Cottbus

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Wappen der Stadt Cottbus

Cottbus, niedersorbisch Chóśebuz [ˈxɨɕɛbus] (Chöshebuss)[1], ist eine kreisfreie Stadt im Land Brandenburg. Nach dessen Landeshauptstadt Potsdam ist sie die zweitgrößte Stadt und neben Brandenburg an der Havel und Frankfurt (Oder) eines der vier Oberzentren des Landes. Obwohl in der Stadt selbst nur eine kleine sorbische Minderheit wohnt, gilt sie als das politische und kulturelle Zentrum der Sorben in der Niederlausitz. Die Stadt ist ein Dienstleistungs-, Wissenschafts- und Verwaltungszentrum.

Schreibweise

Bis Anfang des 20. Jahrhunderts war die Schreibweise des Stadtnamens strittig. Während bei Berliner Straßennamen die modernere Schreibweise mit K angewandt wurde und auch noch teilweise wird („Kottbusser Tor“), hielt man vor Ort am traditionellen C fest. Weil die amtliche Eigenbezeichnung der Stadt schon den vor 1996 geltenden Regeln widersprach, bleibt sie nach der dringenden Empfehlung des Ständigen Ausschusses für Geographische Namen[2] für die Anwendung der Rechtschreibreform auf geografische Namen weiterhin die gültige Schreibweise. In dem Zusammenhang sei erwähnt, dass sowohl die Schreibweise Cottbuser(in) als auch Cottbusser(in), also mit einem oder zwei s, zulässig ist.[3]

Geografie

Geografische Lage

Cottbus ist die größte Stadt in der Niederlausitz und liegt an der mittleren Spree zwischen dem Lausitzer Grenzwall im Süden und dem Spreewald im Norden. Die Stadt dehnt sich in Ost-West-Richtung 15,6 km aus, in Nord-Süd-Richtung 19,2 km. Die Spree erreicht in Cottbus eine Breite von 36 m. Sie fließt in einer Länge von 23 km durch die Stadt.

Die Gesamtfläche der Stadt beträgt 164,2 km². 35,2 km² davon sind Waldfläche, weitere drei km² Wasserfläche. Die nächstgelegenen Großstädte sind Dresden, ca. 90 km südwestlich, Zielona Góra in Polen, ca. 100 km nordöstlich und Berlin, ca. 100 km nordwestlich von Cottbus.

Blick in das Stadtzentrum von Cottbus, zu sehen das Rathaus (roter geöffneter Quader) und das Blechen Carré

Klima

Die Stadt Cottbus befindet sich in der gemäßigten Klimazone. Die Jahresmitteltemperatur betrug in der CLINO-Periode 1971–2000 9,3 Grad Celsius.[4] Der wärmste Monat ist der Juli mit durchschnittlich 18,6 Grad Celsius. Der kälteste Monat ist der Januar mit −0,6 Grad Celsius im Mittel. Die Differenz zwischen dem Maximum und dem Minimum, die so genannte Amplitude, beträgt 19,2 Grad Celsius.

Die mittlere jährliche Niederschlagsmenge im Zeitraum 1971–2000 betrug 559 Millimeter.[4] Der meiste Niederschlag fällt im Juli mit 74 Millimetern im Durchschnitt, der wenigste im Februar mit 34 Millimetern im Mittel. Es gibt ganzjährig Niederschläge, im Sommer sind diese jedoch stärker. Das Klima ist damit ganzjährig humid.

In den letzten Jahren scheint sich das Klima jedoch auch in Cottbus zu ändern; es werden in den Sommern monatelange Trockenzeiten beobachtet, und die Niederschläge konzentrieren sich auf wenige Starkregenfälle.

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet von Cottbus ist in 19 Ortsteile gegliedert. Die angegebenen Einwohnerzahlen beziehen sich auf den 31. Dezember 2012.[5] Ausgehend vom Stadtzentrum handelt es sich um folgende Ortsteile (in Klammern die niedersorbischen Bezeichnungen):

Ortsteile von Cottbus
  • 1 Mitte (Srjejź)
  • 2 Schmellwitz (Chmjelow)
  • 3 Sandow (Žandow)
  • 4 Spremberger Vorstadt (Grodkojske pśedměsto)
  • 5 Ströbitz (Strobice)
  • 6 Sielow (Žylow)
  • 7 Saspow (Zaspy)
  • 8 Merzdorf (Žylowk)
  • 9 Dissenchen (Dešank)
  • 10 Branitz (Rogeńc)
  • 11 Madlow (Módłej)
  • 12 Sachsendorf (Knorawa)
  • 13 Döbbrick (Depsk)
  • 14 Skadow (Škódow)
  • 15 Willmersdorf (Rogozno)
  • 16 Kahren (Kórjeń)
  • 17 Kiekebusch (Kibuš)
  • 18 Gallinchen (Gołynk)
  • 19 Groß Gaglow (Gogolow)

In den Ortsteilen, die nach 1994 eingemeindet worden sind, sind gemäß Hauptsatzung der Stadt Cottbus Ortsbeiräte zu wählen, die u. a. die Stadtverordneten und die Stadtverwaltung in ihrer Arbeit unterstützen sollen.

Darüber hinaus gibt es 19 weitere Gemeindeteile und sonstige Siedlungsplätze.

Nachbargemeinden und -kreise

Die Stadt Cottbus wird als kreisfreie Stadt vollständig vom Landkreis Spree-Neiße umschlossen und grenzt im Norden und Nordosten an die Gemeinden Drachhausen, Drehnow und Turnow-Preilack, die Stadt Peitz sowie die Gemeinden Teichland und Heinersbrück. Im Osten und Süden grenzt sie an die Gemeinden Wiesengrund und Neuhausen/Spree, im Südwesten an die Stadt Drebkau mit Klein Oßnig und im Westen an die Gemeinden Kolkwitz, Briesen und Dissen-Striesow.

Geschichte

siehe Hauptartikel:Geschichte von Cottbus Wikipedia-Link

Politische Zugehörigkeit von Cottbus seit 1156
Staat Verwaltungseinheit/
Gliedstaat
Zugehörigkeit
Heiliges Römisches Reich
Markgrafschaft Lausitz 1156–1445
Markgrafschaft Brandenburg 1445–1701
Königreich Preußen 1701–1806
Preußen Markgrafschaft Brandenburg 1806–1807
Sachsen Markgrafschaft Niederlausitz 1807–1813
Preußen
von Preußen besetzt 1813–1815
Provinz Brandenburg 1815–1867
Norddeutscher Bund Königreich Preußen 1867–1871
Deutsches Reich Königreich Preußen 1871–1918
Deutsches Reich Freistaat Preußen 1918–1933
Deutsches Reich
Preußen 1933–1945
Sowjetische Zone
Preußen 1945–1947
Brandenburg 1947–1949
Deutsche Demokratische Republik
Brandenburg 1949–1952
Bezirk Cottbus 1952–1990
Deutschland Brandenburg seit 1990

Mittelalter

Die Cottbuser Siedlungsgeschichte im heutigen Altstadtgebiet kann fast 2000 Jahre zurückverfolgt werden. Im 3. und 4. Jahrhundert siedelten sich im Altstadtbereich germanische Siedler an. Seit dem 6. Jahrhundert wanderten aus dem Südosten slawische Stämme in das Gebiet zwischen Elbe/Saale und Oder ein. Im 8. Jahrhundert folgten die Lusitzi, ein westslawischer Stamm. Sie erbauten auf einer Talsandinsel am Westufer der Spree einen mittelslawischen Burgwall. Im Schutze der slawischen Burg legten die Wenden eine Vorburgsiedlung an, die sich im 11. und 12. Jahrhundert zu einer frühstädtischen Siedlung entwickelte. Am 30. November 1156 fand Cottbus seine erste urkundliche Erwähnung. Die Stadtrechte scheint Cottbus zwischen 1216 und 1225 erhalten zu haben.[6] Im 14. Jahrhundert wurde die Cottbuser Stadtmauer angelegt.

Die „Herren von Cottbus“, ein fränkisches Adelsgeschlecht, herrschten von 1199 bis 1445. 1304 mussten die Wettiner wegen Geldschwierigkeiten die Lausitz verkaufen. Bis 1370 kam es aus diesem Grund zu einem häufigen Besitzwechsel der Stadt Cottbus. In den Jahren 1405 und 1406 erteilte Johann III. den Tuchmacher- und Leineweberzünften ihr Privileg.

Neuzeit

Seit 1445 stand Cottbus unter brandenburgischer Herrschaft, außer der Zeit von 1807 (Tilsiter Frieden) bis 1815 (Wiener Kongress), in der die Stadt dem Königreich Sachsen angegliedert war. 1468 schlug der Blitz in die Stadt ein und legte ganz Cottbus und auch die Oberkirche in Asche. 1479 vernichtete ein Feuer die Stadt abermals.

Auch Pestepidemien und die jahrzehntelange Besatzung nach Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges im Jahr 1618 brachten Zerstörung, Not und Elend für die Stadt und deren Bevölkerung. Die Stadt war im Dreißigjährigen Krieg den Truppen ausgeliefert. So zog Wallenstein mit seinen Truppen durch Cottbus. Die Stadt erlebte über Jahrzehnte Besatzung, Plünderung und Zerstörung. Am Ende des Krieges im Jahr 1648 lebten nur noch wenige hundert Menschen in Cottbus.

Im 18. Jahrhundert siedelten sich die französischen Hugenotten an, und Cottbus erlebte einen wirtschaftlichen Aufschwung. Im 18. Jahrhundert wurde auch ein Teil der Wehranlagen zurückgebaut, und die Cottbuser nutzen das Gelände u. a., um Maulbeerbäume zu pflanzen. Auch wurden Gärten angelegt, und die mittelalterliche Stadt begann sich in alle Richtungen auszudehnen. Von 1756 bis 1763 tobte der Siebenjährige Krieg. Dieser machte sich auch in Cottbus bemerkbar. Wenn auch keine direkten Kampfhandlungen stattfanden, so gab es doch Durchzüge und Einquartierungen von Truppen. Nach den Bestimmungen des Wiener Kongresses 1815 kam der Kreis Cottbus, der vor den Befreiungskriegen noch von sächsischen Gebiet umgeben war, zusammen mit der ganzen Niederlausitz zu Preußen.

