Buersche Zeitung

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Werbung der Buerschen Zeitung
gestifteter Brunnen der Buerschen Zeitung

Die Buersche Zeitung war eine Lokalzeitung für Buer und Umgebung.

Franz Otto Theben gab die Zeitung seit 1881 unter dem Namen Volkszeitung für Buer und Umgebung heraus. Johann Urban von Vorst erwarb die Zeitung später, wurde Beteiligter, Geschäftsführer und benannte das Unternehmen in Vestische Verlagsdruckerei um.

1905 wurde die Volkszeitung für Buer und Umgebung umbenannt in Buersche Zeitung. Die Buersche Zeitung vertrat die Konzeption einer nicht parteigebundenen, tiefvenvurzelten Heimatzeitung. An diesem Programm hielt die Zeitung auch nach der Eingemeindung der Stadt Buer durch die Stadt Gelsenkirchen im Jahre 1928 fest. Die Buersche Zeitung war dabei die älteste Tageszeitung im Verbreitungsraum der späteren Stadt Gelsenkirchen-Buer. Die Zeitung erschien bis zum 30. Juni 1940. Im Zuge der Pressepolitik der NSDAP-Gauleitung Westfalen-Nord wurde die Zeitung mit acht anderen Tageszeitungen im mittleren Ruhrgebiet eingestellt und in das NS-Organ Westfälischer Beobachter überführt.

Die Buersche Zeitung versuchte nach dem Zweiten Weltkrieg bewußt an die Tradition der alten Zeitung anzuknüpfen. Als entscheidend wurde die Programmatik der nicht parteigebundenen Heimatzeitung angesehen. In dem wegweisenden Artikel Die Buersche Zeitung ist wieder da! am 22./23. Oktober 1949 wird als wichtigste Aufgabe der neu erschienenen Zeitung definiert, bei den Lesern die Liebe zur Heimat zu wecken, die Verbundenheit mit der Heimat zu pflegen.

Trotz der Betonung der Kontinuität zur Buerschen Zeitung vor 1940 gingen in verlegerischer Hinsicht doch entscheidende Veränderungen vor sich. Die vormals bestehende Eigenständigkeit war nur noch pro forma vorhanden. Faktisch fungierte die Zeitung von Beginn an als Nebenblatt der Recklinghäuser Zeitung, die im Verlagshaus Bauer herausgegeben wurde. Am 30. März 2006 gab das Zeitungshaus Bauer bekannt, daß die Buersche Zeitung aus wirtschaftlichen Gründen zum 30. September 2006 eingestellt wird. Mit diesem Schritt wurde einer 125jährigen Pressevielfalt in Buer ein Ende gesetzt.

Zum 100. Geburtstag stiftete die Buersche Zeitung den Bürgern von Buer 1981 einen Brunnen mit der Skulptur Butterwieger (Standort: auf dem Kirchplatz der Propsteikirche St. Urbanus).


Quelle

Institut für Stadtgeschichte: Verzeichniss der Zeitungen

Weblinks