfügt weltweit über 13 Produktionsstandorte und 40 Niederlassungen mit insgesamt ca. 1500 Mitarbeitern. In Bottrop unterhält das Unternehmen zwei Standorte welche Produktion, Hauptverwaltung und Logistik beherbergen. Dort sind insgesamt ca. 700 Mitarbeiter beschäftigt. Im Jahre 2005 wurde ein Umsatz von ca. 180 Millionen Euro erzielt.

Das Bauunternehmen Eurovia-Teerbau hat in Bottrop neben seiner Hauptverwaltung eine große Betriebsstätte angesiedelt. Das Unternehmen erzielte in 2009 einen Umsatz von 309 Millionen Euro und beschäftigt in der BRD an 17 Standorten 1216 Mitarbeiter.

In Bottrop hat das Unternehmen TSR Recycling seinen Hauptsitz. Das Unternehmen erzielt einen Jahresumsatz von zwei Milliarden Euro und beschäftigt 2000 Mitarbeiter an 100 Standorten weltweit. Geschäftsgegenstand des Unternehmens ist das Recycling von Stahl und NE-Metallen. Das Betriebsgelände am Bottroper Hafen umfasst neben der Hauptverwaltung eine große Betriebsstätte.

Die Firma seepex GmbH produziert an ihrem Hauptsitz in Bottrop jährlich ca. 12000 Exzenterschneckenpumpen mit 360 Mitarbeitern (weltweit insgesamt 650 Mitarbeiter) und erzielt in der Gruppe einen Jahresumsatz von ca. 100 Mio. Euro. Es verfügt über weitere Produktionsstandorte in den USA und China.

Die Druckerei Peter Pomp hat ihren Standort am Fuße des Tetraeders, sie unterhält auch einen eigenen Verlag. MEWA Textil-Service produziert Berufs- und Schutzkleidung, Frl. Pfefferstielzchen ist ein Lifestyle Label mit Bezug zum Ruhrgebiet. Die Baupart-Gruppe (Fachhändel für Bauzubehör, Haustechnik und Werkstattzubehör) hat ihren historischen Standort in Bottrop und betreibt in Grafenwald einen Baumarkt für den Endverbraucher. Das Kappelhoff Technikforum und die Firma Artur Küpper sind Zulieferbetriebe für den überregionalen Bergbau.

Bottrop bemüht sich seit Jahren aktiv um einen Strukturwandel und setzt auf die Freizeitindustrie. Die Arbeitslosenquote lag im August 2010 bei 8,3 % und lag somit weit unter dem Durchschnitt im Ruhrgebiet. Einen Strukturwandel hat die Stadt Bottrop auf dem ehemaligen Gelände des Bergwerks Prosper III vollzogen. Auf dem ehemaligen Zechengelände hat die RAG Montan Immobilien GmbH zusammen mit der Stadt Bottrop ein Prosper-Viertel entwickelt mit Gewerbe- und Wohnimmobilien. Hier sind Handwerk und Hochtechnologie vereint. Neben einigen Handwerksbetrieben ist dort die Basista Leiterplatten GmbH ansässig.

Medien

Über das lokale Tagesgeschehen berichten in Bottrop die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ)“ (seit 1948) und das Lokalradio für Bottrop, Gladbeck und Gelsenkirchen, „Radio Emscher-Lippe (REL)“ (seit 1990). Die „Ruhr-Nachrichten“ haben ihr Erscheinen am 31. März 2006 eingestellt. Für den Ortsteil Kirchhellen erscheint seitdem eine Seite mit Berichten aus Kirchhellen, Bottrop und Gladbeck in der „Dorstener Zeitung“, wie die Ausgabe der „Ruhr-Nachrichten“ dort heißt.

Zwei Mal in der Woche wird der „Stadtspiegel Bottrop“ (seit 1980) in die Haushalte geliefert. Seit August 2006 erscheint in Bottrop die Wochenzeitung „Mittendrin! in Bottrop“ (Mittendrin Verlag GmbH) zum Wochenende.

Im Norden Bottrops erscheint monatlich das Regionalmagazin LebensArt (seit 2002, jeweils am 1. Freitag des Monats). Die Redaktion berichtet überwiegend über das lokale Geschehen in Kirchhellen, Grafenwald und Feldhausen.

Bildung

Die Stadt Bottrop verfügt über eine Dependance der Fernuniversität Hagen sowie über eine Volkshochschule mit einem großstädtischen Angebotsprofil. Seit 2009 ist die Stadt neben Mülheim an der Ruhr einer der beiden Standorte der Hochschule Ruhr West.

