Gladbeck

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Die Stadt Gladbeck liegt im nördlichen Ruhrgebiet im Nordwesten des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen und ist eine große kreisangehörige Stadt des Kreises Recklinghausen im Regierungsbezirk Münster.

Geografie

Gladbeck liegt im Ruhrgebiet. Gladbeck gehört zur sogenannten Emscherzone, die vergleichsweise spät vom Bergbau erfasst wurde. Die Stadt ist Bestandteil der Metropole Ruhr.

Im Norden wird der zum Stadtgebiet gehörende Weiler Breiker Höfe von den Nachbarstädten Bottrop, Dorsten und Gelsenkirchen umgeben. Im Süden grenzt die Stadt an Essen.

Gladbeck hat die folgenden Stadtteile:

  • Mitte I, Ellinghorst: PLZ 45964
  • Mitte II (Ost)
  • Alt-Rentfort, Rentfort-Nord, Schultendorf, Zweckel: PLZ 45966
  • Gladbeck-Brauck, Rosenhügel, Butendorf: PLZ 45968

Geschichte

Vorindustrielle Gesellschaft

Frühgeschichtliche Funde zeigen eine Besiedlung schon um 2000 v. Chr.

Zuerst erwähnt wird Gladbeck in einem Heberegister des Klosters Werden vom Anfang des 10. Jahrhunderts als Gladbeki. Am 3. Mai 1020 (richtig 1019) soll Erzbischof Heribert von Köln den Hof in Gladbeck, nachmals Allinghof, dem Kloster Deutz geschenkt haben. Hierbei handelt es sich um eine Fälschung. Belege und Nachweise bei Paul Derks: Die Siedlungsnamen der Stadt Gladbeck, 2009. Es könnte „Siedlung am glänzenden, glitzernden Bach (glad = hell, glänzend, klar; beck = bach) bedeutet haben. Da ist bei der Auflistung von Besitztümern, später ergänzt durch Notizen im Werdener Liber privilegiorum maior aus der Mitte des 12. Jahrhunderts, von Gladbeki bzw. Gladebeke die Rede. Spekulationen über völlig andere Namensdeutungen (Waldbach, Gerichtshügel) sind weniger plausibel.

Das Dorf mit den fünf Bauernschaften (siehe unten) gruppierte sich um die St.-Lamberti-Kirche. Es gehörte von 1180 bis 1802 zum Vest Recklinghausen und war so die längste Zeit verbunden mit Kurköln. Nach der Zeit von Napoleon geriet die Gegend 1815 an Preußen.

Zeit des Kohleabbaus 1873–1971

Die erste Zeche wurde ab 1873 abgeteuft, ab 1878 Kohle gefördert. Die kleine Dorfgemeinde wuchs zu einer mittelgroßen Industrieansiedlung, die im Juli 1919 die Stadtrechte erhielt (als „jüngste Stadt Neu-Deutschlands“, wie das Lokalblatt schrieb). Sie hatte zwischenzeitlich fünf Schachtanlagen. Die Jahre 1925–1929 hatten etwas von einer kleinen Blütephase an sich, in der trotz aller Schwierigkeiten wichtige Bauvorhaben realisiert werden konnten, zum Beispiel:

  • das Freibad,
  • die Neuanlage von Schloss Wittringen,
  • der Jovyplatz mit Verwaltungsbauten und
  • das Stadion, die „Vestische Kampfbahn“.

1928 verdrängte der Sexualmord an dem 19-jährigen Gladbecker Abiturienten Helmut Daube den Transatlantikflug des Luftschiffes Graf Zeppelin aus den Schlagzeilen.

Wie alle deutschen Städte wurde Gladbeck nach der Machtergreifung Hitlers 1933 gleichgeschaltet, und zwar unter dem bereits vorher gewählten konservativen Bürgermeister Hackenberg, der sogleich in die NSDAP eintrat. Wie viele deutsche Städte wurde Gladbeck im Krieg stark zerstört, im Innenstadtbereich zu 43 Prozent. Damit zählte es zu den am stärksten zerstörten Städten im Ruhrgebiet.

Bis 1960 stieg die Einwohnerzahl auf bis zu 84.000 und liegt nun bei ungefähr 77.000. Die letzte Gladbecker Zeche, Graf Moltke, wurde 1971 geschlossen, seit dieser Zeit bemüht sich Gladbeck um den Strukturwandel und kämpft gegen die Arbeitslosigkeit.

