Carlos Grossmüller

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Carlos Grossmüller

Carlos Grossmüller (links) 2007
Spielerinformationen
Voller Name Carlos Javier Grossmüller
Geburtstag 4. Mai 1983
Geburtsort Montevideo, Uruguay
Position Mittelfeld/Sturm
Vereine in der Jugend
1988–1996 Ombu
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1996–2004
2004
2005–2007
2007–2010
2008–2010
2009–2010
2010–2012
2012–2013
2013–2014
2015
2015–2017
2017–2018
2018–2021
Danubio FC
CA Fénix
Danubio FC
FC Schalke 04
FC Schalke 04 II
Danubio FC (Leihe)
US Lecce
Peñarol Montevideo
Club Atlético Cerro
Universitario de Deportes
Danubio FC
→ Sandefjord Fotball (Leihe)
Danubio FC
mind. 18 0(3)
6 0(0)
52 (13)
13 0(1)
14 0(1)
23 0(5)
37 0(3)
15 0(0)
29 0(4)
8 0(1)
36 0(5)
12 0(3)
62 (17)
Nationalmannschaft2
mind. 2003
mind. 2004
2003–2007
Uruguay U-20
Uruguay (Olympiaauswahl)
Uruguay
mind. 2 0(0)
3 0(0)
4 0(0)

1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
 Stand: Mai 2021
2Stand: 16. Oktober 2012

Carlos Javier Grossmüller (* 4. Mai 1983 in Montevideo) ist ein uruguayischer Fußballspieler mit deutschen Wurzeln.

Vereinskarriere

Der zentrale Mittelfeldspieler, der auch auf den Halbpositionen als "Achter" einsetzbar ist, begann das Fußballspielen bei seinem Heimatclub Ombu, für den er von 1988 bis 1996 auflief. Als Dreizehnjähriger wechselte er zum Profi-Club Danubio FC, für den er zunächst von 1996 bis 2003 am Ball war. Im Kalenderjahr 2004 wurde er an CA Fénix ausgeliehen, kehrte jedoch schon 2005 zum Danubio FC nach Montevideo zurück. Mit seinem Club wurde er 2007 uruguayischer Meister. In der Meisterschaftssaison erzielte er zwölf Tore in 30 Spielen.

Durch gute Leistungen zog der technisch versierte, 184 cm große Spieler das Interesse ausländischer Vereine auf sich. So wurde er auch von Verantwortlichen des FC Schalke 04 beobachtet und wusste zu gefallen. Kurz nach Beginn der Saison 2007/2008 verpflichtete der Revier-Club den Mittelfeldspieler für vier Jahre bis 2011. Sein erstes Saisonspiel für Schalke bestritt er am 18. August 2007 gegen Borussia Dortmund; sein erstes Tor erzielte er per Freistoß im Heimspiel gegen Werder Bremen.

Am 8. Dezember 2007 erhielt Grossmüller im Spiel bei Eintracht Frankfurt die Rote Karte, obwohl er gar nicht auf dem Feld stand. Er hatte sich kurz vor Ende des Spiels an einer Rangelei beteiligt und wurde daraufhin, als erster Ersatzspieler in der Geschichte der Bundesliga, wegen einer Tätlichkeit vom Platz gestellt.

Nachdem Carlos Grossmüller einer Trainingseinheit ferngeblieben war, wurde er im Oktober 2008 vom Training mit dem Lizenzkader ausgeschlossen. Der neue Trainer Felix Magath hob die Suspendierung zu Beginn der Saison 2009/10 wieder auf. Bis zum Ende dieser Saison war der Mittelfeldspieler an seinen Heimatclub nach Uruguay ausgeliehen. Am 29. Juli 2010 wurde sein bis 2011 laufender Vertrag beim FC Schalke 04 aufgelöst. Einen Tag später, am 30. Juli 2010, gab US Lecce bekannt, Grossmüller unter Vertrag zu nehmen. Nach dem Abstieg von US Lecce aus der Serie A im Sommer 2012 wurde der Vertrag einvernehmlich wieder aufgelöst.

