Bund Gelsenkirchener Künstler

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Bund Gelsenkirchener Künstler
(BGK)
Zweck: Förderung von Kunst und Kunstverständnis
Vorsitz: Sabine Leichner-Heuer
Gründungsdatum: 9. Februar 1950
Sitz: Gelsenkirchen
Anschrift: Bergmannstraße 53
45886 Gelsenkirchen
Website: http://bundgelsenkirchenerkuenstler.de/
Telefonnummer: (0209) 1791699

Der Bund Gelsenkirchener Künstler, (BGK) oder kurz Künstlerbund, ist ein Zusammenschluß Kunstschaffender aus Gelsenkirchen. Er wurde am 9. Februar 1950 von Walter Ebke, einem Gelsenkirchener Maler, Graphiker und Illustrator, gemeinsam mit 15 Künstlerfreunden gegründet. Gründungsort war das Cafe Neubauer in der Bochumer Straße. Im Mai 1951 fand die erste Ausstellung in der Künstlersiedlung Halfmannshof statt.

Der BGK hat seinen Sitz in der Bergmannstraße 53, 45886 Gelsenkirchen. Telefonisch erreichbar unter 0209/1791699, Öffnungszeiten: Mittwochs und Samstags, 15-17 Uhr.

Mitglieder 1951

Nach manchen missglückten Versuchen der Gelsenkirchener Künstlerschaft, sich zusammenzuschließen, ist im Februar 1950 der Bund Gelsenkirchener Künstler e. V. gegründet worden. Fast alle Gelsenkirchener bildenden Künstler und Kunsthandwerker sind darin zusammengefaßt, auch die Mitglieder der Künstlersiedlung Halfmannshof.

  • Das an Jahren älteste Mitglied des BGK ist der Maler und Grafiker Hermann Peters, der als einer der ersten die dynamische Schönheit des Industriereviers sowohl in der Landschaft als auch in der Industrie entdeckte. Schon vor 1914 hat er als Künstler den Namen Gelsenkirchens weit hinaus in Deutschland bekannt gemacht.
  • Josef Arens, der heute in Unkel lebende Maler und Grafiker, hat vor zwanzig Jahren die Künstlersiedlung Halfmannshof mit gegründet; auch er ist Mitglied des BGK, der hofft, auch einmal von ihm Arbeiten hier zeigen zu können, die seinen alten Ruf sicher bestätigen werden.
  • Ernst Demes, als Schüler von Schmurr und Junghanns aus der Düsseldorfer Akademie hervorgegangen, empfiehlt sich als Porträtkünstler, der auf eine minutiöse Durchführung und damit auf Ähnlichkeit Wert legt. Als Zoo-Zeichner fällt er mit seinen Tierdarstellungen auf.
  • Hier begegnet er dem Tiermaler und Grafiker Walter Ebke, dessen Arbeiten und Werbegrafiken aus dem Ruhr-Zoo das Entzücken aller Tierfreunde erregen. Ebke ist Mitarbeiter einschlägiger Zeitschriften und weit über Gelsenkirchen hinaus in weiten Kreisen bekannt.
  • Friedrich Dworaks originelles Talent neigt dem Skurrilen und Bizarren, dem Hintergründigen zu. Seine Zeichnungen zeigen ihn als scharfen Beobachter mit dem Hang zum Unheimlichen.
  • Im Gegensatz zu Dworak steht der in Buer tätige Willi Heise, der in seiner heiteren Farbigkeit die schönsten malerischen Wirkungen erzielt. Seine Arbeiten lösen bei allen Betrachtern helle Freude aus. Auch er ist durch die Schönheit seiner Werke weit über Gelsenkirchen hinaus bekannt geworden.
  • Dasselbe kann man von dem gleichfalls in Buer ansässigen Hans Rahn sagen, dessen Arbeiten von der Farbe bestimmt und großzügig in den Formen auf den Betrachter stark anziehend wirken.
  • Rudolf Hellwig, Erster Vositzender des Künstlerbundes; er holt seine Motive hauptsächlich von der Ostseeküste,seiner Geburtsheimat.
  • Der u. a. im Volksbildungswerk tätige Kurt Janitzki ist außerordentlich vielseitig. Seine Lebendig und seine Rührigkeit zeigen sich in immer neuen überraschenden Arbeiten.
  • Cäcilie Krüpeberg, als Kunsterzieherin tätig, fällt durch ihre Arbeiten, die oft drastische Szenen aus dem Volksleben zeigen, in die Augen. Daneben ist sie in der Darstellung einfacher Naturausschnitte von überraschender Zartheit.
  • Ebenfalls als Kunsterzieher, allerdings in Bochum, ist Helene Menne-Lindenberg tätig, die sich durch starke Farbigkeit und modernes Empfinden auszeichnet.
  • Kunsterzieherisch tätig ist Annette Schamoni-Engelmann, die in Buer wohnt und auch dort wirkt. Die innenliche Art ihrer Bildgestaltung, die dunkle Zartheit ihrer Farben und das Märchenhafte, Weltabgewandte ihrer Arbeiten haben ihr viele Freunde gewonnen.
  • Der Reigen der Kunsterzieher ist damit noch nicht zu Ende. Carl Philipps schließ an; er geht neue Wege der Gestaltung, die ihn zu reifen Arbeiten führten.
  • Hanns Schaefer, als Kunsterzieher im Volksbildungswerk der Stadt Gelsenkirchen tätig.
  • In der Schwere seiner Naturauffassung erweist sich Heinrich Rudolph als echter Westfale und als starkes malerisches Talent. In seinen dunklen, schwermütigen sauerländischen Gebirgslandschaften trifft er sich mit dem im Sauerland ansässigen Gelsenkirchener Berthold Schadeck auf einer Ebene.
  • Philipp Schröder gehört mit seinen 65 Jahren wie Hermann Peters zu den Senioren des BGK. Es liegt über seinen westfälischen Bauernhäusern und seinen Landschaften ein zarter Schleier von Traurigkeit. Eine leise, verdämmernde Schwermut zieht den Betrachter in ihren Bann.
  • Das künstlerisch hervorragendste Mitglied des BGK ist Fritz Schwartz. Mit unerhörter Sicherheit, treffendem Humor und außerordentlicher Eindringlichkeit gestaltet er seine Arbeiten, auch die kleinsten, so, daß der Beschauer es oft nicht für möglich hält. Auf seine Arbeiten trifft der Ausdruck „Kleine Kostbarkeiten" in vollem Maße zu. Porträts von seiner Hand sind Kunstwerke ersten Ranges.
  • Auch der ehemalige Radziwill-Schüler Willi Wewer fällt durch feinste Durcharbeitung und Farbgebung seiner Arbeiten auf. Er ist ein meisterhafter Gestalter der Industrielandschaft unseres Gebietes. Auch z. B. in seinen Eifellandschaften trifft der Künstler genau das Eigentümliche der Atmosphäre in all ihrer Farbigkeit und Zartheit.
  • Die Grafiker Ernst Knorr und Hermann Schröder haben ihr Können in ihren grafischen Arbeiten oft genug unter Beweis gestellt.
  • Die Innenarchitektin Margarete Franke ist weithin bekannt durch ihre Glasfenster und sakrale Gegenstände. Ihre Ausstattung von Altären in elf Kirchen gibt Zeugnis von ihrer Kunst.
  • Heidi von Gustedts Email-Arbeiten erfreuen sich steigender Beliebtheit. Schalen, Dosen, Kästchen, Medaillons und Zigarettenbehälter erfüllen das Herz des Kenners mit ihrem zarten Schmelz, ihren reizenden Farbenspiel und feinen figürlichen Ornamenten.
  • An keramischen Arbeiten von Gretel Krügel fällt angenehm die fein ausgewogene und zweckbedingte Form auf, die ohne jede Ornamentik wohltuend für das Auge ist. Vasen und Schalen jeden Formates und jeder Größe warten auf Liebhaber.
  • Ernst Loewe schafft als Silberschmied in seiner Kunststube am Aloysianum. Edles Kultgerät und schöne Schalen, Vasen, Silber-, Messing- und Kupferarbeiten kommen täglich aus seiner Hand und geben Kunde von seinem Können und seiner Eigenart.
  • Goldschmied Fritz Kuhne, der weithin bekannt ist durch seine Arbeiten für kirchliche Zwecke. Seine Gold- und Silberarbeiten, Bischofsstäbe, Monstranzen, Kelche,reich verziert mit erlesenstem Schmuck und edlen Steinen, zeugen von seinem gediegenen Können.
  • Der Innenarchitekt Walter Klocke betätigt sich als Restaurator von zerstörten Kirchen und Glasfenstern; er gilt als großer Könner auf seinem Gebiet.
  • Die Lichtbildnerin Ilse Pässler im Dreikronenhaus. Ihre Arbeiten zeigen sie als starke Gestalterin, die eigene Wege in den Motiven geht und die es versteht, mit ihrer Kamera unerhörte Wirkungen zu erzielen.
  • Ebenso eigene Wege geht der Fotograf Theodor Köhler, der auf ganz andere Art zu seinen reizvollen Ergebnissen kommt, wobei er seine Motive oft aus der Pflanzenwelt holt; für ihn genügt womöglich ein einfacher Stacheldrahtzaun mit daran festhängenden Herbstblättern zu einer wesentlichen Aussage.

