Detlev Szymanek

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Detlev Szymanek
Spielerinformationen
Geburtstag 16. April 1954
Geburtsort Berlin, 
Größe 180 cm
Position Mittelfeldspieler
Vereine in der Jugend
0000−1972 SpVgg Blau-Weiß 1890 Berlin
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1972−1974
1974−1976
1976−1979
1979−1980
1980−1982
1982−1983
1983–1985
1985−1987
1987–1988
SpVgg Blau-Weiß 1890 Berlin
Hertha BSC
Fortuna Düsseldorf
1. FC Nürnberg
FC Schalke 04
Rot-Weiß Oberhausen
Wuppertaler SV
Salzburger AK 1914
Hertha Zehlendorf
0
40 (14)
35 (11)
21 0(7)
19 0(2)
04 0(1)
[1] 24 (13)
15 0(5)
21 (13)

1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Detlev Szymanek (* 16. April 1954 in Berlin) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler.

Spielerkarriere

Detlev Szymanek tat seine ersten Schritte im Profifußball 1972 bei SpVgg Blau-Weiß 1890 Berlin, für das er zuvor auch schon in der Jugend gespielt hatte. Mit Blau-Weiß gewann er umgehend die Regionalliga Berlin. In der Aufstiegsrunde zur 1. Bundesliga konnten die Berliner jedoch mit der Konkurrenz nicht mithalten und verloren von acht Partien sieben Stück. In der darauf folgenden Saison verfehlte Szymanek mit seinem Verein hinter Tennis Borussia Berlin und SC Wacker 04 Berlin deutlich die erneute Teilnahme an der Aufstiegsrunde.

1975 durfte Szymanek dann doch in der 1. Liga auflaufen, da er zuvor auf Wunsch von Dettmar Cramer zum Orstrivalen Hertha BSC gewechselt war.[2] Sein Debüt gab er am 18. Spieltag der Saison 1974/75 als er in der Partie bei Fortuna Düsseldorf nach 75 Minuten für Lorenz Horr eingewechselt wurde. Und schon bei seinem zweiten Einsatz bei Kickers Offenbach traf Szymanek erstmals in der Bundesliga. Jedoch nutzte sein Führungstreffer nichts, denn am Ende gewannen die Offenbacher mit 3:1. Am Saisonende konnte Szymanek sich über die Vize-Meisterschaft der Alten Dame freuen. Die anschließende Saison verlief weniger erfolgreich und wurde von Hertha auf Platz 11 beendet. Am letzten Spieltag gelang Szymanek das Kunststück, bei der 4:7-Niederlage beim FC Bayern München gegen Sepp Maier drei Treffer in sieben Minuten zu erzielen.[3][4] Die Saison 1976/77 begann Szymanek zunächst noch in Diensten von Hertha BSC, bevor er im Herbst 1976 zu Fortuna Düsseldorf wechselte.

In Düsseldorf wohnte Szymanek am Anfang zusammen mit Rudi Bommer in einem Apartment auf dem Vereinsgelände der Fortuna.[2] Unter Trainer Dietrich Weise stieg er zum Stammspieler auf und wurde zusammen mit Wolfgang Seel mit neun Treffern bester vereinsinterner Torschütze.[5] Am Ende lag Düsseldorf wie in der Vorsaison auf Platz 12. Zum Autakt der Spielzeit 1977/78 gelang Szymanek auf Anhieb ein Treffer beim 5:1-Derbyerfolg gegen den 1. FC Köln. In der Folgezeit verlor er jedoch seinen Stammplatz und absolvierte insgesamt nur zwölf Partien. Für den Verein lief die Saison dagegen erfolgreich und am Ende sprangen ein 5. Platz und der Einzug ins DFB-Pokal-Finale, welches gegen den Double-Gewinner Köln mit 0:2 verloren wurde, heraus. 1978/79 schien sich die Situation für Detlev Szymanek nicht zu verbessern, woraufhin er im Oktober 1978 zum 1. FC Nürnberg wechselte.

