Georgskirche

Aus Gelsenkirchener Geschichten Wiki
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Die Georgskirche war die erste Kirche in Gelsenkirchen.

Lithografie um 1836

Vorgeschichte

Bischof Altfrid von Hildesheim, der dem Benediktinerorden angehörte, gründete um 852 in Essen ein Frauenstift für die Töchter des sächsischen Adels. In den folgenden Jahren wird die Essener Münsterkirche erbaut, die im Laufe der Zeit für die nähere Umgebung die „Mutter aller Kirchen" wird. So auch für die Anfang des 11. Jahrhunderts gegründete Kirche in Gelsenkirchen. Das genaue Datum ist unbekannt, aber dies muss vor 1073 geschehen sein, denn in diesem Jahr wird die Kirche in Essen-Stoppenberg von der Äbtissin Swanhild gegründet. Gehörte Rotthausen nicht schon zum Kirchspiel Gelsenkirchen, dann wäre es bestimmt Stoppenberg zugeschlagen worden. Außerdem erhielt Swanhild bereits Abgaben der Kirche in Gelsenkirchen. Also ist die Gründung der Gelsenkirchener Kirche vor das Jahr 1073 zu setzen.

Geschichte

Die Georgkirche wurde auf dem Grund und Boden des Oberhof Brockhof in der damaligen Bauerschaft Wüllendorf, der heutigen Straße Am Rundhöfchen, errichtet. Als Standort wird eine Erhöhung gewählt, die die Kirche vor Überschwemmungen schützten, sollte. Die Kirche war eine romanische Basilika, eine einfache Hallenkirche mit einem festen Turm, der in Notzeiten Schutz bieten konnte. Um diese Kirche wuchs das Dorf in einer Rundsiedlung und es ändert sich wegen der Kirche der Ortsname im Laufe der Zeiten von „Geilistirinkirkin" (Kirche am Platz, wo sich geile Stiere tummelten) zu „Gelsenkirchen". Zum Kirchspiel gehörten das Kirchdorf, die Bauerschaften Schalke, Heßler und Rotthausen sowie einzelne Höfe in Bulmke und Braubauer­schaft (Bismarck). Um 1250 wird ein Chor angebaut, der eine sechseckige Apsis erhält. Im 15. Jahrhundert, wird das Kirchenschiff seitlich erweitert und zu einer dreischiffigen gotischen Hallenkirche umgebaut.

Ab dem Jahre 1648 wurde die Kirche parallel von der katholischen und der protestantischen Gemeinde genutzt. Mit der einsetzenden Industrialisierung im 19. Jahrhundert stieg auch die Bevölkerungszahl, sodass 1845 eine neue katholische Kirche gebaut wurde. Da die evangelische Gemeinde das alte Gotteshaus weiter nutzen wollte, musste für die katholische Kirche ein neuer Name gefunden werden: St. Augustinus.

Die alte Georgskirche hatte so noch bis 1882 ihre Funktion als Gottesdienstort, dann erst wurde sie abgebrochen. An gleicher Stelle wurde von 1882 bis 1884 die Altstadtkirche errichtet.

Quelle

Weblink

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