Weiterhin gibt es:

  • 27 Grundschulen
  • 3 Gemeinschaftshauptschulen: Welheim, Lehmkuhle und Kirchhellen (die 4. Gemeinschaftshauptschule Overbeck wurde 2010 nach 97 Jahren Schulbetrieb geschlossen)[14]
  • 2 Gesamtschulen (Janusz-Korczak-Gesamtschule, Willy-Brandt-Gesamtschule)
  • 3 Realschulen (Gustav-Heinemann-Realschule, Marie-Curie-Realschule, August-Everding-Realschule)
  • 3 Gymnasien (Heinrich-Heine-Gymnasium, Josef-Albers-Gymnasium, Vestisches Gymnasium)
  • 1 Berufskolleg
  • 5 Förderschulen u. a. für Lernbehinderte

Neuere Bauprojekte

In der Innenstadt wird der als Markt- und Parkplatz genutzte Berliner Platz umgebaut; hier wurde das alte Hallenbad abgerissen und ein neuer Platz mit der Stadtgalerie (Kaufland als Ankermieter) sowie eine zweigeschossige Tiefgarage mit 560 PKW-Stellplätzen gebaut. Die Eröffnung fand am 19. November 2009 statt. Weiterhin wurde der angrenzende Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) umgebaut.

Angeschlossen ist der Neubau eines neuen Hallenbades im Jahre 2008, der in Verbindung mit dem ebenfalls grundlegend sanierten Jahnstadion, der Dieter-Renz-Halle und dem Judo-Leistungszentrum den Sportpark Bottrop bildet.

Für die nächsten Jahre wird der Neubau der Fachhochschule Ruhr-West mit seinem Zero-Emission Campus in der Stadtmitte[15] sowie der Neubau der Bundesautobahn 52 im Bottroper Osten geplant. Ein weiteres sehr großes Bauprojekt ist der Projekt Umbau des Emschersystems mit Bau des Emscherkanals und anschließender Renaturierung des Flusslaufes der Emscher.

Das Hansa-Zentrum in der Bottroper Innenstadt wird ab Herbst 2011 grundlegend saniert und revitalisiert.[16] Diese Baumaßnahme bildet den Abschluss der umfangreichen Bauarbeiten am Berliner Platz.

Aufgrund der hohen Nachfrage nach Baugrundstücken befinden sich in Bottrop zahlreiche Wohngebiete in der Planung bzw. Realisierung. Insbesondere in den Stadtteilen Kirchhellen und Feldhausen ist eine rege Bautätigkeit zu verzeichnen, die auf die bevorzugte Wohnlage im Norden des Ruhrgebietes zurückzuführen ist.

Sonstiges

In Bottrop ist ein Ortsverband des Technischen Hilfswerks (THW) stationiert. Der Technische Zug besteht aus zwei Bergungsgruppen und den Fachgruppen Räumen, Beleuchtung und Ortung.

Literatur

  • Erich Keyser (Hrsg.): Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte. Band III, 2. Teilband: Westfälisches Städtebuch. Stuttgart 1954
  • Walther Hubatsch (Hrsg.): Grundriss zur deutschen Verwaltungsgeschichte 1815–1945. Band 8: Westfalen. Marburg an der Lahn 1980, ISBN 3-87969-123-1.


Weblinks

Einzelnachweise

  1. Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X.
  2. Heckmann 1992, S. 19.
  3. Integration, Wir waren nie unter uns. In: Spiegel Online, 7. November 2010
  4. Deftiges im Brauhaus Bottich. Abgerufen am 8. Juni 2011.
  5. Evangelische Kirchen in Bottrop: http://www.kirchenkreis.org/content/e559/e3019/e2909/index_ger.html
  6. Meister des königlichen Spiels. auf: derwesten.de, 20. Oktober 2009.
  7. Terminarchiv Alte Allgemeine Bürgerschützengesellschaft
  8. Termine BSV Bottrop Boy
  9. Keine Produktion zweiter Klasse. auf: derwesten.de, 25. Februar 2009
  10. Fahrplanauskunft der Deutschen Bahn
  11. Ein Stück Umweltschutz. auf: derwesten.de, 10. Oktober 2010.
  12. Stadt Bottrop: Firmen im Fokus
  13. Homann: Ausbildung, Auflistung der Standorte
  14. Hauptschule schließt: Abschied von Overberg. auf: derwesten.de, vom 5. Juli 2010.
  15. hochschule-ruhr-west.de
  16. Stadt Bottrop und Apollo-Redos geben Startschuss für Revitalisierung des Hansa-Zentrums. Abgerufen am 8. Juni 2011.