Grossmüller kehrte in sein Heimatland zurück und schloss sich Peñarol Montevideo an. Dort absolvierte er 15 Spiele (kein Tor) in der Primera División, zwei Partien der Copa Libertadores und wurde in der Spielzeit 2012/13 abermals Uruguayischer Meister. 2013 wechselte er innerhalb der Primera División zum Club Atlético Cerro. In der Saison 2013/14 bestritt er 20 Erstligaspiele und schoss vier Tore. In der Apertura 2014 kam er neunmal zum Einsatz (kein Tor). Anfang Januar 2015 wechselte er nach Peru zu Universitario de Deportes. Er unterschrieb einen Vertrag für eine Spielzeit. Bei den Peruanern lief er in acht Erstligaspielen (ein Tor) und neun Begegnungen (zwei Tore) der Copa Inca auf.

Im Juli 2015 trat er ein erneutes Engagement beim Danubio FC an. In der Spielzeit 2015/16 kam er in 23 Erstligaspielen zum Einsatz und schoss nach offiziellen Verbandsangaben sechs Tore. Andere Quellen weisen für ihn lediglich fünf Treffer aus. Zudem absolvierte er eine Begegnung (kein Tor) in der Copa Sudamericana 2015. In der Saison 2016 trainierte er lediglich mit der Mannschaft der "Cuarta División", nachdem ihn Trainer Leonardo Ramos aussortiert hatte. Unter dessen Nachfolger Pablo Rodríguez gehört er seit Januar 2017 wieder dem Kader der Ersten Mannschaft an. In der Saison 2017 lief er bislang (Stand: 22. Juli 2017) in 13 weiteren Erstligaspielen (kein Tor) und einer Partie (kein Tor) der Copa Sudamericana 2017 auf. Im Juli 2017 wurde sodann sein Wechsel auf Basis einer fünf Monate währenden Ausleihe zum norwegischen Verein Sandefjord Fotball vermeldet. Nach der Ausleihe kehrte er 2018 wieder zu Danubio zurück.

Nationalmannschaft

Carlos Grossmüller spielte bereits unter den Trainern Gustavo Ferrín und Jorge da Silva in der U-20 Uruguays. 2004 stand er im Kader der U-20-Nationalmannschaft Uruguays bei der 21. Jugend-Südamerikameisterschaft (vier Einsätze) und wurde dreimal in der Olympiamannschaft eingesetzt, die sich allerdings nicht für Athen qualifizierte.

Er war auch A-Nationalspieler Uruguays. Sein erstes Spiel für die Charrúas bestritt er, gleich als Kapitän, am 15. Oktober 2003 in Chicago gegen Mexiko. Er etablierte sich jedoch nicht als Stammspieler, sondern kam erst am 18. Oktober 2006 zu seinem zweiten Einsatz. Bislang (Stand: 15. September 2007) stehen vier Einsätze in der Nationalmannschaft zu Buche; zuletzt wurde er am 12. September 2007 bei einem Freundschaftsspiel in Südafrika eingesetzt.[1][2][3][4]

Privates

Früher trug der Spieler den Nachnamen Grosnile[5], eine Verballhornung des ursprünglich deutschen Namens Großmüller. 2004 ließ er den Familiennamen in Anlehnung an seinen deutschen Großvater in Grossmüller ändern. Jener Helmut Großmüller gehörte zur Besatzung des 1939 vor Montevideo versenkten Panzerschiffes Admiral Graf Spee. Weitere Namensvarianten des Fußballers in den Medien sind Grosmüller, Grossmuller und vereinzelt sogar Grösmuller. In deutschsprachigen Publikationen wird er auch Großmüller geschrieben.

Weblinks

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Einzelnachweise

  1. Uruguay - International Matches 2001-2005 auf www.rsssf.com, abgerufen am 19. Dezember 2012
  2. Uruguay - International Matches 2006-2010 auf www.rsssf.com, abgerufen am 19. Dezember 2012
  3. Statistische Daten zu den Länderspieleinsätzen in der uruguayischen Nationalmannschaft auf www.rsssf.com, abgerufen am 19. Dezember 2012
  4. Uruguay - International Matches 2011-2015 auf www.rsssf.com (Stand: 16. Oktober 2012), abgerufen am 19. Dezember 2012
  5. rsssf