Kommunale Neuordnung und jüngere Geschichte seit 1975

Bei der Kommunalen Neuordnung in Nordrhein-Westfalen, die am 1. Januar 1975 in Kraft trat, kam die kreisfreie Stadt Gladbeck zusammen mit der Gemeinde Bottrop-Kirchhellen (Kreis Recklinghausen) zur Nachbarstadt Bottrop.[1] Gegner der Neuordnung bemängelten die geringe Siedlungsgeschlossenheit an der Grenze zwischen Gladbeck und Bottrop und führten an, dass Bottrop nur wenig größer sei als Gladbeck. Ihr Slogan: „GlaBotKi is nich“.

Das Oberverwaltungsgericht Münster, das vom ehemaligen Gladbecker Oberstadtdirektor Rump angerufen wurde, befand im "Nikolaus-Urteil" vom 6. Dezember 1975, dass Bürgernähe und höhere Verwaltungseffizienz − die Begründung für die Neuordnung − nicht gegeben seien. Die Vereinigung wurde rückgängig gemacht und die Gemeinderatswahl von 1975 zum („Groß-“)Bottroper Gemeinderat für ungültig erklärt.

Seit dem 1. Juli 1976 gehört Gladbeck dem Kreis Recklinghausen an; dabei ist die Grenze mit Dorsten und daher mit dem übrigen Kreisgebiet weniger als 500 Meter lang. Wer mit dem PKW von Gladbeck in den Rest des Kreises fahren will, muss ihn vorher verlassen, was diese Stadt zu einer Art Exklave des Kreises macht.

Im August 1988 geriet Gladbeck bundesweit in die Schlagzeilen, als eine Bankfiliale im Stadtteil Rentfort überfallen wurde und es zu einer Geiselnahme kam. Bei diesem als Gladbecker Geiseldrama bekannt gewordenen Verbrechen starben drei Menschen.

Politik

Gladbeck bildet zusammen mit Bottrop einen Bundestagswahlkreis (126: Bottrop – Recklinghausen III), direkt gewählter Abgeordnete ist Michael Gerdes (SPD).

Mit dem größten Teil von Dorsten bildet Gladbeck den Landtagswahlkreis Recklinghausen III. Bis 2010 war der direkt gewählte Abgeordnete Wolfgang Röken, seitdem ist es Michael Hübner (beide SPD). In Gladbeck wohnt der Abgeordnete Ralf Michalowsky. Er zog über die Landesliste der Linken in den Landtag ein.

Bürgermeister

Am 21. Juli 1919 wurden dem Amt Gladbeck die Stadtrechte verliehen, seitdem gibt es einen Bürgermeister. Bis 1974/76 war Gladbeck kreisfrei, daher lautete die Amtsbezeichnung „Oberbürgermeister“. Seitdem heißt er „Bürgermeister“. Seit 1994 handelt es sich um eine hauptamtliche Funktion. Der Bürgermeister ist Vorsitzender des Rates und Chef der Verwaltung.

Nach jahrzehntelanger Herrschaft der Sozialdemokraten, zumeist mit absoluter Mehrheit, wurde 1994 der Christdemokrat Eckhard Schwerhoff vom Rat zum (hauptamtlichen) Bürgermeister gewählt; dieses neugestaltete Amt ohne gleichzeitigen Stadtdirektor war durch eine NRW-Wahlreform vorzeitig möglich geworden. Bei den damaligen Wahlen hatten die regierenden Sozialdemokraten mit dem noch ehrenamtlichen Bürgermeister Wolfgang Röken die absolute Mehrheit nur sehr knapp verfehlt. Da der hauptamtliche Bürgermeister kraft Amtes auch eine Stimme im Rat hat, hätte ein sozialdemokratischer Bürgermeister eine Pattsituation im Rat bedeutet. Daher entschlossen sich die Grünen und die damals neue Wählervereinigung „Bürger in Gladbeck“ dazu, zusammen mit der CDU den Verwaltungsangestellten Schwerhoff zu wählen. Schwerhoff war zwar CDU-Mitglied, jedoch nicht aktiv in der Stadtpolitik in Erscheinung getreten.