Jüngere Geschichte

Mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert nahm die Stadt einen bedeutenden Aufschwung. Cottbus wurde zu einem Zentrum der Niederlausitz – zu einer Industriestadt mit moderner Infrastruktur, mit Kultur- und Sozialbauten. Sie entwickelte sich durch den Bau der Eisenbahnen zu einem bedeutenden Verkehrsknotenpunkt. In dieser Zeit wurden viele neue Gewerbe in Cottbus gegründet. Dazu gehören beispielsweise eine Wollgarn-Spinnerei und eine Baumkuchenbäckerei. Im Zuge des Verwaltungsaufbaus erhielt Cottbus im Oktober 1824 ein Landgericht. Am 17. März 1831 wurde die revidierte Städteordnung eingeführt. Die vom Landrat, dem Bürgermeister und Vertretern der Bürgerschaft ausgearbeitete Stadtverfassung erhielt am 14. Dezember 1831 die Regierungsgenehmigung. Vom 12. bis 15. Februar 1832 fanden dann die Wahlen zum ersten Stadtparlament statt. Im Oktober 1835 erhielt der Tuchmacher Heinrich Kitte eine Fabrikkonzession. Er vereinigte Spinnerei, Weberei, Walke und Appretur unter einer Leitung. Noch wurden die alten Maschinen von einem Pferdegöpel angetrieben. Anfang der 1840er Jahre wurden aber Dampfmaschinen und der Jacquardwebstuhl vorherrschend. Es waren die Anfänge der Großbetriebe in der Cottbuser Textilindustrie.

Kaiser-Wilhelm-Platz, bis 1888 Neustädter Platz, ab 1946 Ernst-Thälmann-Platz, heute Brandenburger Platz

Am 1. August 1914 nahm man auch in Cottbus den Beginn des Ersten Weltkrieges jubelnd auf. Am Gymnasium fanden Notreifeprüfungen statt, und einige Tage später zog das Infanterieregiment Nr. 52 unter dem Jubel Tausender Cottbuser zum Bahnhof. Im September wurde auf der Rennbahn im Norden der Stadt ein Lager für 10.000 Gefangene eingerichtet. Am 4. September 1914 traf der erste Transport mit 7.000 Russen ein. Im Jahr 1915 kam noch ein Gefangenenlager im Osten der Stadt dazu.

Am 1. September 1939 begann mit dem deutschen Überfall auf Polen der Zweite Weltkrieg. In Cottbus wurde seit 1940 für den Krieg produziert. Im Herbst des Jahres 1940 erlebten die Cottbuser die ersten Luftangriffe auf die Stadt. In Cottbus entstanden während der Zeit des Nationalsozialismus außerdem eine Deutsche Verkehrsfliegerschule und ein Hydrierwerk. Ein US-amerikanischer Bombenangriff am 15. Februar 1945 zerstörte große Teile der Stadt. 459 amerikanische B 17-Bomber bombardierten die Stadt Cottbus. Dabei wurden rund 4.000 Sprengbomben auf das Bahnhofsgelände, die östlichen und südlichen Stadtbezirke, die Branitzer Siedlung und mehrere Industriebetriebe geworfen. Dabei starben mehr als 1.000 Bürger. Am 22. April 1945 nahmen sowjetische Streitkräfte nach dreitägigen verlustreichen Kämpfen mit der deutschen Wehrmacht die Stadt ein.

Als Bezirkshauptstadt des Bezirks Cottbus zu DDR-Zeiten wurde das Gebiet um Cottbus ab 1957 zum wichtigsten Kohle- und Energielieferanten. Aber auch das Bauwesen, die Textil- und Möbelindustrie sowie die Nahrungsmittelproduktion bestimmten die Wirtschaftsstruktur der Stadt, die 1976 den Status einer Großstadt erhielt.

Mit dem Vollzug der deutschen Einheit im Oktober 1990 begann durch die Privatisierung der Wirtschaft ein tiefgreifender Strukturwandel in Stadt und Region. Cottbus wurde zu einem Dienstleistungs-, Wissenschafts- und Verwaltungszentrum. Im Zuge der brandenburgischen Kreisreform von 1993 wurde der Landkreis Cottbus Teil des neu gebildeten Landkreises Spree-Neiße. Die Stadt selbst blieb aber kreisfrei. Im Jahr 2006 begann die Stadt Cottbus die 850-Jahr-Feier der urkundlichen Ersterwähnung. Seit dem 1. Januar 2007 ist Cottbus der Sitz des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg.

Eingemeindungen

Vor allem Cottbus-Sachsendorf-Madlow hat sich durch die Wohnbauprogramme vergrößert.

In der Geschichte der Stadt wurden folgende Gemeinden bzw. Gemarkungen nach Cottbus eingegliedert:

  • 1871: Schlossgebiet, Mühleninsel, Metzt und Markgrafeninsel
  • 1872: Brunschwig am Berge, Brunschwig in der Gasse, Brunschwig Rittergut und Gemeinde Ostrow
  • 1904: Landgemeinde Sandow und Gutsbezirk Brunschwig
  • 1926: Teilgebiet von Madlow
  • 1927: Teilgebiet von Branitz und Ströbitz
  • 1. Juli 1950: Madlow, Sachsendorf, Saspow, Schmellwitz und Ströbitz[7] sowie Teilgebiete von Groß Gaglow und Klein Gaglow
  • 1974: Branitzer Park
  • 6. Dezember 1993: Branitz, Dissenchen, Döbbrick, Kahren, Maiberg, Merzdorf, Schlichow, Sielow, Skadow und Willmersdorf[7]
  • 26. Oktober 2003: Gallinchen, Groß Gaglow und Kiekebusch[8], seit 1. April 2006 Postleitzahlzuordnung 03051 Cottbus

Die Eingemeindungen seit der Zugehörigkeit zur Bundesrepublik Deutschland dienten vor allem dem Zweck, den Status einer Großstadt (mit mindestens 100.000 Einwohnern) und den damit verbundenen finanziellen Zuwendungen zu erhalten. Zum Teil erfolgten diese Eingemeindungen, insbesondere die der südlichen Ortsteile im Jahr 2003, gegen den erklärten Willen der Bewohner. In den darauffolgenden zehn Jahren wurden bis heute keine weiteren Eingemeindungen vorgenommen.

Bevölkerungsentwicklung

Die Bevölkerungsentwicklung von Cottbus ist starken Schwankungen ausgesetzt. Die Schwankungen der Einwohnerzahl zwischen dem 14. und 17. Jahrhundert sind Folgen der Pest. Die Bevölkerungszahl von Cottbus überschritt am 4. September 1976 die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. In nur 13 Jahren bis 1989 erreichte sie vor allem durch das Braunkohlekombinat mit fast 130.000 ihren historischen Höchststand. Seit der Wende in der DDR hat die Stadt in ihrem Stadtgebiet von 1990 wegen der hohen Arbeitslosigkeit und des Geburtenrückgangs bis 2007 rund 46.000 Einwohner verloren. Es gab mehr Sterbefälle als Geburten und auch mehr Wegzüge als Zuzüge. Der Status als Großstadt mit über 100.000 Einwohnern konnte in den ersten 13 Jahren nach der Wende nur durch Eingemeindungen von etwa 17.000 Einwohnern aus dem Umland erhalten werden. Für Anfang 2009 vermeldete die städtische Statistik noch 100.068 Einwohner.[9] Ende Januar 2009 fiel die Zahl der Einwohner einem Pressebericht zufolge auf unter 100.000.[10] Für 2010 vermeldete man erstmals wieder mehr Zuzüge (4.978) nach Cottbus als Wegzüge (4.305) und den Anstieg der Geburten auf über 800 im Jahr, die Bevölkerungszahl stieg wieder über 100.000.[9] Als Ergebnis des Zensus 2011 wurde die Bevölkerungszahl zum 9. Mai 2011 mit 99.984 angegeben.[11] Damit verlor Cottbus den Status einer Großstadt.

Als Folge des Einwohnerrückgangs und der Vergrößerung des Stadtgebietes ging die Einwohnerdichte stark zurück. Während sie am 31. Dezember 2000 noch bei 720 Personen je km² lag, lebten am 31. Dezember 2012 nun 608 Personen auf einem km².

Der Ausländeranteil lag am Ende des Jahres 2000 bei 2,8 %. Elf Jahre später, am 31. Dezember 2011, betrug dieser Anteil 3,4 %.[9] 6,1% der Cottbuser Einwohner haben einen Migrationshintergrund.[12]

Die bevölkerungsreichsten Ortsteile mit jeweils mehr als 10.000 Einwohnern sind Sandow, Ströbitz, Schmellwitz, die Spremberger Vorstadt und Sachsendorf. Die bevölkerungsärmsten Ortsteile mit jeweils weniger als 1.000 Einwohnern sind Skadow, Saspow und Willmersdorf. Im Jahr 1991 betrug das Durchschnittsalter der Stadtbevölkerung 35,5 Jahre. Im Jahr 2000 lag es bereits bei 40,9 Jahren, 2011 bei 45,7 Jahren.[13] „Jüngster Ortsteil“ Ende 2008 ist Sielow mit durchschnittlich 41,8 Jahren, den höchsten Altersschnitt gibt es im Ortsteil Madlow mit 49,9 Jahren, gefolgt von Sandow (48,9).[14]

Religionen

Die überwiegende Anzahl der Einwohner der Stadt Cottbus ist konfessionslos, 3,4% bekennen sich zur Römisch-katholischen Kirche und 10,9% zur Evangelischen Kirche.[15]

Christentum

Die Christianisierung der Lausitz erfolgte von Meißen aus und war etwa um 1100 abgeschlossen. Bischof Eido von Rochlitz konnte bei seinen Missionen von 992 bis 1015 durch seine Kenntnis der slawischen Sprachen erfolgreich in der Niederlausitz predigen und auch unter Benno von Meißen wurde die Mission ab 1058 erfolgreich fortgeführt. Die Stadt Cottbus gehörte so anfangs zum Bistum Meißen. Wegen der großen Entfernung der dünn besiedelten Niederlausitz zum sächsischen Meißen gab es in Lübben einen Offizial als Stellvertreter des Bischofs. Cottbus war Sitz eines Erzpriesters.

Evangelische Kirche

Oberkirche,Schlosskirche und Klosterkirche in Cottbus

1522 wurde ein erster Versuch unternommen, in der Stadt die Reformation einzuführen. Die endgültige Etablierung der evangelischen Konfession gelang erst Markgraf Johann von Küstrin 1537. Die Stadt war dann über Jahrhunderte überwiegend protestantisch. Gotteshäuser waren die Pfarrkirche St. Nikolai (Oberkirche) und die Kirche des um 1300 gegründeten Franziskanerklosters (Klosterkirche). Außerdem gab es an der Stelle der heutigen Schlosskirche eine Katharinenkirche, die 1600 abbrannte.[16] Vorherrschend war das lutherische Bekenntnis, doch gab es ab 1620 auch eine reformierte Gemeinde auf dem Schloss. 1714 wurde die Schlosskirche erbaut.

