Georg Koester

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Georg Koester (* 11. Dezember 1868 in Medebach, Kreis Brilon , † Dezember 1933) war ein deutscher Architekt.

Wohnhaus und Büro in der Buer-Gladbecker-Straße 5

Leben

Georg Koester wurde am 11. Dezember 1868 in Medebach, Kreis Brilon geboren. Über seine Ausbildung ist nicht bekannt. 1898 zog er von Essen in das damalige bestehende Amt Buer. Schon 1895 hatte er für Heinrich Möllers Pläne für den Umbau des Hauses Hochstraße 80 angefertigt. In Buer wohnte er zeitweilig bei Paul Schossier in der Hermann-Löns-Straße 6[1] und dem Schuhmacher Nocke, für die er später auch baute.

Koester war katholisch und er heiratete 1905 die 1882 in Gladbeck geborene Paula Bergermann. Die Ehe blieb kinderlos.

Koester wurde 1898 der erste "Konservator und Archivar" des 1890 gegründeten Verein für Orts- und Heimatkunde Buer; das Amt übte er bis 1902 aus. Von 1913 bis 1919 übte er dieses Amt nochmals aus.[2]

Der früheste bekannt gewordene Neubau ist das 1899 entstandene Wohn- und Geschäftshaus von Schlossermeister Theodor König, Hochstraße 54, jetzt durch einen Umbau der Architekten Becker und Köpke fast nicht mehr als Gründerzeit-Bau zu erkennen. 1905 entwarf Koester für den Arzt Dr. Max Brüning (sen.) das Haus Maelostraße Haus Nr. 5. Sein eigenes Wohnhaus entstand 1905 in der Buer-Gladbecker-Straße 5. Im Erdgeschoss befand sich auch sein Büro. 1919 zog Stadtbaurat Schuster mit Frau als Mieter in das Koestersche Haus.

Um 1908 wandelte sich Koesters Architektursprache, möglicherweise unter dem Einfluss von Carl Dellweg, der zeitweilig bei Koester als Bauführer, vielleicht auch als Entwerfer angestellt war. Der Stilwandel wird zum Beispiel an dem Wohn- und Geschäftshaus Hochstraße 74 sichtbar, das schöne Jugendstilornamente zeigt, oder an dem Gebäude Hagenstraße 48/Ecke Hochstraße, das er 1913 für seine Schwiegermutter errichtete und heute auf der Denkmalliste steht. (siehe auch: Untere Denkmalbehörde)

Koester entwarf, soweit bekannt, selbst keine Kirche, ihm wurde aber die Bauleitung für das sehr ambitionierte Projekt St. Michael in Hassel übertragen. Aus den 1920er Jahren sind nur wenige Bauten von Koester bekannt, unter anderem das Wohnhaus Erlestraße 7 für Prof. Wilhelm Schmitt, der Oberlehrer am Hindenburg-Gymnasium war.

Koester starb im Dezember 1933, seine Frau Paula, die noch 1939 in der Buer-Gladbecker-Straße wohnte[3], verstarb im Juni 1944.

Quelle

Einzelnachweise

  1. Adressbuch Buer 1925
  2. Beiträge zur Stadtgeschichte, Band 1; 1965
  3. Adressbuch Gelsenkirchen 1939