Eberhard Hippler

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Eberhard Hippler (* 22. Juli 1944 in Wormditt (ehemals Ostpreußen)) ist ein deutscher Grafik-Designer und Künstler.

Eberhard Hippler

Leben

Eberhard Hippler wurde 1944 in Wormditt, im ehemaligen Ostpreußen, geboren. Sein Einjähriges (früherer Ausdruck für Mittlere Reife) legte er als 16-jähriger am Schalker Gymnasium Gelsenkirchen ab. Anschließend absolvierte er eine Ausbildung zum Typografen, wobei er noch mit Bleilettern und Winkelhaken arbeitete.

Nebenbei bereitete er sich auf die Aufnahmeprüfung für ein Kunststudium vor. Sein Studium im Bereich Grafik-Design begann er 1964 und schloss es 1969 an der ehemaligen Folkwangschule für Gestaltung in Essen in der grafischen Klasse von Emil Zander mit Auszeichnung ab.

Von Eberhard Hippler geschaffenes Stadtlogo

1968, noch Studierender, schuf er das neue Signet für die Stadt Gelsenkirchen. Er entwarf das Stadtlogo '''G''', das modern, aber nicht modisch war und das geeignet erschien, der Stadt Gelsenkirchen über Jahrzehnte hinaus eine prägnante Visitenkarte zu garantieren. Hippler entwickelte sein Zeichen aus einer geometrischen Grundform, dem Kreis, ein Element, das sich einerseits anpassungsfähig zeigt, zum anderen aber auch im freien Raum dominiert. Zahlreiche große Zeitungen besprachen das Gelsenkirchener Werbekonzept und das neue Zeichen. Die "Internationale Gebrauchsgrafik" brachte einen 12-Seiten-Bericht über die Gelsenkirchener avantgardistischen Bestrebungen auf dem Gebiet der Stadtwerbung.

Zunächst wohnte und arbeitete Hippler in Bulmke in der Hohenzollernstraße 75[1], dann in der Bismarckstraße 118 und danach in Buer in der Bärenkampstraße 57[2]. 1993 verlegte er seinen Firmen- und Wohnsitz nach Dorsten-Wulfen in die eigene Immobilie im Heidbruch 82.

Seine Ehefrau Marie-Theres Hippler gründete 1980 in Buer eine Werbeagentur, in der Hippler später als leitender Creativ-Director arbeitete.

Neben der selbstständigen Tätigkeit als Designer hat er aquarelliert sowie mit Tempera und Ölkreide gearbeitet. Seit 2009 ist er im Ruhestand und setzt sich zusätzlich mit Ölmalerei auseinander. 2018 verlegte Hippler seinen Wohnsitz nach Nordhorn in Niedersachsen.

2023 stellte Eberhard Hippler erstmalig seine freien Arbeiten einem internationalen Publikum in folgenden Online-Galerien vor:

Arbeiten während seiner Studienzeit

  • Freie, experimentelle Fotografie, mit einem Stipendium ausgezeichnet
  • Entwurf und Bau eines Messestandes aufgrund eines gewonnenen internen schulischen Wettbewerbs für die Fa. Girmes(Teppiche), Oedt bei Krefeld auf der Frankfurter Frühjahrsmesse
  • Entwicklung und Ankauf eines einheitlichen Erscheinungsbildes durch die Stadt Gelsenkirchen, der zweiten Stadt nach Berlin mit einem einheitlichen Erscheinungsbild
  • Gleichzeitig Studien-Abschlussarbeit