1830 wurden durch König Friedrich Wilhelm III. beide Konfessionen innerhalb Preußens zu einer einheitlichen Landeskirche (Unierte Kirche) vereinigt. Somit gehörten die protestantischen Gemeinden von Cottbus zur „Evangelischen Kirche in Preußen“ bzw. deren Provinzialkirche Brandenburg, deren Oberhaupt der jeweilige König von Preußen als „summus episcopus“ war. Als Reaktion auf diese staatliche Zwangsvereinigung entstand im gesamten Königreich Preußen die evangelisch-lutherische (altlutherische) Kirche. Sie forderte ihr Recht auf Religionsfreiheit, indem sie uneingeschränkt lutherische Verfassung, Gottesdienst und Lehre in Geltung wissen wollte. So entstand in Cottbus 1846/47 zunächst eine Kirchengemeinde, die ihre evangelisch-lutherische Kreuzkirche jedoch erst 1878/79 errichten konnte. Bis heute sind die Altlutheraner mit einem Pfarramt und der Kreuzkirche in der Stadt präsent. Heute gehört die Evangelisch-Lutherische Kreuzkirchengemeinde zum Kirchenbezirk Lausitz der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche.

Nach Wegfall des Landesherrlichen Kirchenregiments 1918 war die Provinzialkirche Brandenburgs Gründungsmitglied der Evangelischen Kirche der Altpreußischen Union. 1947 wurde sie eine selbstständige Landeskirche mit einem Bischof an der Spitze. 2004 fusionierte die Kirche mit der Evangelischen Kirche der schlesischen Oberlausitz zur Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Die protestantischen Kirchengemeinden von Cottbus gehören – sofern es sich nicht um Freikirchen handelt – zum Kirchenkreis Cottbus innerhalb des gleichnamigen kirchlichen Amtsbezirks, dessen Sitz sich ebenfalls in Cottbus befindet.

Neben den landeskirchlichen Gemeinden gibt es mehrere Freikirchen in Cottbus, beispielsweise eine Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten), eine Evangelisch-methodistische Kirche, die Apostolische Gemeinschaft, die Biblische Glaubensgemeinde Cottbus e. V. und die Freie Christliche Gemeinde Sachsendorf.

Als Gotteshäuser stehen den evangelischen Gläubigen heute u. a. die Oberkirche St. Nikolai, die Schlosskirche, die Klosterkirche, die Lutherkirche und die Madlower Martinskirche zur Verfügung.

Römisch-katholische Kirche

Propstei- und Pfarrkirche „St. Maria Friedenskönigin“

Nach der Reformation blieb nur ein geringer Rest katholischer Gläubiger in Cottbus und Umgebung. Diese wurden vom Kloster Neuzelle betreut. Gelegentliche Gottesdienste fanden in der Katharinenkirche bis 1590 statt.[17] Ab 1646 gestattete der Rat der Stadt an zwei Sonntagen im Jahr Gottesdienste in der Gottesackerkirche „Ad sanctam portam“.

Nach mehreren Gesuchen an die zuständigen staatlichen und kirchlichen Stellen wurde 1848 für die wachsende Zahl der Katholiken der Grundstein der heutigen Christuskirche gelegt und die Kirche „Zum Guten Hirten“ am 27. Oktober 1850 geweiht. Die Zahl der Katholiken wuchs bald auf über 2500 an und so wurde für die gewachsene Gemeinde am 7. Oktober 1934 ein neues Gotteshaus durch den Breslauer Kardinal Adolf Bertram auf das im Kontext der Zeit wohlgewählte Patrozinium „St. Maria Friedenskönigin“ geweiht. 1964 wurde die kriegsbeschädigte Kirche „Zum Guten Hirten“ wiederhergestellt und es bildete sich eine zweite Cottbuser Pfarrgemeinde um die „Christuskirche“. Seit 2012 sind beide Gemeinden wieder zusammengeführt und führen den alten Titel „Zum Guten Hirten“. Die Gemeinde gehört heute zum Bistum Görlitz.

Den römisch-katholischen Christen stehen die Christuskirche (Zum Guten Hirten), die Edith-Stein-Kirche und die Propstei- und Pfarrkirche „St. Maria Friedenskönigin“ als Gotteshäuser zur Verfügung.

Weitere Kirchen und Glaubensgemeinschaften

Auch die Neuapostolische Kirche, die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) und die Zeugen Jehovas sind in Cottbus vertreten.

Judentum

Die älteste Nachricht über den Aufenthalt von Juden in Cottbus stammt aus dem Jahr 1448. Die erste Betstube befand sich 1811 im Hinterhaus eines Tuchmachers an der Mauerstraße. 1814 lebten nur 17 Juden in Cottbus. Mit dem Jahr 1816 und der Zugehörigkeit zu Preußen, wuchs auch die jüdische Gemeinde langsam. Im Jahr 1847 wurde von den Juden der Stadt und ihrer Umgebung beschlossen, die Bildung einer Jüdischen Gemeinde in Angriff zu nehmen. 1858 galt die Gemeinde schließlich als gegründet. 1866 gehörten ihr 31 Personen an, 1902 waren es bereits 90 Mitglieder.

Bereits im Jahr 1933 begann die systematische Entrechtung, Diskriminierung, Verfolgung und Vernichtung jüdischer Bürger durch die Nationalsozialisten. Allein in diesem Jahr wurden 315 Gesetze und Verordnungen zu ihren Ungunsten erlassen. Des Weiteren gründete sich ebenfalls 1933 die ausschließlich für so genannte „Judenangelegenheiten“ zuständige Ortspolizeibehörde Cottbus VI.

Am 31. März 1933 erschien in einer Cottbuser Tageszeitung der Boykottaufruf, der neben Lebensmittelläden auch sämtliche Büroräume jüdischer Rechtsanwälte, die Niederlassungen jüdischer Ärzte und Tuchversandgeschäfte betraf und ab dem 1. April 1933 gelten sollte. Darüber hinaus wurden zahlreiche Einbürgerungen, die zwischen 1918 und 1933 erfolgt waren, rückgängig gemacht. 1936 lebten 334 jüdische Bürger in Cottbus, darunter 87 Kinder, 128 Frauen und 119 Männer. Im Februar 1937 lebten bereits 499 Juden in Cottbus. Viele von ihnen waren aus den umliegenden Gemeinden nach Cottbus geflohen, da sie darauf hofften, in einer größeren Stadt anonymer leben zu können. Während der Novemberpogrome 1938 brannten die Nationalsozialisten auch die Cottbuser Synagoge nieder. Sie wurde später abgetragen und an ihrer Stelle in den 1960er Jahren ein Kaufhaus errichtet. Dort auf dem Vorplatz der Stadtwerke in der Karl-Liebknecht-Straße erinnerte seit 1988 eine alte und erinnert seit 1998 eine neue Tafel an die jüdische Gemeinde und ihre Synagoge. Die Nacht des 9. Novembers war Auftakt für die Deportationen jüdischer Bürger in Konzentrationslager. Schon Mitte November 1938 verließ der erste Transport die Stadt. Nach dem Kriegsende waren nur noch zwölf Mitglieder der ehemaligen Gemeinde am Leben.

Am 15. Juli 1998 wurde die jüdische Gemeinde in Cottbus wiedergegründet. Sie wirkt gemeinnützig als eingetragener Verein. Gegenwärtig zählt sie etwa 350 Mitglieder, die alle aus der ehemaligen Sowjetunion nach Deutschland gekommen sind. Die Gemeinde hat jedoch bis heute keine würdige Synagoge. Erschwerend kommt hinzu, dass die Räumlichkeiten nicht mehr die nötige Kapazität besitzen. Nach etlichen Jahren der Bemühung um bessere Gemeinderäume ist Mitte 2012 die lang diskutierte Wunschlösung ein Stück näher gerückt. Die evangelische Schlosskirche, die keine eigene Gemeinde besitzt, wird zur Synagoge umfunktioniert. Als Termin ist der Januar 2013 angepeilt.[18]

Politik

siehe Hauptartikel:Politik in Cottbus Wikipedia-Link

Wappen und Flagge

Wappen

Das Wappen der Stadt Cottbus zeigt in Silber eine bezinnte, gequaderte rote Burg mit geschlossenem Tor. Zwischen den mit beknauften Spitzdächern versehenen Türmen ragen über der Mauer zwei kleine Häuschen hervor. Darüber schwebt ein silberner Dreieckschild mit einem aufgerichteten roten Krebs.[19]|

Das im Jahre 2000 genehmigte Cottbuser Stadtwappen zeigt ein geschlossenes Tor mit zwei Türmen, zwischen denen ein roter Krebs auf silbernem Schild steht. Unter Forschern heiß diskutiert wird die Frage, wie der Krebs in das Stadtwappen kam und welche Bedeutung er hat. Zweifelsfrei gaben die Herren von Cottbus, deren Wappentier der Krebs ist, ihn als Zeichen ihrer Herrschaft über die Stadt, ihres Besitzes, in das Stadtwappen. Wappentiere sind Symbole, der Krebs steht dabei für Schutz (der Panzer) und Wehr (die Scheren). Er symbolisiert außerdem die Wiedergeburt, weil das Krebstier jährlich seinen Chitinpanzer wechselt. Auch eine astrologische Bedeutung des Krebses ist nicht auszuschließen. Andere Forscher vermuten, dass die Herkunft auf die krebsreiche Spree oder den Rohstoff für die Küche zurückzuführen ist.}} Der Krebs als heraldisches Symbol ist relativ selten. Die Behauptung, dass Cottbus den Krebs als einzige Stadt im Wappen führt, ist aber falsch. Ebenfalls einen Krebs als Wappentier haben die Städte Bad Wurzach, Bernkastel-Kues, Kreßberg, Vörstetten und Pram in Oberösterreich. Außerdem haben auch die Landkreise Bernkastel-Wittlich und Spree-Neiße den Krebs im Wappen. Ursprünglich führten ihn streng gläubige Ritter in ihrem Schild. Nach Cottbus kam dieses Wappentier wahrscheinlich aus dem Fränkischen. Fredehelm von Cottbus, welcher 1307 starb, stammte vermutlich von fränkischen Adelsgeschlechtern ab. Er zeigte den Krebs in seinem Wappen. Im ältesten bildhauerischen Kunstwerk der Stadt, dem Grabstein in der Klosterkirche mit dem Bildnis Fredehelms und seiner Gemahlin Adelheid ist der Krebs auf dem Brustharnisch des Ritters abgebildet. Von dort kam der Krebs wahrscheinlich in das älteste erhaltene Stadtsiegel aus dem 14. Jahrhundert. Dies ist die älteste Überlieferung des Wappens.

