Erle

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Wappen von Gelsenkirchen

Erle
Stadtteil von Gelsenkirchen

Fläche 7,74 km²
Einwohner 25.371 [1](31. Dez. 2020)
Bevölkerungsdichte 3278 Einwohner/km²
Ausländeranteil 11,8 %
Postleitzahl 458..
Vorwahl 0209
Gliederung
Stadtbezirk Ost
Stadtteile

Erle, Resse, Resser Mark

Politik
Bezirksbürgermeister Wilfried Heidl (SPD)
Quelle: Statistikamt Gelsenkirchen
Satellitenbild
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Karte von Gelsenkirchen mit Erle im Zentrum

Erle ist ein Stadtteil von Gelsenkirchen. Erle hat 25.371 Einwohner (31. Dez. 2020) auf einer Fläche von 7,74 km², dies entspricht einer Bevölkerungsdichte von 3.278 Einwohnern/km².

Geographie

Splitterschutzzelle an einem ehemaligen Bahnübergang

Gelsenkirchen-Erle liegt nördlich des Rhein-Herne-Kanals und der Emscher. Im Osten grenzt es an den Wald Resser Mark. Durch Erle fließen auch mehrere Bäche, so z.B. der Leyther Mühlenbach und der Knabenbach. Erle liegt im Stadtbezirk Ost, genau so wie Resse und Resser Mark.

Der Stadtteil ist ausschließlich von anderen Stadtteilen von Gelsenkirchen umgeben. Im Nordwesten grenzt Erle an Buer, im Nordosten an Resse, im Osten an Resser Mark, im Süden an Bismarck und Schalke-Nord und im Westen an Beckhausen. Im Mittelalter wurden seit 1230 große Teile des südlichen Gelsenkirchen vom wehrhaften, mit Zinnen bewehrten und von einem Wassergraben umgebenen Rittergut Haus Leythe aus bewirtschaftet.

Der Stadtteil gliedert sich in Erle, Berger Feld und Middelich.

Geschichte

Das heutiges Erle entwickelte sich im Laufe seiner Geschichte aus zwei sehr alten Bauernschaften: Aus Middelich (erstmals 1150 genannt) und aus Erle ( erste Nennung 1220). Beide lagen nebeneinander am Südhang des Buerschen Berges.

Die erste Katasterkarte der Gemeinde Buer aus dem Jahre 1822/23 gibt die Lager im Erler Gebiet zwischen Emscher und dem Buerschen Berg zu Beginn des 19. Jahrh. wieder.

Die Siedlungsschwerpunkte und das Landwirtschaftlich nutzbare Land liegen eindeutig im Norden, weit entfernt vom heutigen Mittelpunkt des Stadtteils.

Es ziehen sich drei Wege von Süd nach Nord:

Der Mittelweg von Bochum nach Buer, ist der Vorgänger der Cranger Straße. Die beiden Parallelwege links und rechts heißen heute Wilhelmstraße/Heistraße und Frankampstraße.

Auch wichtige Querverbindungen sind 1822 bereits eingefahren: Die Darler Heide als Verbindungsweg über Haus Darl und Haus Balken nach Sutum, die Middelicher Straße über das Schievenviertel, die Emil-Zimmermann-Allee als Verbindungsweg am "Erlschen Feld" zur "Chausee nach Horst.

Die Industrielle Revolution (um 1910) durch die Zeche Graf Bismarck, gestaltete den Stadtteil völlig um.

Der heutige Stadtteil Erle hat keine Verwandtschaft mehr mit dem Wohngebiet der alten Bauernschaften.

Zwischen 1918 und 1945 blieben die Veränderungen sehr gering.

Die zweite große Veränderung geschah ab 1950. Eine wahre Bau- und Bevölkerungsexplosion füllte bis dahin verbliebene Freiflächen im Kern und in den Außenbereichen, und es entstand das Berger Feld.

Wirtschaft

An zwei Tagen in der Woche findet am Erler Marktplatz ein Wochenmarkt statt. Die wichtigste Einkaufsstraße Erles bildet die Cranger Straße (zugleich Bundesstraße 226). Im Süden des Stadtteils am Kanalufer liegt ein großes Gewerbegebiet. Hier befinden sich Möbelhäuser, Warenhäuser und große Lebensmittelgeschäfte. In der Daimlerstraße liegt der Verkehrshof Ruhrgebiet und der TÜV Gelsenkirchen. Seit Mai 2015 befindet sich in Middelich nördlich der Bundesautobahn 2 auf einem neu erschlossenen Baugebiet das Finanzamt Gelsenkirchen in der Ludwig-Erhard-Straße 7, das die beiden Finanzämter Gelsenkirchen-Süd (in der Altstadt an der Zeppelinallee) und Gelsenkirchen-Nord (in Buer) zusammenführte und ersetzt.