Bei der Kommunalwahl 1999, als in NRW die Direktwahl der Bürgermeister flächendeckend eingeführt wurde, gelang Schwerhoff die Wiederwahl. In der Stichwahl zur Kommunalwahl vom 10. Oktober 2004, zu der Schwerhoff nicht mehr angetreten war, wurde Ulrich Roland (SPD) zum Bürgermeister gewählt.

Wappen

Blasonierung: Gespalten von Schwarz und Gold und bekrönt mit einer roten Mauerkrone; vorne schräg gekreuzt ein goldener Schlägel und ein goldenes Eisen, hinten drei (2:1) schräge, schwarze Wolfsangeln.

Das Gladbecker Stadtwappen, in Schwarz-Rot-Gold gehalten, hat eine rote Mauerzinne als Zeichen des gerade erworbenen Stadtstatus. Vorne sieht man ein schwarzes Feld, das die Kohle symbolisiert, darauf Schlägel und Eisen für den Bergbau. Die schwarzen Haken auf der hinteren Seite sind Wolfsangeln, die dem Wappen der Herren von Brabeck entliehen sind, die im ausgehenden 14. Jahrhundert Besitzer von Haus Wittringen waren.

Städtepartnerschaften

  • Alanya (Türkei), seit 1993
  • Enfield (Vereinigtes Königreich), seit 1970
  • Fushun (Volksrepublik China), seit 1988
  • Marcq-en-Barœul (Frankreich), seit 1964
  • Schwechat (Österreich), seit 1966
  • Wandlitz, seit 1990 (über eine Partnerschaft des Kreises Recklinghausen mit dem Kreis Niederbarmin)
  • Wodzisław Śląski (ehem. Loslau; Polen), seit 1990

Ferner besteht seit 1971 eine Partnerschaft zu einem Landungsbootgeschwader der Bundesmarine.[2]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museum

Im Wasserschloss Wittringen ist das Museum der Stadt Gladbeck beheimatet. Hier sind die Sammlungen und die Dauerausstellung zur Stadtgeschichte Gladbecks und seiner Umgebung untergebracht. Die Sammlungen umfassen außerdem naturkundliche Gegenstände aus den Bereichen Geologie, Mineralogie, Paläontologie. Die Dauerausstellung zeichnet die Entwicklung der Region von den naturkundlichen Grundlagen des Bergbaus (Steinkohle, Blei- und Zinkerze) über die Besiedlungs- und Stadtgeschichte bis zur Gegenwart nach.

  • Der wichtigste Fund ist ein Waldwisent aus dem Gladbecker Stadtteil Brauck, eines der wenigen fast vollständig erhaltenen Skelette in Europa. Das Museum zeigt eine Kopie.
  • Das jungbronzezeitliche Gräberfeld in Ellinghorst mit einer schlüssellochförmigen Grabenanlage, zwei Kreisgräben und 203 Feuerbestattungen wird mit Objekten und Abbildungen vorgestellt.
  • Nennenswert aus der vor- und frühgeschichtlichen Zeit sind ferner ein bronzezeitliches so genanntes Typusbeil und ein Themenbereich zum Urnenfeld, das in Gladbeck-Ellinghorst gefunden wurde.
  • In der Dauerausstellung werden römische Münzen gezeigt.
  • Besonders lokaltypisch sind die Räume zur Geschichte der Zechenzeit, die für Gladbeck von 1873 bis 1971 dauerte. Ein nachgebauter Stollen sowie die Einrichtung einer Bergmannswohnung gehören dazu.
  • Mit einem Blockmodell wird die Lagerung der Steinkohle im nördlichen Ruhrgebiet erläutert, die zur Entstehung der Zechen auf Gladbecker Boden führte.
  • Ferner sammelt das Museum moderne Kunst, darunter (seit 1986) auch Computerkunst. Es besitzt unter anderem Werke von Joseph Beuys und Timm Ulrichs].

Das Museum hat auch ein museumspädagogisches Angebot: alle Themenbereiche der Sammlungen und der Dauerausstellung können für Schulklassen und Gruppen erfragt werden, beispielsweise die Ritterzeit, da das Wasserschloss Wittringen ein Rittersitz war.