Flagge

Die Flagge der Stadt Cottbus ist dreistreifig Rot-Weiß-Rot im Verhältnis 1:8:1 und mit dem Stadtwappen im Mittelstreifen

Städtepartnerschaften

Cottbus unterhält Städtepartnerschaften mit folgenden Städten:

  • Montreuil, Frankreich, seit 1959
  • Grosseto, Italien, seit 1967
  • Lipezk, Russland, seit 1974
  • Zielona Góra (dt. Grünberg in Schlesien), Polen, seit 1975
  • Targowischte, Bulgarien, seit 1975
  • Košice (dt. Kaschau), Slowakei, seit 1978
  • Saarbrücken, Deutschland, seit 1987
  • Gelsenkirchen, Deutschland, seit 1995
  • Nuneaton and Bedworth, Vereinigtes Königreich, seit 1999

Besonders intensiv ist dabei die Beziehung zu Zielona Góra, mit dem es Jahresvereinbarungen über die Zusammenarbeit gibt und für welches auch in der örtlichen Touristeninformation geworben wird. Zielona Góra wie auch Saarbrücken, Gelsenkirchen und Lipezk sind jeweils Straßennamen in Cottbus gewidmet.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Theater, Bühnen und Ensembles

Die Stadt Cottbus verfügt über eine Vielzahl von Theatern, Bühnen und Ensembles. Das bekannteste ist wohl das Staatstheater Cottbus, erbaut nach Entwürfen des Architekten Bernhard Sehring. Es ist das einzige staatliche Theater in Brandenburg und stellt Schauspiel, Musiktheater und Ballett dar. Außerdem bietet die Stadthalle von Cottbus ungefähr 2000 Menschen Platz. In diesem Veranstaltungssaal gastieren regelmäßig internationale Ensemble wie der Chinesische Nationalcircus, das Russische Staatsballett sowie Stars aus Pop, Folk und Schlager: z. B. Harry Belafonte, Rosenstolz, Gitte Hænning. Das kleine Theater, die TheaterNative C, wurde als Privattheater 1989 gegründet und ist zu einer bestimmenden Größe in der Cottbuser Kunstszene geworden. Es bietet Schauspiel, Kabarett, Boulevard sowie Kindertheater und experimentelle Inszenierungen. Das piccolo-Theater ist seit 1991 ein Theater für Kinder und Jugendliche. Das Publikum der Puppenbühne Regenbogen besteht überwiegend aus Kindern im Alter von vier bis zehn Jahren, für die der Besuch oft das erste Theatererlebnis ihres Lebens ist und bleibende Eindrücke hinterlässt.

Musikalisch sind in der Stadt das Philharmonisches Orchester Cottbus, die Singakademie Cottbus, das Cottbuser Kindermusical und an Ensembles das Kinder- & Jugendensemble Pfiffikus, das Studententheater Bühne 8, sowie das Theater an der Wendeschleife im Gladhouse ansässig.

Kinos

Mit dem Filmtheater Weltspiegel besitzt Cottbus den nach dem Burg Theater[20] in Burg (bei Magdeburg) zweitältesten Kinozweckbau Deutschlands. Dieser wurde im Jugendstil erbaut. Das Obenkino im Gladhouse und das KinOh Stadthalle sind weitere kleine Kinos im Stadtzentrum. Zudem gibt es eine UCI Kinowelt im Ortsteil Groß Gaglow, in der Nähe des Einkaufszentrums Lausitz Park.

Jährlich im Herbst findet seit 1991 in Cottbus das Filmfestival Cottbus mit einem Schwerpunkt auf das osteuropäische Kino statt. Das Festivalzentrum befindet sich in der Stadthalle Cottbus. Spielstätten sind weiterhin das Staatstheater, die Kammerbühne, das Filmtheater Weltspiegel, das Obenkino und das Zelig.

Museen und Galerien

Die Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz bringt dem Besucher im Museum des Schlosses, sowie in der Multimedia-Ausstellung des Gutshofs, die Geschichte des Parks näher.

Wendisches Museum - Kunstmuseum Dieselkraftwerk - Cottbuser Stadtmuseum

Das Wendische Museum vermittelt Einblicke in Kultur und Geschichte der Wenden der Niederlausitz. Zahlreiche Exponate zur Trachtenkunde, Schrifttum und Literatur, Kunst und Musik sowie zu Brauchtum und Lebensweise belegen die einzigartige Kultur der slawischen Bevölkerung.

Im Stadtmuseum und dessen Archiv wird die Geschichte und Kulturgeschichte der Stadt und ihrer Umgebung aufgearbeitet. Mit Sonderausstellungen werden interessante Einzelthemen vorgestellt. Eine dreiteilige ständige Exposition widmet sich der Stadtgeschichte, dem Lausitzer Glas und der Teppichfabrikation in Cottbus. Sechs Knüpfstühle von 1894 geben Einblick in den Stand der Technik im 19. und 20. Jahrhundert.

Im Museum der Natur und Umwelt ist die Naturgeschichte der Niederlausitz Hauptgegenstand der biologischen und geologischen Sammlungen. Wie das Stadtmuseum, ist auch das Museum der Natur und Umwelt seit geraumer Zeit für die Öffentlichkeit geschlossen.

Das Brandenburgische Apothekenmuseum am Altmarkt ist das einzige Apothekenmuseum des Landes Brandenburg. Komplette Apothekeneinrichtungen aus der Zeit um 1830 und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts werden dort gezeigt.

Das Kunstmuseum Dieselkraftwerk, bis April 2006 Brandenburgische Kunstsammlungen Cottbus, beherbergt Werke aus den Gattungen Malerei, Skulptur, Grafik, Fotografie und Plakat und sie arbeitet vornehmlich mit dem Themenkomplex von Landschaft, Raum, Natur und Umwelt. Die Galerie Haus 23, die Galerie Fango und die Galerie auf Zeit bieten Bildhauern, Malern, Fotografen und Filmemachern aus Cottbus und der Region die Möglichkeit, ihre Werke auszustellen.

Das Flugplatzmuseum zeigt 80 Jahre Geschichte der Cottbuser Flugplätze und der Luftfahrt in der Lausitz.

Weitere Museen sind das Wassermuseum im Wasserwerk Cottbus, das Technische Denkmal Spreewehrmühle und das Technische Denkmal Parkschmiede Cottbus-Branitz.

Planetarium

Raumflugplanetarium „Juri Gagarin“

Das Raumflugplanetarium „Juri Gagarin“ wurde am 26. April 1974 am heutigen Lindenplatz eröffnet und noch bis Ende 2012 befand sich der originale Sternprojektor Spacemaster – Raumflugplanetarium von Carl Zeiss aus Jena im Einsatz. Seine Kuppel mit einem Durchmesser von 12,5 m bietet 131 Besuchern Platz. Seit 2013 wird ein neues Hybrid-Projektionssystem vom Typ Chronos II − InSpace verwendet.[21]

Bauwerke

siehe Hauptartikel:Liste der Baudenkmale in Cottbus Wikipedia-Link und Geschichte der Plattenbauten in Cottbus Wikipedia-Link

Profanbauten

Einzelbauwerke
  • Das Staatstheater am Schillerplatz wurde 1907/1908 von Bernhard Sehring im Jugendstil erbaut.
  • Das Neue Rathaus wurde von 1934 bis 1936 erbaut. Die Säulenkolonnaden an der Berliner Straße zeigen Reliefs Symbole alter Cottbuser Handwerkskunst. Eine Tafel erinnert an das Geburtshaus des Malers Carl Blechen.
  • Das Elektrizitätswerk wurde 1901 bis 1903 in neugotischer Industriearchitektur errichtet. Es diente mit zwei Wasserturbinen, Dampfmaschinen und Kesselanlagen zur Versorgung der städtischen Straßenbahn.
  • Im 10. Jahrhundert erbauten die Wenden auf der Talsandinsel am Westufer der Spree einen slawischen Burgwall, die größte slawische Burg der Niederlausitz und heutiger Schlossberg. Dort erhebt sich der 46 m hohe, mittelalterliche Schlossturm, der 1877 mit dem Neubau des Gerichtsgebäudes seine Zinnenkrone und neugotische Turmhaube erhielt.
Schloss Branitz
  • Seit Februar 2005 gehört das architektonisch außergewöhnliche Informations-, Kommunikations- und Medienzentrum und die Panta-Rhei-Halle des Campus der Brandenburgischen Technischen Universität zu den überregional beachteten Sehenswürdigkeiten von Cottbus.
  • Das Schloss Branitz im Branitzer Park wurde 1772 im Spätbarock errichtet und um 1850 im Auftrag des Fürsten Hermann von Pückler-Muskau von Gottfried Semper umgebaut.
  • Weitere bekannte Bauwerke sind der Cottbuser Wasserturm, die Bauhausschule, das Dieselkraftwerk, und das Japanische Teehäuschen. Mit der Stadthalle Cottbus verfügt die Stadt darüber hinaus über die größte Veranstaltungshalle des Landes Brandenburg.
Stadtbefestigung

Der 31 m hohe Spremberger Turm wurde im 13. Jahrhundert als Teil der 1.200 m langen Wehranlage erbaut und bildet mit Bastei und Torhaus das südliche Stadttor. Die Zinnenkrone erhielt er in den Jahren 1823 bis 1825. Der Münzturm ist der älteste Turm der Stadt. Die „Herren von Cottbus“ ließen hier wahrscheinlich schon 1483 den Cottbuser Heller mit dem Cottbuser Wappentier, dem Krebs, prägen. Türme, Tore und Wiekhäuser entlang der mittelalterlichen Stadtmauer lassen den Grundriss der Altstadt erkennen. Die Lindenpforte entstand, um schneller von der Altstadt den Markt in der Neustadt erreichen zu können. Dazu wurde im Jahre 1879 der Mauerturm in der Mauerstraße durchbrochen.

