Ernst-Joachim Meusel

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Ernst-Joachim Meusel (* 4. Februar 1932 in Magdeburg; † 21. November 2006 in München) war ein deutscher Jurist.

Leben

Als Sohn des Oberlandesgerichtsrats Dr. Ernst Meusel und seiner Ehefrau Gertrud Lehmann besuchte er das Domgymnasium Naumburg und das Heese-Gymnasium in Berlin-Steglitz.

Von 1950 bis 1954 studierte er an den Universitäten in Berlin und Bonn die Fächer der Staats- und Rechtswissenschaften. In Köln erreichte er 1958 die Promotion zum Dr. iur. Das Assessorenexamen errang er in Düsseldorf im Jahre 1960. Von 1962 bis 1964 war er als Justitiar bei den DEA Steinkohlenberkwerken Zeche Graf Bismarck in Gelsenkirchen beschäftigt.

In der Gesellschaft für Kernverfahrenstechnik in Jülich war er von 1964 bis 1968 als Geschäftsführer tätig. Von 1968 bis 1997 nahm er als Geschäftsführer im Direktorium im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik seinen Aufgabenbereich wahr. Von 1969 bis 1970 leitete er als erster Vorsitzender die Arbeitsgemeinschaft der Großforschungseinrichtungen (AGF), die heutige Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren.

Von 1985 wirkte er bis 1987 im Direktorium der AGF mit. Von 1991 bis 1997 wirkte er als Lehrbeauftragter der Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer. Als weitere Aufgaben nahm er die Position eines Herausgebers der Zeitschrift für Wissenschaftsrecht und des Handbuchs für Wissenschaftsrechts wahr. Bei der Reform des Wissenschaftsrechts für das Hochschulwesen erwarb er sich durch seine eingehende Kritik den Ruf des "Reform-Kritikers" (siehe E.J. Meusel, Alte Hüte aufgebürstet. DUZ 14/2000, S. 7).

Er war Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse und Rechtsritter des Johanniterordens. Verheiratet war er seit 1957 mit Eva-Maria Schmidt.

Literatur

  • Walter Habel, Wer ist wer?, Berlin 1970
  • Anzeige in der Süddeutsche Zeitung vom 24. November 2006