Friedrich Wilhelm Vattmann

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Friedrich Wilhelm Vattmann (* 3. August 1847 in Haarbrück, Stadt Beverungen; † 12. April 1902 in Paderborn) war von 1877 bis 1900 der erste Bürgermeister der Stadt Gelsenkirchen.

Friedrich Wilhelm Vattmann

Herkunft und Ausbildung

Friedrich Wilhelm Vattmann wurde am 3. August 1847 in Haarbrück, Kreis Höxter, als Sohn eines Lehrers geboren. Am 12. Juli 1868 machte er in Paderborn sein Abitur. Von 1868 an war er Verwaltungsaspirant beim Magistrat in Paderborn und anschließend beim Landratsamt in Hofgeismar. Als Supernumerar wurde er bei der Königlichen Regierung in Kassel angestellt. Danach avancierte Vattmann zum Kreissekretär und war bei den Kreisverwaltungen in Witzenhausen, Rinteln und Fulda berufstätig, um schließlich in einer festen Stellung als Kreissekretär in Ziegenhain zu arbeiten. Am 3. Juni 1876 ging Vattmann als Bürgermeister nach Tarnowitz.

Grabstelle von F.W. Vattmann auf dem Altstadtfriedhof in Gelsenkirchen

Kommunalpolitik

Am 28. April 1877 ging er als Bürgermeister nach Gelsenkirchen. Am 6. Dezember 1876 hatte die Stadtverordneten-Versammlung von Gelsenkirchen Wilhelm Vattmann zum Bürgermeister gewählt. Nachdem durch eine Allerhöchste Cabinetsordre vom 7. März 1877 die amtliche Bestätigung erfolgt war, konnte Vattmann am 28. April 1877 feierlich in sein Amt eingeführt werden. Am 18. Juni 1888 wurde Wilhelm Vattmann einstimmig auf weitere 12 Jahre gewählt. Als Kaiser Wilhelm II 1898 die Provinz Westfalen besuchte, verlieh er Vattmann den Titel eines Oberbürgermeisters. Am 5. Oktober 1899 beschloß die Stadtverordnetenversammlung die Pensionierung Vattmanns mit vollem Gehalt von über 10 000,— RM jährlich. Am 1. Mai 1900 trat Vattmann in den Ruhestand, und am 20. September 1900 ernannte ihn die Stadt Gelsenkirchen zu ihrem Ehrenbürger. In Paderborn verstarb Friedrich Wilhelm Vattmann am 12. April 1902. Auf seinen besonderen Wunsch hin ist Vattmann auf dem katholischen Altstadtfriedhof in Gelsenkirchen, Kirchstraße, beigesetzt worden.

Auszeichnungen

Quelle

Beiträge zur Stadtgeschichte, Band 2, Verein für Orts- und Heimatkunde Buer , 1967

Weblinks

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