Bauensembles
  • Der Altmarkt mit Marktbrunnen war einst wichtiger Handelsplatz, ursprünglich mit Fachwerkhäusern umbaut. Heute ist er von Bürgerhäusern im Barockstil umgeben.
  • Das Wendische Viertel wurde 1984 bis 1989 auf historischem Stadtgrund zwischen Berliner Platz und Oberkirchplatz vorwiegend in Plattenbauweise mit altstadttypischer Fassadenstruktur erbaut. Bildkünstlerische Werke stammen von sorbischen und deutschen Künstlern.
  • Die als Fußgängerzone neu gestaltete 300 m lange Spremberger Straße war einst eine wichtige Handelsstraße, welche von Wohn- und Geschäftshäusern aus dem 19. Jahrhundert sowie aus den 1950er Jahren geprägt ist.
  • Am Schlosskirchplatz vereinen sich vier Bauepochen. Das Haus am östlichen Platzende war Sitz des Bürgermeisters, des Pastors und des französischen Richters. Im Süden steht ein Werk des Architekten [rich Mendelsohn im typischen Bauhausstil.
  • Am Mühlengraben befinden sich die ältesten Cottbuser Gebäude, die Loh- und Weißgerberhäuser. Diese belegen die drei Entwicklungsphasen des Gerberhandwerks. Das kleine Haus von 1727 war Werk- und Wohnhaus zugleich. Das Mittlere, welches um 1760 erbaut wurde, war bereits ein reines Wiekhaus. Um 1860 entstand der Ziegelbau.

Sakralbauten

  • Die evangelische Schlosskirche wurde 1419 als Katharinenkirche erbaut und später mehrmals durch Brände zerstört. Auf ihren Grundmauern wurde die heutige Kirche, nach Einzug der Hugenotten 1714, als einschiffiger Putzbau mit Walmdach und Sakristei errichtet. 1870 erhielt sie den neugotischen Turm.
  • Die evangelische Oberkirche St. Nikolai, ein spätgotischer dreischiffiger Backsteinbau des 14. Jahrhunderts, ist die größte Kirche der Niederlausitz und war ehemals das Gotteshaus für die Deutschen und für das gehobene städtische Bürgertum. Im Inneren sind Sterngewölbe sowie der 1664 erbaute Hochaltar mit prächtiger Alabasterschnitzerei sehenswert. Im Kirchenschiff und in den Kapellenanbauten befinden sich mehrere bedeutsame Grabdenkmäler des 16. und 17. Jahrhunderts. Von dem 55 Meter hohen Kirchturm besteht ein guter Ausblick über Cottbus.
  • Die evangelische Klosterkirche wird auch „Wendische Kirche“ genannt, da sie ehemals für die wendische Landbevölkerung und das dienende Volk zuständig war. Sie ist der Rest des ehemaligen Franziskanerklosters aus dem 13. und 14. Jahrhundert. Das älteste Cottbuser Gotteshaus birgt mit der Grabplatte des Stadtgründers, die das heute noch gültige Wappentier zeigt, ein wichtiges Zeugnis der Stadtgeschichte.
  • Die 1911 bis 1912 von Robert Leibnitz in schlichten Jugendstilformen als freistehender Saalbau mit seitlichem Turm erbaute Lutherkirche.
  • Die Kreuzkirche der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche wurde 1878/79 als turmloser neugotischer Backsteinbau für die Evangelisch-lutherische (altlutherische) Kirche errichtet.
  • Die katholische Propstei- und Pfarrkirche „St. Maria Friedenskönigin“, errichtet 1934/35 als zweitürmiger Klinkerbau
  • Katholische Christuskirche, erbaut 1850 als Backsteinsaalbau in schlichten neugotischen Formen
  • Katholische Kirche Edith-Stein im Ortsteil Sachsendorf, ein moderner und schlichter Bau
  • Evangelische Martinskirche im Ortsteil Madlow, gotischer Backsteinbau aus dem späten 14. Jahrhundert mit rechteckigem Schiff und quadratischem Turm, die angebaute Sakristei besteht aus Feldsteinmauerwerk

Geschichtsdenkmale

  • Gedenktafel an den Widerstand des Kapp-Putsches am Spremberger Turm
  • Gedenktafel an der Stelle des von den Nationalsozialisten zerstörten Alten jüdischen Friedhofs in der Straße der Jugend Nr. 54 unter dem Zeichen des Davidsterns
  • Gedenkstein für verfolgte und ermordete jüdische Bürger von Cottbus an der Trauerhalle des Neuen jüdischen Friedhofs in der Dresdener Straße, Verlängerung der Straße der Jugend
  • Mehr als 60 in Gehwegen eingelassene Stolpersteine für ehemalige jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger [22]
  • Gedenkstätte und Ehrenhain für die Opfer des Nationalsozialismus auf dem Südfriedhof
  • Denkmal mit Skulptur auf dem Sowjetischen Ehrenhain des Südfriedhofs für 400 Gefallene der Frühjahrsoffensive 1945
  • Sowjetischer Ehrenhain auf dem Ströbitzer Friedhof für umgekommene Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter
  • Ehrenmal für die Opfer des antifaschistischen Widerstandskampfes an der Puschkinpromenade
  • Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus auf dem Gelände des früheren Zuchthauses: Eine Teileröffnung ist für September 2012 geplant[23]

Parks und Grünflächen

Branitzer Park

Der Branitzer Park ist der wohl bedeutendste und bekannteste Park in Cottbus. Branitz gelangte 1696 in Besitz der Grafen von Pückler. Im Jahr 1845 begann Hermann von Pückler-Muskau mit dem Bau der neuen Parkanlage. Der von ihm geschaffene Landschaftspark, der unter seinem Nachfolger vollendet wurde, ist ein Gartenkunstwerk von internationaler Bedeutung. Der namhafte Schriftsteller und Weltreisende Fürst Pückler war neben Peter Joseph Lenné und Friedrich Ludwig Sckell einer der bekanntesten deutschen Gartengestalter des 19. Jahrhunderts. Der Branitzer Park wurde mit gestalterisch differenzierten Parkbereichen angelegt. Der „Innere Park“ mit der Gärtnerei ist auf einer Fläche von ungefähr 100 Hektar angelegt. Fürst Pückler gestaltete außerdem die den Park umgebende Feldflur, den „Äußeren Park“ als Ornamental Farm auf einem Gesamtareal von etwa 600 Hektar. Für die Gestaltung des Parks nutzte Fürst Pückler den hohen Grundwasserstand und die in der Nähe gelegene Spree, um in seinem Park ein künstliches Gewässersystem zu schaffen. Mit dem [Aushub aus den Seen und Kanälen ließ er das gestalterisch vollendete Geländerelief des Parks anlegen. Besonders schön ist die Schilfseepartie modelliert.

Die Pyramidenebene mit der ehemals stufenförmig erbauten Landpyramide (erbaut 1860–1863) und dem Tumulus (erbaut 1856–1857) beeindruckt durch ihre einzigartige Wirkung. Fürst Pückler wurde 1871 im Tumulus, der Seepyramide, beerdigt. 1884 wurde auch seine 1854 verstorbene Frau und Lebensgefährtin, Lucie von Pückler-Muskau, dorthin umgebettet. Durch meisterhafte Gruppierung der Gehölze, künstlerisch gelungene Behandlung des Reliefs und geschickte Wegeführung schuf der Fürst mit dem Park eine Art Bildergalerie, in der sich dem Betrachter beim Spazieren gehen eine Folge dreidimensionaler Gartenbilder darbietet.

Im Zentrum der Anlage befindet sich das 1770 bis 1772 erbaute Schloss. Um das Schloss legte er einen sehr reich mit Blumenbeeten, Plastiken, weiteren Schmuckelementen und Ziergehölzen ausgestatteten Blumenpark an. Hier verwendete Pückler auch fremdländische Gehölze, während er im Park nur einheimische pflanzen ließ.

Goethepark und Carl-Blechen-Park

1898 entstand auf der feuchten Niederung der Mühleninsel die erste Cottbuser Parkanlage, der Goethepark, durch Initiative des Oberbürgermeisters Paul Werner und des Verschönerungsvereins. Der Amtsteich innerhalb des Parks wurde bereits um 1600 zur Fischzucht angelegt. 1914 bis 1935 erfolgte ein weiterer Ausbau des einst sumpfigen Geländes. Die Gestaltung der Uferbereiche mit Staudenpflanzungen an den Bachläufen nahe dem Dieselkraftwerk wurde 1954 zur Ausstellung „Grünen und Blühen an der Spree“ vorgenommen. Der Carl-Blechen-Park, mit seltenen Bäumen und Blütenstauden an der Ostseite der Spree, entstand in den 1930er Jahren. Seine 1934 und 1935 geschaffene Uferpromenade ist mit dem nach Süden verlaufenden „Rosenufer“, der heutigen Ludwig-Leichhardt-Allee, fortgeführt worden.

Eliaspark und Spreeauenpark

Der Eliaspark entstand 1902 durch eine Stiftung des Kommerzienrates Elias. Dieser dreieinhalb Hektar große Park wurde im Rahmen der ersten Bundesgartenschau in den euen Ländern 1995 neu gestaltet. Der mit 55 Hektar deutlich größere Spreeauenpark hingegen wurde erst im Vorfeld der Bundesgartenschau 1995 geschaffen. Inmitten von Wiesenflächen unter schattenspendenden Bäumen entstanden neue Wege, Spiel- und Sportanlagen, ein Wasserspielplatz und das Spielhaus als Treff für Kinder und Jugendliche. Der Spreeauenpark erfreute seit der BUGA Millionen Besucher. Um den 1,2 Hektar großen Parkweiher gruppieren sich ein Rosengarten, ein Rhododendronhain, Wiesenlandschaften mit Wechselpflanzungen und ein Apotheker- und Bauerngarten. Für Kenner ist der Tertiärwald mit Pflanzen und Gehölzen aus verschiedenen erdgeschichtlichen Epochen, Findlingen aus der Eiszeit und einem fossilen Mammutbaumstubben eine besondere Attraktion.

Tierpark

Der direkt an den Spreeauenpark grenzende Tierpark Cottbus erstreckt sich inmitten einer Landschaft von alten Bäumen nahe dem Branitzer Park. Mit mehr als 1.000 Tieren in über 170 Arten aus allen Erdteilen ist es der größte zoologische Garten Brandenburgs, unter anderem bekannt durch die Züchtung von Wasservögeln.

