Breel Embolo

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Breel Embolo
Spielerinformationen
Voller Name Breel Donald Embolo
Geburtstag 14. Februar 1997
Geburtsort Yaoundé, Kamerun
Größe 185 cm
Position Sturm
Vereine in der Jugend
2006–2008
2008–2010
2010–2011
2011
2011–2014
FC Nordstern BS
BSC Old Boys Basel
FC Basel
BSC Old Boys Basel
FC Basel
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
2014–2016
2016–2019
2017
2019–
FC Basel
FC Schalke 04
Schalke II
Borussia Mönchengladbach
61 (21)
48 (10)
2 0(0)
16 0(6)
Nationalmannschaft2
2012
2014–2015
2014–2015
2015–
Schweiz U-16
Schweiz U-20
Schweiz U-21
Schweiz
4 0(1)
3 0(0)
4 0(0)
36 0(4)

1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
 Stand: 25. Januar 2020
2Stand: 15. Oktober 2019

Breel Donald Embolo (* 14. Februar 1997 in Yaoundé, Kamerun) ist ein Schweizer Fußballspieler mit kamerunischen Wurzeln.

Leben

Embolo wurde 1997 in der kamerunischen Hauptstadt Yaoundé geboren. Seine Mutter ließ sich mit ihren zwei Söhnen in Basel nieder, weil es für sie in Kamerun keine Perspektiven gab. Im Dezember 2014, zwei Monate vor seinem 18. Geburtstag, wurde Embolo eingebürgert und erhielt den Schweizer Pass.[1]

Karriere

Verein

Anfänge in der Schweiz

Embolo begann seine Fussballkarriere 2006 beim Basler Quartierverein Nordstern und wechselte 2008 zu den BSC Old Boys Basel. 2010 schloss er sich dem FC Basel an und spielte dort im zweiten Nachwuchsteam der U-18, bis er aufgrund diverser verletzungsbedingter Ausfälle im Stammkader am 13. März 2014 im Europa League-Spiel gegen den FC Red Bull Salzburg erstmals bei einem Profispiel eingewechselt wurde. Wenige Tage später, am 16. März 2014, gab er sein Ligadebüt in der ersten Mannschaft, als er beim Heimspiel im St. Jakob-Park gegen den FC Aarau in der 85. Minute in das Spiel kam.[2] Nur vier Minuten nach seiner Einwechslung erzielte er sein erstes Tor zum 5:0-Endstand.

Embolo (rechts) und Cedric Teuchert 2018

Für Embolo und den FC Basel war die Spielzeit 2014/15 sehr erfolgreich. Das Team beendet den Fussballmeisterschaft 2014/15 zum 18. Mal als Meister mit zwölf Punkten Vorsprung auf den Zweitplatzierten BSC Young Boys und 25 Punkten Vorsprung auf den Drittplatzierten FC Zürich. Basel stand im Final des Schweizer Cups 2014/15, welches jedoch gegen den FC Sion mit 0:3 verloren wurde. Embolo war aber aufgrund zwei gelber Karten gesperrt. In der Champions-League-Saison 2014/15 avancierte Basel bis in den Achtelfinals. Während der Spielzeit 2014/15 bestritt der FC Basel insgesamt 65 Partien (36 Meisterschafts-, sechs Cup-, acht Champions-League- und 15 Testspiele). Unter Trainer Paulo Sousa hatte Embolo insgesamt 54 Einsätze, davon 27 in der Super League, fünf im Cup, acht in der Champions League, sowie 14 in Testspielen. Er schoss dabei 18 Tore, davon fünf in der Super League, sechs im Cup, sowie je eines in der Champions League und in den Testspielen.[3] Embolos Vertrag wurde an seinem 18. Geburtstag bis zum 30. Juni 2019 verlängert.[4] Im Lauf seiner Karriere wurde Breel Embolo laufend von verschiedenen europäischen Topklubs umworben, Angebote wurden jedoch zumeist von seinem Stammklub abgelehnt; so unter anderem auch ein 27-Millionen-Euro-Angebot des VfL Wolfsburg im Februar 2016.[5][6]

Unter Trainer Urs Fischer gewann Embolo am Ende der Saison 2015/16 den Meistertitel zum dritten Mal mit dem FCB. Für den Club war es der siebte Titel in Serie und insgesamt der 19. Titel der Vereinsgeschichte.[7]

Wechsel zum FC Schalke 04

Zur Saison 2016/17 wechselte Embolo in die Bundesliga zum FC Schalke 04, bei dem er einen bis zum 30. Juni 2021 datierten Fünfjahresvertrag erhielt. Über die Ablösesumme wurde Stillschweigen vereinbart, Embolo gilt jedoch als teuerster Einkauf der Schalker Vereinsgeschichte - entsprechend groß waren die in ihn gesetzten Erwartungen. In seinem ersten Pflichtspiel für Schalke 04, dem DFB-Pokalspiel am 20. August 2016 gegen den FC 08 Villingen, erzielte er einen Treffer zum 4:1-Sieg. Am 6. Spieltag der Bundesliga erzielte er beim 4:0-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach seine ersten beiden Bundesligatore und trug damit zu den ersten drei Punkten der Saison für Schalke bei. Im darauf folgenden Spiel beim FC Augsburg zog er sich durch ein rüdes Foul des Verteidigers Konstantinos Stafylidis eine komplizierte Fraktur des Sprunggelenks und einen Wadenbeinbruch zu. Ein Knochenödem verlängerte seine Ausfallzeit zusätzlich. Dadurch fiel er die gesamte restliche Saison aus. Es wurde sogar befürchtet, dass Embolo seine Karriere überhaupt nicht mehr fortsetzen könnte – dies wurde jedoch erst nach seinem Comeback in der Öffentlichkeit thematisiert.

