Ewaldsee

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Ewaldsee in Resser Mark, im Hintergrund die ehemalige Zeche Ewald in Herten

Der Ewaldsee ist ein künstliches, durch den Bau der A2 entstandenes, von naturnahen Wäldern umgebenes Flachgewässer und diente bis zur Schließung der Zeche Ewald als Kühlwasser-Reservoir. Heute ist er weitgehend sich selbst überlassen. Für die dicht besiedelte Region Herten/Gelsenkirchen ist er ein sehr wertvolles Biotopverbundsystem. Um die Ansprüche der Natürlichkeit dieses Ökosystems und um den Erholungsansprüchen dieses Gebietes zu genügen, wird im Rahmen der fischereirechtlichen Nutzung auf die Belange des Natur- und Artenschutz des Emscherbruches Rücksicht genommen. Dem Emscherbruch kommt eine besondere Bedeutung aus Bergbautradition zu. Aus dieser landeskulturellen Bindung wird das Ziel verfolgt, dass besonders Bergleuten so wie Ehemaligen, aber auch anderen der Fischerei aufgeschlossenen Personen, ein Stück traditioneller Natur zur Erholung verfügbar bleibt.

Der in den 1930er Jahren entstandene Ewaldsee hat sich zusammen mit dem im Süden liegenden, in den 1970er Jahren durch Bergsenkungen entstandenen Emscherbruch in den letzten Jahrzehnten zu einem wertvollen Biotopkomplex für eine Vielzahl von seltenen Tier- und Pflanzenarten entwickelt. Daher wurden rund 38 Hektar Fläche als Naturschutzgebiet ausgewiesen und unterliegen damit einem besonderen Schutz.

Insbesondere Tier- und Pflanzenarten, die ihren Lebensraumschwerpunkt in sumpfigen Wäldern, Röhrichten, Kleinseggenrieden und auf offenen Wasserflächen haben, sind hier zu finden. Dazu gehören zum Beispiel Vogelarten wie der Zwergtaucher, der Teichrohrsänger, der Eisvogel oder die Waldschnepfe. Auch eine Vielzahl weiterer Artengruppen wie beispielsweise Libellen und Amphibien finden hier noch geeignete Lebensräume.

Zielsetzung für die weitere Entwicklung des Naturschutzgebietes ist daher zum Beispiel die Erhaltung der ausgedehnten und wertvollen Nassbiotopkomplexe und die Umsetzung von Maßnahmen zur Optimierung des Ewaldsees. Durch diese soll sich der Bestand der hier lebenden Arten erhalten und weiterentwickeln.

Daten

Breite: etwa 0,30 km

Länge: etwa 0,56 km

Fläche: etwa 1,90 km²

Tiefe: bis zu 4,00 m

Quelle

Infotafel Regionalverband Ruhr

Weblinks

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