Religionsgemeinschaften

Nach Angaben der Stadt Gladbeck gehörten zum Jahresende 2006 von insgesamt 77.436 Einwohnern 53.027 (ca. 68 Prozent) einer der beiden großen christlichen Konfessionen an (30.906 katholisch (ca. vierzig Prozent), 22.121 evangelisch (ca. 28 Prozent)). 24.409 gehören sonstigen Religionsgemeinschaften an oder sind ohne Bekenntnis. Die größte Gruppe unter den sonstigen Religionsgemeinschaften bekennt sich zum Islam. Wie viele Einwohner dem Islam zuzurechnen sind, ist unbekannt. Ebenso ist eine zahlenmäßige Nennung der einzelnen konfessionellen Gruppen (wie Schiiten, Sunniten oder Aleviten) wegen fehlender Angaben nicht möglich.

Bedingt durch die Neustrukturierung im Bistum Essen gibt es in Gladbeck seit dem 1. September 2007 nur noch eine Großpfarrei, St. Lamberti. Diese besteht aus den sechs „Gemeinden“

  • St. Lamberti, Mitte
  • Herz Jesu, Zweckel
  • St. Marien, Brauck
  • St. Josef, Alt-Rentfort mit der Filialkirche St. Franziskus, Rentfort-Nord
  • St. Johannes, Ost
  • Heilig Kreuz, Butendorf

Für die so genannten „weiteren Kirchen“ St. Elisabeth, Ellinghorst und Christus-König, Schultendorf, die zukünftig nicht mehr aus Kirchensteuermitteln finanziert werden, liegt noch kein Verwendungskonzept vor.

Evangelische Gotteshäuser (nach der Profanierung der Lukas-Kirche in Butendorf am 4. Mai 2008 und der Markus-Kirche am 11. Mai 2008):

  • Christuskirche, Mitte
  • Petruskirche, Brauck
  • Martin-Luther-Kirche, Rentfort
  • Sankt Stephani-Kirche, Zweckel

Evangelisch-freikirchliches Gotteshaus:

  • evangelisch-freikirchliche Gemeinde (Baptisten) Friedenskirche, Mitte

Neuapostolische Gotteshäuser:

  • Gemeinde Gladbeck-Mitte
  • Gemeinde Gladbeck-Zweckel

Neben der Moschee im Stadtteil Butendorf gibt es in Gladbeck eine Reihe weiterer islamischer Gebetsräume (konkrete Zahlen fehlen), die als solche jedoch nach außen hin nicht unbedingt in Erscheinung treten.

Bauwerke

  • Bürgerhaus Gladbeck-Ost
  • Ehrenmal im Wittringer Wald (1932)
  • ehemalige ev. Markuskirche, an der Bülser Straße, Ecke Lindenstraße, wurde 1968 von Albrecht E. Wittig und Janowski entworfen. Sie steht unter Denkmalschutz und hat eine markante Zeltform, einen seitlichen Turm mit klarer Architektur. 2009 wurde sie zum ersten Luther-Forum Deutschlands umgebaut.
  • Freibad (1927–1928)
  • Hallenbad
  • Kath. Heilig-Kreuz-Kirche im Ortsteil Butendorf (1912–1914), von Otto Müller-Jena
  • Kath. Christus-König-Kirche im Ortsteil Schultendorf (1927–1928), von dem Gelsenkirchener Architekten Josef Franke
  • Kath. Herz-Jesu-Kirche im Ortsteil Zweckel (1912–1915), von den Architekten Ludwig Becker und Wilhelm Sunder-Plaßmann
  • Kath. St.-Josef-Kirche im Ortsteil Alt-Rentfort (1934–1935), von dem Gelsenkirchener Architekten Josef Franke
  • Ehemaliges Postamt (1928), jetzt Gaststätte Brauhaus
  • Maschinenhalle der ehemaligen Zeche Zweckel im Ortsteil Zweckel (1909), Industriedenkmal, Maschinenhalle mit zwei Fördergerüsten, heute für gesellschaftliche Ereignisse buchbar.
  • Altes Rathaus, vormals Amtshaus (1908–1910), von dem Kölner Architekten Otto Müller-Jena
  • Stadion Gladbeck (1928), seit 1986 unter Denkmalschutz
  • Stadtbücherei
  • Stadthalle
  • Neue Galerie im Rathauspark, ein Ausstellungsforum für junge und aktuelle Gegenwartskunst.
  • Türkische Moschee in Gladbeck-Butendorf
  • Volkshochschule in der Jovy-Villa