Während der Vorbereitung auf die Saison 2017/18 gab Embolo sein Comeback, als er in einem Testspiel gegen Neftchi Baku eingewechselt wurde. Da sein Trainer Domenico Tedesco ihm noch keine Bundesligaeinsätze zutraute, absolvierte Embolo auf eigenen Wunsch zwei Spiele für die U23-Mannschaft. Somit gab er am 20. August 2017 beim Oberligaspiel sein Pflichtspielcomeback in der Oberliga gegen den SV Lippstadt 08. In der Bundesliga wurde er am 16. September 2017 (4. Spieltag) beim Gastspiel in Bremen zum ersten Mal nach seiner Verletzung eingesetzt.

Wechsel nach Mönchengladbach

Trotz der für ihn recht erfolgreichen Saison 2018/19 suchte Breel Embolo nach einem Neuanfang und wechselte zur Saison 2019/20 innerhalb der Bundesliga zu Borussia Mönchengladbach, wo er einen Vertrag bis 2023 unterschrieb. Sein erstes Spiel für den neuen Verein absolvierte er in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen den SV Sandhausen, als er zur Halbzeit eingewechselt wurde. Auch in der Bundesliga konnte er sich direkt zeigen und absolvierte alle Spiele, bis er sich am neunten Spieltag eine Muskelverletzung zuzog, die ihn für zwei Spiele ausbremste. Sein erstes Tor für Borussia Mönchengladbach erzielte Embolo schon am zweiten Spieltag beim 3:1-Sieg gegen den 1. FSV Mainz 05.

Nationalmannschaft

Embolo kam 2012, obwohl er noch keine Schweizer Staatsbürgerschaft besass, auf vier Einsätze für die U-16-Auswahl des Schweizerischen Fussballverbands und erzielte dabei einen Treffer. Am 22. Mai 2014 kam er bei einem 2:0-Sieg gegen Dänemark zu seinem ersten Einsatz für die U-21. Am 4. September 2014 debütierte Embolo für die U-20-Auswahl bei einem Freundschaftsspiel gegen Polen, das 1:1 ausging.

Bis zu der im Dezember 2014 erfolgten Einbürgerung konnte Embolo nur in Freundschaftsspielen eingesetzt werden.[8][9] Am 15. Dezember 2014 entschied sich Embolo dafür, für die Schweizer Fussballnationalmannschaft zu spielen, nachdem auch der kamerunische Nationalverband um den Trainer Volker Finke um ihn geworben hatte.[10][11][12] Am 9. Oktober 2015 schoss er für die Schweizer Fussballnationalmannschaft beim EM-Qualifikationsspiel gegen San Marino sein erstes Länderspieltor.

Bei der Fußball-Europameisterschaft 2016 in Frankreich wurde er als jüngster Spieler seines Landes in das Aufgebot der Schweiz aufgenommen. In den ersten beiden Spielen des Turniers gegen Albanien und Rumänien wurde er jeweils im Schlussdrittel eingewechselt, gegen Frankreich stand er erstmals in der Startaufstellung. Nach Erreichen des Achtelfinals wurde er dort bei der 1:0-Führung des Gegners Polen in der 58. Minute eingewechselt. Zwar gelang noch der Ausgleich, das Team verlor aber das abschliessende Elfmeterschießen und schied aus.

Titel und Erfolge

FC Basel

  • Schweizer Meister: 2013/14, 2014/15, 2015/16

Weblinks

Einzelnachweise

  1. www.tageswoche.ch vom 12. Dezember 2014
  2. Spielstatistik auf transfermarkt.de
  3. Rotblau: Jahrbuch Saison 2015/2016. FC Basel Marketing AG 2015
  4. FCB verlängert Verträge mit Degen und Embolo, Pressemitteilung des FC Basel vom 23. November 2014.
  5. 27 Millionen für Embolo? "Das bin ich nicht wert", abgerufen am 20. April 2016
  6. Allofs blitzt ab - 27 Millionen Euro für Embolo, abgerufen am 20. April 2016
  7. Marti, Casper (2016). Es ist vollbracht ! Der FCB ist zum 19. Mal Meister. FC Basel 1893. Abgerufen am 30. April 2016.
  8. Schweiz oder Kamerun? Kampf um Embolo, Artikel vom 3. Oktober 2014 bei Blick.ch.
  9. Buhlen von Eto’o umsonst? FCB-Star Embolo erhält den Schweizer Pass!, Artikel vom 12. Dezember 2014 bei Blick.ch.
  10. Es ist fix! Embolo spielt für die Schweiz!, Artikel vom 15. Dezember 2014 bei Blick.ch.
  11. Breel Embolo entscheidet sich für Schweizer Nati, Artikel vom 15. Dezember 2014 bei 20min.ch.
  12. Schweiz statt Kamerun: Embolo entscheidet sich für die Schweiz, Artikel vom 15. Dezember 2014 bei NZZ.ch.