Aktuelle Mitglieder

Stand: September 2019

  • Stephanie Albers
  • Wolfgang Brecklinghaus
  • Claus Berges
  • Tatjana Blank
  • Renate Brändlein
  • Idur Eckle
  • Ilsebill Eckle
  • Gabriele Füting-Huyeng
  • Ines Gauchel
  • Elisabeth Gedeon
  • Christian Hardick
  • Christel Klarhöfer
  • Heike Klinger
  • Arnhild Koppel

ehemalige Mitglieder

(2016 bis 2018)

  • Melek Aktürk
  • Gerda Kambeck-Henrichs
  • Ingo Lenz-Drake
  • Christoph Lammert
  • Inge Meyer-Dietrich
  • Guido Rottmann
  • Mariele Schulte
  • Klaus Stegmann
  • Wilfried Stephan
  • Rita Theis
  • Mamothusi Yvonne Tlhong
  • Angelika Wand-Schmitt
  • Fritz Zibert

Ziele des Vereins

Ein wesentliches Ziel des BGK ist die Förderung von Kunst und Kultur in Gelsenkirchen und darüber hinaus. Dabei liegt der Schwerpunkt in der bildenden Kunst. Der BGK sieht sich als ein Forum für Künstler und Kunstinteressierte zum Zwecke des gegenseitigen Gedankenaustausches.

Gleichzeitig ist es ein Anliegen des BGK durch die Vielfalt der künstlerischen Veranstaltungen (Ausstellungen, Workshops, Kunstgespräche, Projekte etc...) in Gelsenkirchen auch Menschen Kunst zugängig zu machen, die in ihrem gewohnten Lebenskontext eher weniger Berührung mit Kunst haben.

Quelle

Weblinks

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