Ernst Schalke

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Grabstätte der Familie Schalke

Ernst Schalke (* 16. April 1852 , † 10. August 1939 in Gelsenkirchen ) war ein Großbauer in Heßler.

Ernst Schalke war zunächst auf dem Hof Große Oven an der Heßlerstraße 41 /Ecke Röhrenstraße als Knecht angestellt, Friederike Stratmann (* 24.03.1851,† 16.03.1916) als Magd.

Beide, so wurde geschildert, hatten ein Amüsement miteinander. Ernst Schalke wollte demnach auch später Friederike heiraten. Diese sagte ihm jedoch: "Warte noch ab. Ich heirate zuerst den alten Witwer Große Oven. Der macht so und so nicht mehr lange. Wenn er dann gestorben ist, werden wir beide heiraten, und wir sind dann gemachte Leute". Friederike heiratete den Witwer, und dieser starb nach ca. einem Jahr. Der Heirat des Ernst Schalke mit der jungen Witwe Friederike Große Oven stand nichts mehr im Wege. So wurde der Knecht Ernst Schalke plötzlich zum Gutsbesitzer und kam damit auch in den Besitz großer Ländereien, die sich bis in die Mitte Heßlers hinzogen. Durch den Verkauf dieser Ländereien an die Stadt Gelsenkirchen wurde er reich.

1898 erbaute er Die Villa an der Kanzlerstraße, die seit dem 24. September 1987 auf der Denkmalliste der Stadt Gelsenkirchen steht.

Die Pfarrgemeinde St. Joseph (Schalke), erwarb von ihm das Gelände für den Bau der kleinen St.Mariä Himmelfahrtkirche in Heßler (erbaut 1901), zum Preis von 10 Mark pro Quadratrute. Das Gelände nördlich der Kirche verkaufte der Gutsbesitzer im Jahre 1907 bereits für 100 Mark pro Quadratrute an die Kirchengemeinde. Beim Bau der Brückentrasse für die Straßenbahn über die Märkische Eisenbahn-Linie (Bahnstrecke Essen–Gelsenkirchen/Strecke Wanne-Bismarck-Essen) verlangte er pro Quadratrute 100 Mark von der Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahn-Gesellschaft. Das Geschäft kam jedoch erst mit dem letzten Angebot von 80 Mark je Quadratrute zustande. Die Trasse wurde in den Jahren 1912/1913 gebaut. Wegen der Anbindung zum Friedhof musste die Grimmstraße tiefergelegt werden. Es war der zweite Bauabschnitt der Verbindung "Altstadt - Horst und zurück". Der Straßenbahnverkehr nach Heßler wurde am 03.11.1911 mit der Linie 8 bis zu dieser Station eröffnet. Im November 1913 fuhr dann die Straßenbahn durch Heßler selbst (Heßlerstraße / Dammstraße / Grimmstraße / Reichsstraße / Kanalbrücke Rhein-Herne-Kanal) bis zur Horster Mark.

Die Grabstätte der Familie Schalke befindet sich auf dem Westfriedhof.

Weblinks

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Quelle

  • Erinnerungen Alfred Rehmann (aufgeschrieben von Alois Kessel 1996)