Sport

Vereine

Der mit Abstand bekannteste Verein der Stadt ist Energie Cottbus (Fußball). Der FCE schaffte in der Saison 1999/2000 den Aufstieg in die erste Bundesliga sowie den zweimaligen Klassenerhalt, stieg in der Saison 2002/2003 allerdings in die zweite Bundesliga ab. In der Saison 2005/2006 konnte der Verein den erneuten Einzug in die erste Bundesliga erreichen, aus der er in der Saison 2008/2009 wieder abstieg. Das Stadion der Freundschaft hat aktuell ein Fassungsvermögen von 22.528 Zuschauern. Es bietet 10.949 überdachte Sitzplätze, 7.795 überdachte und 3.630 nicht überdachte Stehplätze, sowie 154 Plätze im Rollstuhl-Handicapbereich.

Weitere größere Vereine sind der Handballverein LHC Cottbus, welcher in der Saison 2007/2008 in der 2. Handball-Bundesliga spielte, die White Devils (Basketball), die Cottbus Crayfish (American Football), die Crabettes (Cheerleading), die Cottbus Cannibals (Lacrosse), sowie die 1. Damenmannschaft des SV Energie (Volleyball), die seit Jahren erfolgreich in der Regionalliga-Nordost spielen. Der Radsportverein RSC Cottbus brachte zahlreiche Weltmeister und Olympiasieger hervor.

Insgesamt gibt es mehr als 120 Sportvereine in Cottbus. In der Stadt gibt es vier Dachorganisationen, welche verschiedene Sportarten vereinen. Dazu gehört der PSV Cottbus 90 e. V., der SCC Breitensport e. V., der Stadtsportbund Cottbus e. V. und die Versehrtensportgemeinschaft Cottbus e. V.

Auf dem Weg des Ruhmes vor dem Neuen Rathaus werden die Medaillengewinner Olympischer und Paralympischer Spiele geehrt. Nach den Spielen in London befinden sich dort nun 37 in den Boden eingelassene Ehrenplaketten.[24]

Sportstätten

Cottbus ist Olympiastützpunkt für die Sportarten Radsport, Turnen, Fußball (m), Leichtathletik, Boxen (m), Handball (m) und Volleyball (w). Für den aktiven Freizeitsport stehen allen Interessenten 50 Sporthallen, 49 Sportplätze und Stadien, 20 Tennisplätze, 70 Kegel- und Bowlingbahnen, fünf Schießstände, vier Badeseen, eine Reitsportanlage, eine Schwimmhalle mit Freibad und ein Bootshaus zur Verfügung.

Das Sportzentrum, welches vom Sportstättenbetrieb der Stadt Cottbus verwaltet wird, ist eine der größten und modernsten Sportanlagen in der Region Südbrandenburg. Es wird für den Kinder- und Jugendsport, den Nachwuchs- und Spitzensport sowie den Breiten- und Behindertensport genutzt. Zum Komplex gehören ein Leichtathletikstadion, ein Radstadion, zwei Turnhallen und eine Boxhalle. Mit der Lausitz-Arena verfügt es zusätzlich noch über eine Sportmehrzweckhalle, wo beispielsweise 2004 die 72. Nationalen Deutschen Tischtennis-Meisterschaften und 2010 der DFB-Futsal-Cup stattfanden. Das Leichtathletikstadion erfüllt mit allen seinen Anlagen die internationalen Anforderungen, die an ein Stadion gestellt werden. 2011 wurde die 7. Weltmeisterschaft im Feuerwehrsport ebenfalls größtenteils im Sportzentrum ausgetragen.

Das Cottbuser Radstadion mit seiner überdachten Radrennbahn ist eine weitere Attraktion auf dem Gelände des Sportzentrums. Auf ihr finden nationale und internationale Wettkämpfe mit großem Anklang statt, beispielsweise der Weltcup im Bahnradsport 1995 und 1996.

Regelmäßige Sportveranstaltungen

Beim Turnier der Meister – der wohl sportlich hochwertigsten Sportveranstaltung in Cottbus – treten jährlich rund 200 Turner aus rund 40 Nationen im Gerätturnen gegeneinander an und kämpfen um die begehrten Titel beim Fédération Internationale de Gymnastique-Weltcup. Im Juni beherbergt das Sportzentrum in Cottbus alljährlich das German Meeting. Bei dieser internationalen Leichtathletik-Veranstaltung werden regelmäßig neue Rekorde in allen Disziplinen der Leichtathletik aufgestellt. Bei den Männern liegt der Meetingrekord im 100-Meter-Lauf bei 10,00 Sekunden, bei den Frauen bei 11,14 Sekunden. Weitere leichtathletische Veranstaltungen in Cottbus sind das Internationale Springer-Meeting, der Lausitzer Citylauf sowie der Spreewald-Marathon.

Des Weiteren veranstaltet die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft alljährlich im November das 24-Stunden-Schwimmen, bei dem zuletzt über 1700 Teilnehmer zu verzeichnen waren. Dabei wurden zusammen über 3800 km zurückgelegt. Mit der Drachenbootregatta auf der Spree, dem DAK-Firmen-Lauf und dem Frühlingsradeln haben sich noch weitere Breitensport-Veranstaltungen in Cottbus etabliert.

Regelmäßige Veranstaltungen

Messen und Ausstellungen

Die Messen und Ausstellungen finden in der Messe Cottbus mit multifunktionalen Ausstellungsflächen von 6.500 m² statt. Die Messe liegt verkehrsgünstig am Stadtring und in unmittelbarer Nähe zum Spreeauenpark.

Jedes Jahr im Januar findet der Cottbuser Reisemarkt statt. Diese Messe bietet Angebote rund um Ferien, Tourismus, Freizeit, Caravan, Camping und Boote. Mit bis zu 250 Ausstellern und 15.000 Besuchern gehört diese Ausstellung zu den größten in Cottbus. Parallel dazu findet jedes Jahr die Ausstellung „Fit+Gesund“ statt, welche sich dem Themenbereich rund um Wellness, Kuren und Gesundheit widmet. Ende Januar beherbergt das Messegelände alljährlich eine Handwerkerausstellung. Hierbei handelt es sich um die einzige Ausstellung zum Handwerk in Südbrandenburg.

Die Messe Impuls, welche jedes Jahr im Februar stattfindet, befasst sich mit Ausbildung, Weiterbildung, Existenzgründung, Unternehmenssicherung und Arbeit. Im März findet die Ausstellung Cars & Bikes in den Messehallen statt. Dies ist die größte Automobil- und Zweiradausstellung im Land Brandenburg. Mit 27.000 Besuchern im Jahr 2005 war diese Ausstellung die besucherstärkste seit der Bundesgartenschau 1995. Auf der Tattoo-Convention zeigen internationale Künstler ihr Können. Regelmäßig findet im März die Ausstellung CottbusBau statt, bei der es sich um die größte Baufachmesse im Land Brandenburg handelt.

Im Oktober beherbergt Cottbus die Herbstmesse. Mit mehr als 330 Ausstellern ist dies die besucherstärkste Verbraucherausstellung im Land Brandenburg.

Weitere Veranstaltungen auf dem Messegelände sind die Ausstellungen Vital & Co. und die Erotik Messe.

Events und Fasching

Zu den alljährlich stattfindenden Events zählen u. a. die Altstadtnacht (April), die Cottbuser Umweltwoche (Mai/Juni), die Nacht der offenen Kirchen (Pfingsten), das Stadtfest (Juni), die Spreeauennacht (August), der Tag der Vereine (August/September), das Töpferfest (September), der Lausitzer Bauernmarkt (September/Oktober), die Nacht der kreativen Köpfe (Oktober) sowie der Weihnachtsmarkt (Dezember).

An jedem Tulpensonntag (Februar/März) findet zudem mit dem Zug der fröhlichen Leute der größte Karnevalsumzug in Ostdeutschland statt. Zahlreiche Motivwagen, Kapellen und Tanzgruppen von Karnevalsvereinen aus Cottbus und Umgebung ziehen jedes Jahr rund 100.000 Besucher an.

Bildung und Forschung

Allgemeinbildende Schulen

In der Stadt gibt es derzeit (Stand: Schuljahr 2012/2013) zwölf Grundschulen, drei Oberschulen (eine davon nur als Angliederung an das Niedersorbische Gymnasium), zwei Gesamtschulen, vier Gymnasien, vier Förderschulen sowie ein Oberstufenzentrum die sich in städtischer Trägerschaft befinden und auf die 9938 Schülerinnen und Schüler gehen.[25] Daneben gibt es noch weitere Privatschulen u. a. auch eine Waldorfschule und ein evangelisches Gymnasium.

Mit dem Pückler-Gymnasium und dem Oberstufenzentrum II Spree-Neiße gibt es zudem noch zwei weitere öffentliche Schulen im Stadtgebiet, welche sich allerdings in Trägerschaft des Landkreises Spree-Neiße befinden.

Hochschulen

In Cottbus gibt es zurzeit zwei staatliche Hochschulen. Nach Plänen der brandenburgischen Wissenschaftsministerin Sabine Kuns] (parteilos) und einem Landtagsbeschluss vom 23. Januar 2013 sollen diese zum 1. Juli 2013 unter dem Namen Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg zusammengelegt werden. Als Beauftragter für die Gründung wurde der Hochschulexperte Birger Hendriks ernannt.[26]

Gegen das Vorhaben der Landesregierung hat sich seitens beider Hochschulen frühzeitig reger Widerstand gebildet. Eine von der Initiative Hochschulen erhalten gestartete Volksinitiative mit über 42.000 Unterschriften (davon rund 33.000 gültig) wurde vom Brandenburgischen Landtag mit den Stimmen der Regierungskoalition am 15. November 2012 abgelehnt.[27] Als Reaktion auf diese Ablehnung wiederum, wird nun seitens der Protestinitiative ein Volksbegehren vorbereitet. Hierfür sind 80.000 Unterschriften erforderlich, um das Gesetz erneut durch den Landtag prüfen zu lassen.[28]

Brandenburgische Technische Universität Cottbus

Die Brandenburgische Technische Universität (BTU) Cottbus wurde 1991 durch das Land Brandenburg gegründet und ist die jüngste Technische Universität im Bundesgebiet. Seit der Gründung wurde der Campus stetig erweitert und modernisiert. Die Universität ist nun für ca. 6.250 Studienplätze ausgelegt, im Wintersemester 2012/13 waren 6.844 Studierende[29] eingeschrieben. Ein großer Anteil der Studierenden, nämlich rund 1.200 kommen aus dem Ausland. Die Universität bedient die Fakultäten Mathematik, Naturwissenschaften und Informatik, Architektur und Bauingenieurwesen, Maschinenbau, Elektrotechnik und Wirtschaftsingenieurwesen sowie Umweltwissenschaften und Verfahrenstechnik.

