Fritz Schwartz

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Fritz "Fritze" Schwartz (*4. Juli 1898 in Gelsenkirchen, † 9. März 1981 ebenda) war ein deutscher Graphiker und Illustrator. Er war Mitbegründer des Gelsenkirchener Künstlerbundes.

Leben & Werk

Fritz Schwarz wurde in Gelsenkirchen geboren. Seine Großmutter war die letzte Namensträgerin der Familie Schulte-Brockhoff. Er war das einzige Kind des Tuchhändlers Reinhard Schwarz (*30. Januar 1866, † 6. Februar 1945) und Elfriede (*13. Februar 1876, † 15. April 1938), dem das Haus Bahnhofstraße 17 gehörte, und besuchte für einige Jahre das Realgymnasium. Schwarz heiratete 1923 Mieze Pieper (*29. Juni 1896, † 6. Februar 1927) mit der er einen Sohn hatte. Mit Mieze lebte er ab 1925 in der Munckelstraße 62. Nachdem Mieze Schwarz nach der Geburt des zweiten Sohns 1927 verstarb, heiratete er 1932 Änne Puyn (*30. Mai 1907, † 22. Mai 1988) und bezog das Einfamilienhaus Munckelstraße 11 und es folgten noch zwei Töchter. Als das Haus durch B randbomben beschädugt wurde, beschloß die Familie Gelsenkirchen zu verlassen und lebte bis 1947 in Schlüsselberg/Weser. Nach dem Krieg zogen sie zurück nach Ückendorf zum Wohnsitz seines Schwiegervaters, dem Kartoffelhändler Puyn, in die Ückendorfer Straße 37.

Fritz war, nach eigener Aussage, Autodidakt: "Zum Zeichnen bin ich in der Schule aus Langeweile gekommen.".

Er schuf Soldatenbilder früherer Waffengattungen und schwärmte in dieser Zeit für Prof. August Deußen (Kunst-Akademie Düsseldorf) und dessen Pferde- und Reiterbilder.

1922 war Schwartz Mitbegründer des 1. Gelsenkirchener Künstlerbundes. Etwa seit dieser Zeit war er als Zeichner, Lithograph und Radierer tätig. Er schuf z.B. Illustrationen für "Don Quichote" und "Till Eulenspiegel". Bis 1937 veranstaltete er Einzelausstellungen und nahm regelmäßig an Gruppenausstellungen teil.

Im Jahre 1950 fertigte Schwartz eine Zeichnung vom ursprünglichen Rundhöfchen, der Urzelle der Gelsenkirchener Altstadt. Diese Zeichnung wurde seitdem in vielen stadthistorischen Büchern wiedergegeben und ist wohl die bekannteste Arbeit von Schwartz. 1952 gab es im Bochumer Kunstverein die letzte Ausstellung einiger seiner Werke zu seinen Lebzeiten, gemeinsam mit dem Maler Max Peiffer Watenphul.

Fritz Schwartz pflegte auch die Hausmusik mit seiner Familie und Freunden. Da er gegen Ende seines Lebens gesundheitliche Probleme hatte, hat er die letzten 30 Jahre lang im Bett gelegen und dort auch gearbeitet. Die Grabstätte der Familie Schwarz befindet sich auf dem evangelischen Altstadtfriedhof.

Sein Schwiegersohn war der Landschaftsmaler Robert Baretti aus Buer.

Quellen

Links

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