Clemens Stallmeyer

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Clemens Stallmeyer (* 1886 in Gelsenkirchen-Buer, † 1972 in Witten) war ein deutscher Unternehmer.

Leben

Clemens Stallmeyer war der Sohn des Gelsenkirchener Brotfabrikbesitzers der Kronen-Großbäckerei Clemens Stallmeyer. Gemeinsam mit Arthur Imhausen und einem Kapitalgeber aus Essen, gründete er 1911 die Chemische Fabrik Buer in Buer zur Herstellung von Waschmitteln. Das Produkt "Waschball" war als Konkurrent zu Persil gedacht. Qualitätsschwierigkeiten des Produktes brachten die Firma an den Rand des Ruins, da sich das Mittel nicht gut in Wasser auflöste. Mit einem Großauftrag konfrontiert, zu dessen Erfüllung jedoch die technische Ausrüstung fehlte, erfuhren Stallmeyer und Imhausen, dass die Märkische Seifenindustrie Wikipedia-Link in Witten zum Verkauf stünde. Dort waren die benötigten Siedekessel vorhanden. Stallmeyer erwarb diese Firma und stellte Arthur Imhausen als Geschäftsführer an. Weitere Teilhaber waren Carl Schulte-Overbeck und dessen Bruder.

1915 verschenkte Stallmeyer einen Teil seiner Anteile der Seifenfabrik an Imhausen, übernahm jedoch in der Folgezeit die finanzielle Leitung des Unternehmens. Er führte die Verhandlungen mit den Banken, um das Kapital für die Umsetzung der zahlreichen Ideen Arthur Imhausens zu beschaffen. Die Märkische Seifenindustrie wurde zu dieser Zeit zu einer der führenden Seifenfabriken im Deutschen Reich.

Bis in die 1930er Jahre verband Clemens Stallmeyer und Arthur Imhausen über die Geschäftsverbindung hinaus auch eine sehr enge Freundschaft. Partnerschaft und Freundschaft begannen jedoch zu leiden, nachdem Arthur Imhausen ab 1937 erstklassige Beziehungen zu Wilhelm Keppler aufgebaut hatte, der in Hermann Görings Behörde für die Organisation des Vierjahresplans für die Sicherung der Rohstoffe zuständig war. Da Keppler künftig das von Imhausen für seine Versuche benötigte Kapital beschaffte, rückte Stallmeyer mehr und mehr in den Hintergrund.

Nach 1945 zog sich Stallmeyer aus Gesundheitsgründen immer mehr aus dem Geschäften zurück und 1952 verkaufte er einen Großteil seiner Anteile der Märkischen Seifenindustrie an den Flick-Konzern.

Quelle