Hochschule Lausitz

Die Hochschule Lausitz wurde 1991 als Fachhochschule Lausitz mit Verwaltungssitz in Senftenberg und Standort in Cottbus gegründet. Mit derzeit (Stand: Wintersemester 2012/2013) 3.215 Studierenden[29], davon 1.451 am Standort Cottbus, ist sie die drittgrößte Fachhochschule (nach der TH Wildau und der FH Potsdam) des Landes mit einem breiten Angebot ingenieurwissenschaftlicher Studiengänge. Die Studiengänge in Cottbus sind Architektur, Betriebswirtschaftslehre, Bauingenieurwesen, Ver- und Entsorgungstechnik, Musikpädagogik und Sozialwesen.

Weitere Bildungseinrichtungen

Zudem gibt es eine Fachschule für Wirtschaft und eine Medizinische Fachschule am Carl-Thiem-Klinikum, das ein Lehrkrankenhaus der Berliner Charité ist. Des Weiteren verfügt Cottbus über eine Volkshochschule und die Schule für Niedersorbische Sprache und Kultur.

Bibliotheken

Öffentliche Bibliotheken in der Stadt sind die Stadt- und Regionalbibliothek in der Berliner Straße , mit einem Medienbestand von über 250.000 Einheiten (Stand: Juni 2005)[30] sowie die Bücherei in Sandow mit rund 6000 Einheiten.

Daneben unterhalten die BTU, mit dem Informations-, Kommunikations- und Medienzentrum (IKMZ), mit über 890.000 Medieneinheiten, wie auch die Hochschule Lausitz mit rund 180.000 Einheiten (davon ca. 80.000 in Cottbus) eigene Hochschulbibliotheken. Daneben gibt es noch weitere Fach- und Behördenbibliotheken, wie z. B. die des Carl-Thiem-Klinikums, des Landesamts für Arbeitsschutz oder des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg.

Weitere besondere Bibliotheken sind die Pückler-Bibliothek im Schloss Branitz, als reine Präsenzbibliothek mit den Sammelschwerpunkten Literatur von und über Pückler, Garten- und Reiseliteratur sowie Kunst- und Kulturgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, deutsche Geschichte des 19. Jahrhunderts und Regionalgeschichte[31] sowie die Niedersorbische Bibliothek mit den Schwerpunkten Geschichte, Sprache, Kunst und Kultur der Sorben.

Wirtschaft und Infrastruktur

Ansässige Unternehmen

In Cottbus ist eine Vielzahl von Unternehmen ansässig. Dazu gehört z. B. die Vattenfall Europe AG, Mining & Generation, welche von Cottbus aus die Verwaltung von Tagebauen & Kraftwerken im Raum Hamburg und Ostdeutschland steuert. Asea Brown Boveri ist ein Konzern der Elektrotechnik und ebenfalls in Cottbus ansässig. Die Deutsche Bahn besitzt in der Stadt ein Fahrzeuginstandhaltungswerk. Die envia Mitteldeutsche Energie AG (enviaM) ist ein regionaler Energie- und Kommunikationsdienstleister in Ostdeutschland. Einen Standort hat dieses Unternehmen auch in Cottbus.

Weitere Unternehmen kommen vorrangig aus den Bereichen Architektur, Chemie und Pharmazie, Dienstleistungen, Einzelhandel, Energie, Finanzwesen, Forschung, Gesundheitswesen, Handel, Maschinenbau und Telekommunikation.

Der Wirtschaftsstandort ist einer von 15 Regionalen Wachstumskernen im Land Brandenburg. Dadurch werden ausgewählte zukunftsorientierte Branchen gefördert.

Mit Stand vom 30. Juni 2011[32] gab es in Cottbus 45.734 Arbeitnehmer, welche sich wie folgt verteilen:

  • Land- und Forstwirtschaft, Fischerei 129
  • produzierendes Gewerbe insgesamt 5.653, darunter u. a.:
  • Baugewerbe 1.806
  • verarbeitendes Gewerbe 1.659
  • Dienstleistungsbereich insgesamt 39.952, darunter u. a.:
  • öffentliche Verwaltung inkl. Sozial- & Gesundheitswesen 18.791
  • Handel, Verkehr und Gastgewerbe 9.603
  • Freiberufliche wissenschaftlich-technische Dienstleister 9.233
  • Kredit- und Versicherungsgewerbe 1.058
  • Information und Kommunikation 776

Verkehr

Straßenverkehr

Durch das südliche Stadtgebiet von Cottbus führt die Bundesautobahn 15, die vom Autobahndreieck Spreewald (Bundesautobahn 13 Dresden–Berlin) kommend und als Teil der Europastraße 36 in Richtung Polen/Ukraine führt. Die Autobahn ist vierspurig und hat zwei Autobahnanschlussstellen in Cottbus: Cottbus-West und Cottbus-Süd. Cottbus wird ferner von den Bundesstraßen 97, 168 und 169 durchzogen. Dabei bildet die B 168 zugleich den südlichen und östlichen Teil des Stadtrings.

Mit der in Planung und Bau befindlichen Ortsumgehung[33] im Osten der Stadt, welche durch die B 97n und B 168n gebildet werden sollen, soll künftig ein Großteil des Schwerlasttransports und Durchgangsverkehrs aus der Innenstadt ferngehalten werden. Ein 6,7 km langer erster Abschnitt der Ortsumgehung, von Peitz bis zur L 49 in Kahren, wurde am 3. September 2012 freigegeben. Der zweite Abschnitt befindet sich indes noch in der Planungsphase. Ein Baubeginn ist noch nicht bekannt. Mit Fertigstellung des zweiten Abschnitts wird Cottbus ab ca. 2015 auch eine dritte Autobahnanschlussstelle (Cottbus-Ost) in Höhe des Ortsteils Kahren erhalten. Ein dritter Abschnitt soll außerhalb des Stadtgebiets von der Anschlussstelle nach Süden verlaufen und nördlich von Groß Oßnig in die B 97 münden. Ob der dritte Abschnitt tatsächlich realisiert wird, ist noch nicht abschließend entschieden.

Schienenverkehr

Von Cottbus aus führen Bahnlinien in alle Richtungen: Regional-Express und Regionalbahn-Linien der DB Regio und der Ostdeutsche Eisenbahn nach Wismar über Berlin sowie in Richtung Görlitz und Zittau (Bahnstrecke Berlin–Görlitz), Dresden (Bahnstrecke Priestewitz–Cottbus), über Finsterwalde und Falkenberg (Elster) nach Leipzig (Bahnstrecke Halle–Cottbus), Frankfurt (Oder) ([ahnstrecke Cottbus–Guben) und nach Forst (Lausitz) (Bahnstrecke Cottbus–Żary). Daneben gibt es auch täglich eine innerdeutsche Fernverbindung nach Emden und Norddeich Mole sowie internationale Zugverbindungen in die polnischen Städte Wrocław (Breslau), Kraków (Krakau) und Żagań (Sagan). Neben dem Bahnhof Cottbus (im Volksmund und bei Cottbusverkehr Hauptbahnhof genannt) befinden sich noch drei weitere Bahnhöfe der Deutschen Bahn im Cottbuser Stadtgebiet:

  • Cottbus-Sandow
  • Cottbus-Merzdorf
  • Cottbus-Willmersdorf Nord

Von 1898 bis 1970 existierte zudem eine Zugverbindung mit der Spreewaldbahn vom Cottbuser Spreewaldbahnhof über Burg nach Lübben. Die Gleise dieser Schmalspurbahn sind seit 1983 nahezu vollständig zurückgebaut. Lediglich das Empfangsgebäude des Spreewaldbahnhofs ist heute noch unweit des Hauptbahnhofs zu finden. Nach der Stadt ist der Intercity-Express Cottbus/Chóśebuz benannt.

Öffentlicher Nahverkehr

Den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bedienen Straßenbahnen und Busse der Cottbusverkehr GmbH und Neißeverkehr GmbH, beide Mitgliedsunternehmen im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB). Insgesamt gibt es 49 Linien, davon fünf Straßenbahn- und 44 Omnibuslinien. Das Liniennetz verfügt über 634 Haltestellen und es ist ca. 934 km lang. Insgesamt sind 21 Straßenbahnen und 54 Omnibusse im Einsatz.

Außerdem verbindet eine Parkbahn (600 mm Spurweite) den Bahnhof Cottbus-Sandow mit dem Fußballstadion Stadion der Freundschaft, dem Messezentrum, dem Tierpark Cottbus und dem Branitzer Park. Der Verkehr beschränkt sich auf die Sommermonate.

Luftverkehr

Cottbus verfügt über zwei regionale Flugplätze. Der Verkehrslandeplatz Neuhausen ist ca. 15 km entfernt und bietet europaweit Charter- und Taxiflüge, Ausbildung, Rund- und Wirtschaftsflüge mit Flugzeugen und Hubschraubern und Luftsport. Auch der ca. 30 km entfernte Flugplatz Cottbus-Drewitz bietet europaweit Charter- und Taxiflüge an. Der ehemalige Flugplatz Cottbus-Nord wurde von der Nationale Volksarmee genutzt und ist heute geschlossen. Dort befindet sich nun der Technologie- und Industriepark (TIP), ein rund 200 ha großes Gewerbegebiet, in Planung und Aufbau.

Medien

Öffentlich-rechtlicher Rundfunk

Cottbus ist Sitz eines Regionalstudios des Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB). Bereits seit dem 2. August 1925 erfolgten regelmäßige Sendungen des Deutschen Radio-Klubs aus Cottbus. Sie hatten eine Empfangsreichweite von bis zu 600 km. Im Jahr 1946 wurde das Studio Cottbus des Landessenders Brandenburg gegründet. Es strahlte ausschließlich Rundfunkprogramme aus. Die DDR-Regierung unterstellte das Studio ab dem Jahr 1952 dem Nationalen Komitee für Rundfunk. In der Folgezeit wurden tägliche bis zu sechsstündige, regionale Hörfunksendungen auf Radio DDR II in deutscher und niedersorbischer Sprache produziert. Im Jahr 1989 erhielt das Studio Cottbus ein eigenes Außenstudio in Bautzen für die Produktion von Hörfunksendungen in obersorbischer Sprache. Das Studio Bautzen wurde am 1. Januar 1991 vom MDR übernommen.