Arbeiten während seiner 40-jährigen selbstständigen Tätigkeit

  • Stadt Gelsenkirchen – 12 Jahre Entwürfe für den Printbereich
  • Sparkasse Gelsenkirchen – 14 Jahre Entwürfe für den Printbereich und für Veranstaltungen
  • Rank Xerox Düsseldorf – 10 Jahre Produktpräsentation und innenarchitektonische Gestaltung der Besprechungsräume auf dem Stand der CeBIT Hannover
  • Coca-Cola Essen und Berlin – 4 Jahre Entwürfe für den Printbereich, Eventplanung und Betreuung einer Verkäuferveranstaltung in den Filmstudios von Babelsberg.
  • Einführungskampagne der Coca-Cola Produkte in den Neuen Ländern nach Fall der Mauer hauptsächlich in Form von Großflächen „Hier produziert – Hier getrunken“
  • Bundesamt für Verfassungsschutz, Köln – Plakate
  • Stadt Würzburg – Mozartfest, 2 Jahre in Folge Prospekte
  • Verkehrsverbund Rhein-Ruhr, Gelsenkirchen – 30 Jahre Printbereich (Prospekt, Großfläche, Geschäftsbericht, Anzeige, Foto), Informationsstand, Innenarchitektur, Kartografie - Die Linienpläne Düsseldorf, Bochum, Remscheid und Monheim wurden stellvertretend für alle 30 Pläne 1995 mit dem Deutschen Preis für Kommunikationsdesign ausgezeichnet.
  • Röhmgruppe Darmstadt – Veranstaltung Tag der offenen Tür der Chemie in Worms.
  • Miniaturstadt Minidomm Ratingen bei Düsseldorf – 6 Jahre Prospekte, Großflächen, Foto - Georg Dommel (minidomm) Honorarkonsul der Dominikanischen Republik -Fotoreportage in der Dominikanische Republik, erster deutschsprachiger Prospekt für die Dominikanische Republik
  • Dohse Aquaristik, Bonn – 4 Jahre Packung, Prospekt, Messestand
  • Kommunalverband Ruhrgebiet – Messestand
  • Torfstreuverband Oldenburg – Messestand
  • AGR Essen Abfallbeseitigung – 4 Jahre Messestand, Anzeigen
  • Hasebrink Essen Spirituosen – 4 Jahre Flaschenetikette
  • Pleiss Gelsenkirchen Spirituosen – 4 Jahre Prospekte und Flaschenetikette
  • Possehl Gelsenkirchen – Anzeigen
  • Stecker & Roggel Gelsenkirchen Bauunternehmung – 3 Jahre Prospekte und Fotos
  • Franz Schulte, Essen Großhandlung für Tiernahrung – 4 Jahre Verpackung

Publikationen

  • 1969 Gebrauchsgrafik - International Advertising Verlag F. Bruckmann KG München - 6 / 1969 Erscheinungsbild Der Stadt Gelsenkirchen, München
  • 1970 Signet Signal Symbol 1970, Abc Verlag Zürich, Zeichen der Stadt Gelsenkirchen, Zürich
  • 1970 zahlreiche Artikel in der Tagespresse im Ruhrgebiet
  • 1970 Dokumentation Kunst der 60er Jahre, Gelsenkirchen Erscheinungsbild der Stadt Gelsenkirchen
  • 1971 Modern Publicity 1970 - 71, Editor Felix Gluck Studio Vista London, Zeichen der Stadt Gelsenkirchen und Seine Verfremdungen
  • 1971 Zielgruppe unbekannt ?, Friedrich Landwehrmann, Siedlungsverband Ruhrkohlenbezirk, Erscheinungsbild der Stadt Gelsenkirchen, Essen
  • 1988 Hamburger Satzspiegel 1/88, Textbeitrag „Die Bedeutung von Sprache, Text und Typografie gegenüber bildlicher Darstellung innerhalb der Kommunikation“ ,Mit Lehrprogramm für Hoch-Und Fachschulen Aachen
  • 1989 Hamburger Satzspiegel 1/89, Textbeitrag „Typografie Der Zukunft - Aschenputtel Oder Zehnte Muse?“, Mit diesem Titel wurde am 20.9.1988 Im Rechenzentrum Der Rheinisch-Westfaelischen Technischen Hochschule Aachen anlässlich eines Arbeitsgesprächs zum Thema Hamburg
  • 1998 „Mut Zum Profil“, Matthias Beyrow, Berlin 1998 Corporate Identity und Corporate Design für Städte Avedition, Stuttgart. Erscheinungsbild Der Stadt Gelsenkirchen

Weblinks

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Einzelnachweise

  1. Adressbuch 1971
  2. Adressbuch 1990