Fortuna-Kiosk

Aus Gelsenkirchener Geschichten Wiki
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Gebaut und zunächst aufgestellt wurde der Fortuna-Kiosk in Gelsenkirchen.

Der Fortuna-Kiosk am heutigen Standort in Herne

Die Bude als Trinkhalle

Schon in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts hatte die Bude in einer ganz eigenen Gestalt die Bühne der Geschichte betreten: als Süßigkeitenbude, Seltersbude, im Ruhrgebiet auch Klümpkesbude (Klümpkes oder Klümpchen = Bonbons) genannt: Hier verschmolz sie im Laufe der Jahre mit der Trinkhalle und dem Kiosk zu einem eigenständigen Phänomen und wurde schlicht die Bude. Anne Bude gehen, Zaretten holen, Pilsken trinken und ein Pläuschken halten: Für viele Menschen im Ruhrgebiet ist die Bude oder das Büdchen ein wichtiger Ort sozialer Kommunikation geblieben.

Geschichte

Man geht davon aus, dass der Kiosk kurz nach dem deutsch-französischem Krieg 1870/71 gefertigt wurde. Anfang 1900 wurde dieser von dem Gelsenkirchener Mineralwasserfabrikanten Erlemeyer betrieben. Die Fabrik befand sich auf der Ringstraße 12. [1] [2]

1922 erwarb Wilhelm Michels aus Gelsenkirchen die Trinkhalle. Michels betrieb eine Lakritzfabrik in der damaligen Feldstraße 39[3], der heutigen Grothusstraße. Michels verkaufte den Kiosk dann an einen Wanne-Eickeler Gewerbetreibenden, der ihn auf der Gelsenkircher Straße in Höhe der Straße Am Mühlenbach in Wanne betrieb. Dort wurde der Kiosk bis Anfang der 1970er Jahre betrieben.

Das Heimatmuseum Unser Fritz in Wanne-Eickel erwarb die Trinkhalle und restauriert sie. Sie steht heute noch in der Unser-Fritz-Straße 108.

Anmerkung

Wo genau der Kiosk in Gelsenkirchen gestanden hat läßt sich nicht mehr herausfinden.

Quellen

Weblinks


Einzelnachweise

  1. Handels- und Genossenschaftsregister 1905
  2. Adressbuch Gelsenkirchen 1896
  3. Adressbuch Gelsenkirchen 1927