Im Frühjahr 1990 gründeten die Regionalstudios von Radio DDR II in Cottbus, Potsdam und Frankfurt (Oder) das gemeinsame Hörfunkprogramm Antenne Brandenburg. Am 1. Januar 1992 wurden Programm und ein Teil der Redaktionen vom Ostdeutschen Rundfunk Brandenburg (ORB) und später von dessen Rechtsnachfolger RBB übernommen. In seinen Cottbuser Hörfunkstudios produziert der RBB täglich rund fünf Stunden Hörfunksendungen in deutscher und für das Bramborske Serbske Radijo in niedersorbischer Sprache.

Das RBB-Regionalstudio Cottbus mit seinen rund 50 Mitarbeitern fertigt außerdem Fernsehsendungen und einzelne Fernsehbeiträge. So werden in Cottbus u. a. die Sendungen RBB regional, THEODOR – Geschichte(n) aus der Mark und die niedersorbischsprachige Sendung Łužyca (Lausitz) produziert (Stand 2012). Darüber hinaus erfolgen Zulieferungen für Das Erste, die dritten Fernsehprogramme sowie Produktionshilfen für das ZDF.

Regelmäßig erfolgt seit der Schließung des alten Berliner Friedrichstadtpalastes im Jahr 1980 die Produktion großer Fernsehshows in Cottbus, dazu gehören beispielsweise: Ein Kessel Buntes (Deutscher Fernsehfunk), Die Goldene Note (DFF), Musikanten sind da (DFF), Melodien für Millionen (ZDF), Musikantenstadl (DFF/ARD/Schweizer Radio und Fernsehen/Österreichischer Rundfunk), Fest der Volksmusik (ARD) und Musik für Sie (MDR). Fernsehgeschichte schrieb der Entertainer Harald Juhnke mit seinem überraschenden Auftritt in der ersten deutsch-deutschen Unterhaltungsshow Musikantenstadl am 17. Dezember 1989. Jeweils im Januar produziert der RBB in Cottbus für die ARD die Karnevals-Sendung Heut’ steppt der Adler.

Privater Rundfunk

Neben dem öffentlich-rechtlich organisierten Rundfunk sind in Cottbus auch private Radiosender vertreten. Ganz auf Cottbus und Umgebung fokussiert sendet der Sender 94.5 Radio Cottbu]. Mit zeitweise regionalen Programmfenstern bzw. Nachrichten senden BB Radio und 94,3 rs2. Daneben lassen sich noch weitere Sender über UKW wie Radio B2 und der Berliner Rundfunk 91.4 empfangen. Mit Lausitz TV (LTV) gibt es zudem einen im Kabelnetz frei empfangbaren Lokalfernsehsender.

Printmedien

In Cottbus und Umgebung erscheinen auch regionale Tageszeitungen. Dazu gehört beispielsweise die Lausitzer Rundschau, welche das Monopol besitzt. Die 20cent war ein Ableger der Lausitzer Rundschau. Außerdem erscheinen die Veranstaltungsmagazine Blicklicht und Hermann. Der märkische Bote, Lausitz am Sonntag und der Wochenkurier sind Anzeigenblätter. Die Jugendkultur hat mit dem Konturmagazin ihre eigene Zeitung. Mit der Nowy Casnik gibt es auch eine Wochenzeitung]in niedersorbischer Sprache.

Literatur

Allgemeines
  • Steffen Krestin: Cottbus. Sutton Verlag, Erfurt 2002, ISBN 3-89702-420-9.
  • Thomas Kläber und Hartmut Schatte: Faszination Cottbus. Regia-Verlag, Cottbus 2005, ISBN 3-936092-59-1.
  • Thomas Kläber, Norbert Krauzig und Erich Schutt: Cottbus – Schöne Seiten einer Stadt. ALfa-Verlag, Cottbus 2002, ISBN 3-935513-05-4.
  • Andreas Peter: Cottbus spielend kennen lernen. Ein Quiz mit 100 Fragen & Antworten. Niederlausitzer Verlag, Guben 2006, ISBN 3-935881-33-9.
Architektur
  • Anderhalten Architekten: Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus. Jovis Verlag, Berlin 2008, ISBN 978-3-939633-82-2.
  • Ingrid Halbach, Karl-Heinz Müller, Steffen Delang, Gerold Glatte und Peter Biernath (Hrsg.): Architekturführer Cottbus. Wanderungen durch die Stadt und Umgebung. Verlag für Bauwesen, Berlin und München 1993, ISBN 3-345-00506-9.
Geschichte
  • Arielle Kohlschmidt, Siegfried Kohlschmidt und Thomas Kläber: Cottbus: 1156–2006 – 850 Jahre. CGA-Verlag, Cottbus 2005, ISBN 3-937503-12-9.
  • Steffen Krestin: Chronik zur Geschichte der Stadt Cottbus. BVB-Verl.-Ges., Nordhorn 2003, ISBN 3-936092-98-2.
  • Steffen Lohbrandt (Bearb.): Plan der Stadt Cottbus. 1927 (Reprint mit Straßenverzeichnis) Niederlausitzer Verlag, Guben 2006, ISBN 978-3-935881-40-1.
  • Harriet Stürmer und Frank Mangelsdorf (Hrsg.): Einst und Jetzt. Cottbus. Culturcon-Medien, Berlin 2011, ISBN 978-3-941092-63-1.
  • Erich Schutt: Cottbus 1950–1995. Bildband, Steffen Verlag, 2011, ISBN 978-3-940101-94-5.
Kinder
  • Stefanie Schiemenz: Türmer und Türmine entdecken Cottbus. Schnelldruck Schiemenz, Cottbus 2012.

Filmografie

  • Bilderbuch Deutschland, Cottbus, Dokumentation, Produktion: Rundfunk Berlin-Brandenburg, Erstausstrahlung: 19. März 2006, 45 Min.
  • BTU Cottbus, Dokumentationen, Produktion: Brandenburgische Technische Universität, IKMZ Videothek
  • Im Osten geht die Sonne auf, Energie Cottbus, Dokumentation, Produktion: 2001

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Martin Neumann: Sorben (Wenden). Eine Brandenburger Minderheit und ihre Thematisierung im Unterricht. Teil II: Ausgewählte Überblicksinformationen mit Vorschlägen für den Unterrichtseinsatz. Zentrum für Lehrerbildung der Universität Potsdam, 2008, S. 27 (PDF-Datei; 4,69 MB)
  2. Empfehlung des ständigen Ausschusses für Geographische Namen (StAGN) vom 17. September 1999 – zur Anpassung der Rechtschreibung von Toponymen an die reformierten Regeln (PDF-Datei; 39 kB)
  3. Duden.de: Cottbuser
  4. 4,0 4,1 DWD Meteorologische Station Cottbus
  5. Stadt Cottbus: Einwohner nach Ortsteilen / Bevölkerungsbewegung
  6. Heinrich Gottfried Gengler: Regesten und Urkunden zur Verfassungs-und Rechtsgeschichte der deutschen Städte im Mittelalter. Erlangen 1863, S. 658–661
  7. 7,0 7,1 Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7.
  8. Statistisches Bundesamt: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands (siehe 2003)
  9. 9,0 9,1 9,2 Stadt Cottbus: Bevölkerung
  10. Cottbus verliert Status einer Großstadt. Welt Online, 15. Januar 2009
  11. Einwohnerzahl von Cottbus. Ergebnis des Zensus 2011 zum Berichtszeitpunkt 9. Mai 2011
  12. ZENSUS 2011: Bevölkerung im regionalen Vergleich nach Migrationshintergrund -in %-
  13. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg: Statistisches Jahrbuch 2012. S. 30 (PDF-Datei; 571 kB)
  14. rw: In Sielow leben die jüngsten Cottbuser. LR-online, 10. März 2009
  15. ZENSUS 2011: Bevölkerung im regionalen Vergleich nach Religion -in %-
  16. Georg Dehio Georg: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Die Bezirke Cottbus und Frankfurt/Oder. Institut für Denkmalpflege (Hrsg.), Berlin 1987, S. 207
  17. Josef Maria Bischoff (Hrsg.): Florian Birnbachs Traum. 150 Jahre Katholische Kirchen in Cottbus nach der Reformation. Festschrift zum 27.10.2000. Cottbus 2000
  18. Peggy Kompalla : Cottbuser Schlosskirche bekommt bald den Davidstern. LR-online, 7. Juli 2012
  19. Stadt Cottbus: Hauptsatzung der kreisfreien Stadt Cottbus/Chóśebuz (Anpassung an die Kommunalverfassung des Landes Brandenburg). 2009 (PDF-Datei; 44 kB)
  20. Eröffnungsannonce im Burger Tageblatt vom 2. Juni 1911
  21. Planetarium-Cottbus: Modernisierung des Planetarium Cottbus
  22. RBB-online: Sieben neue Stolpersteine in Cottbus verlegt. 26. Oktober 2012
  23. Melanie Reinsch: Wenn Häftlinge ihr Gefängnis kaufen. Berliner Zeitung, 30. Juli 2012
  24. „Weg des Ruhmes“ mit vier neuen Ehrenplaketten für Cottbuser Weltklasse-Athleten. Niederlausitz aktuell, 19. November 2012
  25. Staatliches Schulamt Cottbus: Schulen in öffentlicher Trägerschaft (Stichtag 28.08.2012) (PDF-Datei; 13 kB)
  26. Birger Hendriks neuer Beauftragter der BTU Cottbus-Senftenberg. Niederlausitz aktuell, 6. Februar 2013
  27. Landtag Brandenburg lehnt Volksinitiative gegen Hochschul-Fusion in der Lausitz ab. Märkische Allgemeine, 15. November 2012
  28. Gegner der Lausitzer Hochschulfusion starten Volksbegehren. LR-online, 20. Dezember 2012
  29. 29,0 29,1 Amt für Statistik Berlin-Brandenburg: Studierende und Studienanfänger im Wintersemester 2012/13 im Land Brandenburg nach Hochschularten und Hochschulen (Haupt- und Nebenhörer) (PDF-Datei; 8 kB)
  30. TU-Cottbus: Bibliotheken in Cottbus
  31. Pückler-Museum: Archiv und Bibliothek
  32. Stadt Cottbus: Wirtschaftsstruktur
  33. Peggy Kompalla: Teil der Ortsumfahrung Cottbus Ende 2012 komplett. LR-online, 26. November 2011