Verkehr

Gelsenkirchen-Erle ist mit der Straßenbahnlinie 301 mit den Stadtteilen Altstadt, Schalke, Bismarck, Buer, Beckhausen und Horst verbunden. Verschiedene Buslinien verbinden den Stadtteil mit der Resser Mark, Resse, Buer, Beckhausen, Schaffrath und dem Hauptbahnhof Wanne-Eickel in der Stadt Herne. Durch Erle verläuft die B 226 die im Süden mit der 227 kreuzt. Im Norden des Stadtteils verläuft die A 2.

Bildung

In Erle gibt es vier Gemeinschaftsgrundschulen mit Ganztagsbetrieb. Zusätzlich gibt es die Gerhart-Hauptmann-Realschule, die Gesamtschule Berger Feld und die Hauptschule an der Frankampstraße, die auch eine Nebenstelle an der Surkampstraße besitzt. Die Michael-Ende-Schule, eine Schule für Lernbehinderte, befindet sich in Erle-Middelich. Ebenso führt die Stadtbibliothek Gelsenkirchen eine Nebenstelle in Erle.

Parks

In Erle existieren mehrere Parks und Grünanlagen. So z. B. der "Bärenpark" , der im Westen von Erle-Berger Feld liegt. (Dieser Park heißt auch "Berger Aue" oder "Am Pilz".) Hier liegt auch der Erler Ententeich. Im Osten des Stadtteils liegen Grünanlagen in der Nähe des Golfplatz Haus Leythe. Eine Besonderheit bildet der Park „Tunnel Erle“, der über dem Anfang der 2000er Jahre gebauten Autobahntunnel auf dem Deckel der Einhausung Erle liegt.

Im Norden (nicht mehr zu Erle gehörend) liegen die Berger Anlagen, mit dem Berger See und dem Schloss Berge.

Freizeit

In Gelsenkirchen-Erle sind folgende Freizeiteinrichtungen vorhanden:

Kirche

In Gelsenkirchen-Erle gibt es folgende Kirchen:

Katholisch:

Evangelisch:

Freie Gemeinden:

Neuapostolisch:

Zeugen Jehovas:

An der Thomaskirche befindet sich der Jugendkeller vom CVJM Erle.

Gesundheits- und Sozialwesen

An der Cranger Straße liegt das Elisabeth-Krankenhaus, das eine allgemein-medizinische und eine Psychiatriestation beinhaltet. Hier sind ein Krankenhauspark und eine Cafeteria angeschlossen.

Das Erler Ärztehaus an der Kalthofstraße beinhaltet mehrere Praxen, Ärzte verschiedener Fachgebiete. Das Gesundheitszentrum Frankampstraße beherbergt Arztpraxen, eine Apotheke und Räume für Gesundheitsangebote.

In Gelsenkirchen-Erle gibt es drei Pflege- und Seniorenheime, das Senioren- und Pflegeheim der Stadt Gelsenkirchen an der Haunerfeldstraße, das katholische Senioren- und Pflegeheim „St. Josef“ und das Seniorenzentrum der Arbeiterwohlfahrt Gelsenkirchen (kurz: AWO). Weiter besteht ein Behindertenheim und das Kinderheim Erle. Im Gewerbegebiet an der Emscherstraße sind die Behindertenwerkstätten von St. Georg ansässig.

In Erle bestehen die katholischen Kindergärten St. Konrad, St. Barbara, St. Suitbert und St. Bonifatius, die evangelischen Kindergärten Kinderhaus Breite Straße, Kinderinsel Hedwigplatz, Thomaskindergarten und den Matthäus-Kindergarten sowie die städtischen Kindergärten Ovellackerweg und Forsthauswinkel.

Im Südosten des Stadtteils existiert ein großes Tierheim, dass jährlich mit Veranstaltungen lockt.

Sport

Neben dem bekannten FC Schalke 04 gibt es in Erle die SpVgg Erle 19, Erler SV 08 und DJK Eintracht Erle.

Darüber hinaus gibt es die Erler Sportgemeinschaft (ESG), die Judo und einen Lauftreff anbietet.

Des Weiteren hat sich im Jahr 2007 das Budo-Sportcenter Bushido-Ryu in Erle niedergelassen, welches Jiu-Jitsu,Ju-Jutsu, Kick-Boxen sowie Power Workout anbietet. Bushido -Ryu e.V. stellt 4 Landesmeister 2008, und zwei Sportler an den Landeskader NRW ab.

Auch Eishockey gibt es in Erle, den Eis-Hockey-Club EHC Gelsenkirchen 2000. Ferner die Tennisgemeinschaft Erle , den Radsportverein "Pfeil" Erle 1952 und den Box-Club Gelsenkirchen-Erle 1949 e. V.

Veranstaltungen

Alljährlich finden das Erler Stadtfest und das Erler Kartoffelfest statt. Das Erler Bürgerfest bzw. Erler Stadtfest wird zweitägig auf dem Marktplatz gefeiert. Am Rosenmontag wird seit 1970 auf der Cranger Straße einer der größten und meistbesuchten Rosenmontagszüge des Ruhrgebiets veranstaltet. 2006 wurde der 4. „National Walkingday“ in Erle durchgeführt.

Persönlichkeiten

Einzelnachweise

Weblinks

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