Stolpersteine

Am 31. März 2009 und am 9. Juli 2010 wurden auf Initiative des „Gladbecker Bündnis für Courage“ hin auch in Gladbeck sogenannte Stolpersteine durch den Kölner Künstler Gunter Demnig verlegt. Bei diesen quadratischen Steinen (10x10 cm) handelt es sich um umgebördelte Messingplatten auf Betonkörper im Straßenpflaster, die mittels einer eingeschlagenen Inschrift an die Opfer der Judenvernichtung und der politischen Verfolgung im Nationalsozialismus erinnern sollen.

Theater, Kino und Musik

Das Jazzival und einige andere Kulturveranstaltungen (z. B. in der Maschinenhalle Zeche Zweckel im Rahmen der RuhrTriennale) finden in Gladbeck statt. In den 1960er Jahren hatte Gladbeck fünf Kinos: Schauburg, Metropol, Rex, Apollo, Capitol. Das jetzt einzige Kino ist kommunal und befindet sich in der Stadtbücherei.

Literaturbüro

Das Literaturbüro NRW-Ruhrgebiet e. V. ist seit 1986 in Gladbeck ansässig und vergibt in jedem Herbst den vom Regionalverband Ruhr gestifteten Literaturpreis Ruhrgebiet. Insgesamt 15.110 € erhalten die Preisträger für poetische Texte, die Bezug nehmen auf die Wirklichkeit und den Kunst-Stoff im Ruhrgebiet.

Grünanlagen

Im Stadtgebiet werden ca. 600 ha öffentlich nutzbare Erholungsflächen angeboten. Davon sind rd. 180 ha Parks und Spielplätze, rd. 200 ha städtischer Wald und 200 ha rekultivierte, mit Wegen erschlossene Halden des Steinkohlebergbaus. Insgesamt gibt es im Stadtgebiet 62 Kinderspielplätze und zahlreiche Spielstationen in der Fußgängerzone in der Innenstadt. Zur Freizeitqualität tragen 34,7 ha Kleingärten und die Stadtgärten Johowstraße und Frochtwinkel/Schulstraße mit 12,5 ha Fläche bei. Zwei Stadtgartenhäuser können für private Feiern angemietet werden.

Am ersten Samstag im September wird das Appeltatenfest (Apfeltaschenfest) gefeiert. Dazu wird die Appeltatenkönigin gewählt.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

  • Helmuth Albrecht (* 1885; † 1953), Politiker (DVP), MdR
  • Norbert Ballhaus (* 1955), Politiker (SPD), seit 2004 Bürgermeister der Stadt Moers
  • Chris Boltendahl (* 1962), Sänger (ehem. E-Bass-Spieler) der Power Metal-Band Grave Digger
  • Harald Deilmann (* 1920; † 2008), Architekt
  • Paul Derks (* 1944), Germanist und Hochschullehrer
  • Julian Draxler (* 1993), deutscher Fußballspieler des FC Schalke 04
  • Gero Fischer (* 1943), ehemaliger Vorsitzender Richter am Bundesgerichtshof
  • Benno Gellenbeck (* 1910; † 1974), Film- und Theaterschauspieler
  • Thomas Göltl (* 1962), Boule- und Pétanquespieler
  • Marianne Hoika (* 1942), Schauspielerin am Düsseldorfer Schauspielhaus [3]
  • Helmut Janz] (* 1934; † 2000), Leichtathlet und Olympiateilnehmer 1960
  • Willy Kaiser (* 1912; † 1986), Olympiasieger im Boxen
  • Franz auf’m Kamp SVD (* 1888; † 1963), Missionar, Rektor, Lehrer und Erzieher, Exerzitienmeister, Dichter und Dramatiker
  • Rudolf Kowalski (* 1948), Schauspieler
  • Michael Kraus (Schwimmer)|Michael Kraus]] (* 1955), Schwimmer
  • Timo Kunert (* 1987), Fußballspieler
  • Pierre-Michel Lasogga (* 1991), deutscher Fußballspieler
  • Ralf Ludwig (* 1961), Geschäftsführender Direktor des Institutes für Chemie der Universität Rostock, Professor für Physikalische Chemie, Juso-Bundesvorsitzender 1991–1993
  • Claudia Lux (* 1950), Generaldirektorin der Stiftung Zentral- und Landesbibliothek Berlin
  • Werner Müller (* 1946), Historiker
  • Hermann Nattkämper (* 1911; † 2005), Fußballspieler
  • Doro Pass-Weingartz (* 1951), Politikerin (Grüne), von 1994 bis 1999 Bürgermeisterin der Stadt Bonn
  • Berthold Possemeyer (* 1951), Konzertsänger und Hochschullehrer
  • Gerhard Prokop (* 1939), Fußball-Torwart
  • Johann Heinrich Riesener (* 1734; † 1806), Möbelkünstler am französischen Hof
  • Heinrich Rodeck (* 1920), Kinder- und Jugendarzt, Hochschullehrer und Forscher
  • Armin Rohde (* 1955), Schauspielerd
  • Pierre Semmler (* 1943), deutsch-französischer Schauspieler
  • Heiko Waßer (* 1957), Sportjournalist und Formel 1-Kommentator
  • Achim Wessing (* 1933), Augenarzt, Hochschullehrer und Forscher
  • Heinz Wewers (* 1927; † 2008), Fußballspieler
  • Hans Wiltberger (* 1887; † 1970), Komponist, Schüler von Hans Pfitzner
  • Johann Wuwer (* 1922), Politiker SPD), MdB, Vorstandsmitglied der Thyssen Energie GmbH
  • Snaga (* 1978), deutscher Rapper unter dem Pseudonym Snaga