Unter Werner Kern stand Szymanek umgehend in der Stammelf, verletzte sich aber schon nach drei Spielen in der Partie gegen Borussia Dortmund so schwer, dass er bis Dezember ausfiel. Seine Rückkehr fiel mit dem Trainer-Debüt vom Robert Gebhardt bei den Franken zusammen. Obwohl Gebhardt der wohl größte Kritiker Szymaneks war,[6] mauserte dieser sich mit fünf Treffern zum besten Saisontorschützen.[7] Den Absturz in die Zweitklassigkeit konnte Szymanek dennoch nicht verhindern. Auch wenn Szymanek in der Saison 1979/80 sieben Treffer erzielte, konnte er nicht zufrieden sein, da er sich im Angriff hinter Herbert Heidenreich und Jürgen Täuber einreihen musste. Auch nach dem geglückten Wiederaufstieg verbesserte sich Szymanes Situation nicht. So wurde er in den ersten elf Saisonspielen lediglich fünfmal in der Schlussphase eingewechselt.[8]

So entschied Detlev Szymanek sich im Oktober 1980 zum Ligarivalen FC Schalke 04 zu wechseln. Doch auch dort konnte er sich nicht durchsetzen. Während sein ehemaliger Verein Nürnbeg die Klasse hielt, mussten die Gelsenkirchener am Saisonende absteigen. 1982 gelang den Schalkern der sofortige Wiederaufstieg. Szymanek spielte unter Trainer Sigfried Held jedoch nur eine untergeordnete Rolle und entschied sich, nach der Saison den Verein zu verlassen.

Also heuerte er 1982 beim Wuppertaler SV an, welcher in der drittklassigen Oberliga Nordrhein spielte. Die Saison 1982/83 schloss der WSV auf auf einem Mittelfeld-Platz ab. Nachdem der Verein 1984 hinter dem 1. FC Bocholt und Viktoria Köln den geplanten Aufstieg verfehlte, kehrte Detlef Szymanek den Wuppertaler jedoch den Rücken zu und spielte für eine Saison beim Salzburger AK .

Zum Abschluss seiner Spielerkarriere kehrte Detlev Szymanek 1985 in seine Geburtsstadt zurück, wo er nach einer Saison 1986 seine Karriere bei Hertha Zehlendorf beendete.

Privates

Detlev Szymanek besitzt eine kaufmännische Ausbildung im mittleren Verwaltungsdienst.[2]

Zuletzt betreute er in einer Versicherung den Bereich für Profifußball, in dem es hauptsächlich um betriebliche Altersvorsorge und den Schutz gegen Spielunfähigkeit geht.[2]


Weblinks

Quellen

  • Hardy Grüne: Spielerlexikon 1890–1963. Agon Sportverlag, Kassel 2006, ISBN 3-89784-148-7.
  • Tragmann, Voß: Das Hertha Kompendium. Verlag Harald Voß, Berlin 2002, ISBN 3-935759-05-3.
  • Gilbert Blecken: HERTHA 1970-1990. Pro BUSINESS Verlag, Berlin 2004, ISBN 3-938262-22-2.

Fußnoten & Einzelnachweise

  1. Einsatzdaten nur aus der Spielzeit 1984/85
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 Gilbert Blecken: HERTHA 1970-1990. Pro BUSINESS Verlag, Berlin 2004, ISBN 3-938262-22-2.
  3. Als Beckenbauer ins eigene Tor traf, gesichtet am 2. Oktober 2010
  4. "Sepp Maier war stinksauer", gesichtet am 2. Oktober 2010
  5. Fortuna Düsseldorf: Der Kader 1976/1977, gesichtet am 2. Oktober 2010
  6. Detlev Szymanek bei glubberer.de, gesichtet am 2. Oktober 2010
  7. 1. FC Nürnberg: Der Kader 1978/1979, gesichtet am 2. Oktober 2010
  8. Die Spiele der Bundesliga 1980/1981 für 1. FC Nürnberg, gesichtet am 2. Oktober 2010