Elisabeth-Krankenhaus

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Elisabeth-Krankenhaus um 1910
Elisabeth-Krankenhaus 2009

Das Elisabeth-Krankenhaus ist ein Krankenhaus in Erle. Es hat 226 Betten und es wird von der St. Augustinus Gelsenkirchen GmbH getragen. Auch wenn das Gebäude teilweise bereits 90 Jahre alt ist, entspricht die technische Ausstattung des Hauses modernen Ansprüchen. Das Elisabeth-Krankenhaus ist von einem weiträumigen Gartengelände, das für sporttherapeutische Zwecke genutzt wird, umgeben. Hier finden auch Besucher und Patienten Ruhe und Erholung.

Geschichte

Am 1. August 1902 wurde unter Pastor Bernhard Strumann die „Krankenhaus Elisabeth-Stift GmbH" gegründet . Es waren damals 28 katholische Erler Bürger die als Gesellschafter den Vertrag unterzeichneten. Geschäftsführer war der jeweilige Pastor von St. Barbara (Erle).

Viele Erler Bürger, der Herzog von Arenberg und die Zeche Graf Bismarck unterstützten den Bau. So konnte bereits am 19. Mai 1904 das Krankenhaus unter grosser Beteiligung der Bevölkerung seiner Bestimmung übergeben werden. Als erster Arzt nahm Herr Dr. Kühling mit acht ihm zur Seite stehenden Franziskaner-Schwestern die Arbeit zur Versorgung von zunächst 62 Patienten auf. Schnell wuchs der Bedarf an Krankenhausbetten, so dass das Krankenhaus ständig baulich erweitert wurde. 1908 übernahm Herr Dr. Albert Lübbesmeyer die internistische Abteilung und 1925 nach dem 1. Weltkrieg versorgten inzwischen 26 Ordensschwestern ca. 200 Patienten.

Ein Meilenstein in der Geschichte des Krankenhauses war im Jahre 1924 die Eröffnung einer Frauenklinik, verbunden mit einem Wöchnerinnenheim unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. Lönne. Das Einzugsgebiet wuchs weit in den Emscher-Lippe-Raum hinein, daher wurde die Abteilung unter dem Namen "Vestische Frauenklinik" bekannt.

1925 wurde nach Plänen des Architekten Hubert Kötting über dem Haupteingang eine Kapelle angebaut. Das hinter dem Krankenhaus gelegene, ehemalige Schwestern- und Schülerinnenwohnheim aus dem Jahre 1967 wird heute durch die Tagesklinik, Ergotherapie und Verwaltung genutzt. Am 15. Februar 1973 verließen uns die Ordensschwestern des Franziskaner-Ordens nach mehr als 70-jährigem Dienst. Um den Bestand an Pflegekräften zu verbessern, wurden ab 1966 Inderinnen und ab 1971 Koreanerinnen in der Pflegeschule ausgebildet und dann im Dienst an den Kranken eingesetzt.

Als 1970 neben Pastor Hoffmann nur noch zwei Gesellschafter vorhanden waren, beschloss man, die Form der Gesellschaft zu ändern: am 15. November 1971 wurden als neue Gesellschafter die Pfarrgemeinden St. Barbara, St. Bonifatius, St. Ida, St. Konrad und St. Suitbert in die GmbH aufgenommen; die Geschäftsführung wurde dem Verwaltungsleiter des Kranken­hauses übertragen. Wichtigstes Ereignis der folgenden Jahre war die strukturelle Umgestaltung des Krankenhauses. Die Landesregierung als Krankenhausplanungsbehörde sah vor, kleinere Häuser zu schließen bzw. die Verteilung der Disziplinen neu zu ordnen. Eine große Unterschrifteinaktion hatte damals zum Ziel, den Bestand des Elisabeth-Stiftes zu sichern. Nach intensiven Verhandlungen wurden 1985 die schneidenden Fächer Chirurgie und Gynäkologie aufgegeben, dafür neben der Inneren Medizin - psychiatrische und geriatrische Abteilungen eingerichtet.

Heute

Heute ist die Psychiatrische Abteilung eine der tragenden Fachrichtungen des Hauses, die sich zusammen mit einer Inneren und einer Geriatrischen Abteilung an die neuen Bedürfnisse angepasst hat. Alle drei Fachrichtungen, jeweils durch einen Chefarzt geleitet, stellen im Zusammenspiel der diagnostischen und rehabilitativen Einrichtungen ein gut funktionierendes Konzept dar.

Weiterentwicklung und Sicherung von Qualität haben für uns hohe Priorität. Unterstützt durch ein praxisorientiertes Qualitätsmanagement arbeiten alle Berufsgruppen im Team an der Verbesserung der Arbeitsabläufe, damit der Patient weiter im Mittelpunkt unseres Handelns bleibt.

In der im Jahre 1993 eingerichteten Diabetiker-Ambulanz werden parallel zum stationären Klinikaufenthalt spezielle Diabeteskomplikationen, insbesondere Fußerkrankungen, behandelt. Stammtischrunden und spezielle Schulungsprogramme bereiten die Betroffenen durch ärztliche Beratung und gemeinsamen Erfahrungsaustausch auf die neue Lebenssituation vor.

Grundsätzlich steht das Haus durchgehend von 10 Uhr bis 20.30 Uhr Besuchern offen. Allerdings gelten Einschränkungen in Abhängigkeit vom Krankheitszustand des Patienten und den Therapieerfordernissen.

Für Besucher und Patienten bietet der im Eingangsbereich befindliche Kiosk mit seiner gemütlichen Atmosphäre Gelegenheit zu einer Tasse Kaffee und Kuchen. Regen Zuspruch findet das landschaftlich reizvoll gestaltete Gartengelände, das durch seine Weitläufigkeit sowohl als Parcours für therapeutische Sportaktivitäten als auch zum Spaziergang gern genutzt wird.

Fachabteilungen

  • Innere Medizin
  • Geriatrie
  • Psychiatrie

Quelle

Anschrift

Elisabeth-Krankenhaus GmbH Gelsenkirchen
Cranger Straße 226
45891 Gelsenkirchen
Tel.: (0209) 7003-0
Fax: (0209) 7003-200

Weblinks