Mit Gladbeck verbundene Personen

  • Ernst Schiffmann (* 24. Dezember 1883 in Gößnitz (Thüringen); † 11. Januar 1952 in Gladbeck), Turnvater.
  • Mathias Jacobs (1885–1935), Politiker (SPD), MdL
  • Ibrahim Bekirović (* 22. Juli 1961 in Skopje; † 18. November 2000 in Sankt Pankraz (Oberösterreich), genannt Ibo, Sänger.
  • Bjarne Goldbæk (* 1968), ehemaliger dänischer Fußballspieler, lebt in Gladbeck

Sonstiges

Die Stadt Gladbeck war Bestandteil von Ruhr.2010 - Kulturhauptstadt Europa. Die Local Heros Woche in Gladbeck fanden vom 26. September - 2. Oktober 2010 statt. Das ganze Jahr wurden aktive Kulturbeiträge zu RUHR.2010 ausgerichtet - dazu die großen Events SchachtZeichen, Still-Leben Ruhrschnellweg.

Kinder- und Jugend-Universität

Gladbeck erhielt im Herbst 2006 eine Kinder-Universität. Angeboten werden verschiedene Kurse, wie zu Computern, Mathematik, Sprachen und vielen anderen Themenbereichen. Das Projekt startete am 8. September 2006. Träger der Kinder- und Jugenduniversität ist die städtische Jugendpflege.

Patenschaft in der Deutschen Marine

Für zwei Einheiten der Deutschen Marine hat die Stadt Gladbeck die Patenschaft übernommen. Es handelt sich um die beiden Mehrzwecklandungsboote L762 Lachs und L765 Schlei der Klasse 520, die bei den Spezialisierten Einsatzkräften Marine in Eckernförde stationiert sind.[4]

Technisches Hilfswerk Gladbeck/Dorsten

In Gladbeck ist das Technische Hilfswerk Gladbeck/Dorsten stationiert. Dieser Ortsverband hat zwei Bergungsgruppen und die Fachgruppen Beleuchtung und Wasserschaden/Pumpen. Die Unterkunft befindet sich in der Stollenstraße.

Siehe auch

  • Gladbecker Geiseldrama
  • Gladbecker Lagergeldfund
  • Gräberfeld von Gladbeck

Literatur

  • Rainer Weichelt: Geschichte der Stadt Gladbeck. Gudensberg-Gleichen: Wartberg Verlag, 2004.

Einzelnachweise

  1. Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X.
  2. Gladbeck.de, Abruf am 9. Juni 2010.
  3. http://kulturportal.de/-/kulturschaffende/detail/54049
  4. Homepage der Deutschen Marine: Patenschaften in der Marine

Weblinks