Geschichtskreis Hassel/Bergmannsglück

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Der Geschichtskreis Hassel/Bergmannsglück beschäftigt sich mit der Sammlung und Bewahrung von allgemeinen Materialien, mit der Alltagsgeschichte der Menschen des Stadtteils, sowie Daten und Fakten, zur Stadtteilgeschichte Hassels. Er wurde im Januar 2013 gegründet. Der Vorsitzende ist Heimatforscher Egon Kopatz.

Geschichte

Im Jahr 2008, mit dem Abbruch der Kirche Christus König und Schließung der letzten Betriebe auf der Zeche Bergmannsglück, wurde die Idee einer Sammlung zur Geschichte der Siedlung und der Zeche Bergmannsglück geboren. Heimatfreunde, deren gemeinsames Interesse darin bestand, sich um die Heimatpflege zu bemühen, formierten sich als „Geschichtskreis Bergmannsglück“. Im darauf folgendem Jahr fand die Kooperation mit der Gemeinschaft Bergmannsglücker Vereine statt. Im August 2009 fand eine erste Geschichtsausstellung im Rahmen einer Bürgerveranstaltung auf der Zeche Bergmannsglück statt. Im Jahr 2010 gab es eine Unterschriftensammlung zum Erhalt der Torhäuser der Zeche Bergmannsglück, als gemeinsame Aktion des Geschichtskreises mit der Gemeinschaft Bergmannsglücker Vereine. Im Oktober 2012 erfolgte die Kontaktaufnahme mit Heimatforscher Egon Kopatz. Der engagierte Lokalhistoriker gilt als erfahrener Sammler und Kenner der örtlichen Geschichte, angefangen bei den Römern über die mittelalterlichen Bauernschaften, bis hin zur Industriezeit samt Zechenleben und -sterben. Beide Sammlungen, Bergmannsglück und Hassel, wollten sich in Zukunft gemeinsam vor Ort präsentieren.

Im Januar 2013 präsentierte sich der Geschichtskreis in neuer Formation als „Geschichtsfreunde Hassel-Bergmannsglück“ mit einem Geschichtsprojekt zur Belebung der Polsumer Straße. Hauptaugenmerk lag dabei auf den vielen Leerständen, die mit Leben erfüllt werden sollten.

Ausstellungen

Die Sammlung des Geschichtskreises Hassel/Bergmannsglück konnte drei Jahre lang in einem Ladenlokal in der Polsumer Straße im Stadtteil Hassel ausgestellt werden. Der Eigentümer des Ladenlokals hatte die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt, bis ein Mieter gefunden wurde. Dort fand auch die Ausstellung „Kohle war nicht alles“ statt. Nachdem das Ladenlokal anderweitig vermietet werden konnte, musste die Sammlung des Geschichtskreises vorübergehend in dem Verwaltungsgebäude der Zeche Westerholt an der Egonstraße eingelagert werden.

Unter dem Motto „Kohle war nicht alles“ gewährte der Geschichtskreis im April 2013 anhand von Fotografien, Texten und Materialien einen Blick zurück in die Vergangenheit des Stadtteils Hassel. Der Fokus der Veranstaltung lag zum einen auf einem Rückblick auf die ursprünglich eher ländlich-landwirtschaftliche Prägung Hassels und die nachfolgende für den Stadtteil sehr bedeutungsvolle Bergbaugeschichte, griff aber zugleich auch in unabhängiger und überparteilicher Form die gegenwärtige Situation der großen Anzahl von Gewerbeleerständen im Stadtteil auf, indem sie einen in jüngster Zeit entstandenen Schlecker–Gewerbeleerstand anregend belebt hat. Ausstellende Gäste waren dabei der Knappenverein St. Barbara und der Siedlerbund Flachsstraße. Neben geschichtlichen Exponaten waren auch Aquarelle und Zeichnungen des Hobbymalers Dieter Thamm zu sehen und die Krimiautorin Margit Kruse stellte während der Veranstaltung ihren neuen Krimi „Zechenbrand“ vor, in dem nicht nur ein Mord auf Bergmannsglück aufgeklärt wird, sondern auch mit viel lokalem Kolorit fiktiv aus dem Leben in einer ehemaligen Bergarbeiterkolonie berichtet wird.

Im Jahre 2016 organisierte der Geschichtskreis Hassel/Bergmannsglück zusammen mit dem Institut für Stadtgeschichte und der GGW die Fotoausstellung „Der Wandel am Goldberg in den 50er Jahren“, die am 27. und 28. Februar im Gemeindezentrum St. Mariä Himmelfahrt mitten in Buer zu sehen war. Der frühere Stadtplaner Dr. Lutz Heidemann gab zur Eröffnung eine Einführung zu der Ausstellung. Gezeigt wurden eine Auswahl von Fotos des damaligen Pressefotografen und Stadtfilmers Hans Rotterdam. Er hat im Jahr 1948 beim Presseamt der Stadt Gelsenkirchen seine Arbeit aufgenommen. Bereits 1951 produzierte er den ersten Stadtfilm über Gelsenkirchen. Bis zu seinem Ruhestand drehte er insgesamt 14 Gelsenkirchener Jahreschroniken. Der fotografische Nachlass von Rotterdam befindet sich im Bestand des Instituts für Stadtgeschichte.

Weblinks

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