Gustav Bär

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Gustav Bär (* 18. Oktober 1884 in Winnings, Hehsen; † 1. November 1952 in New York, USA) Prediger und Religionslehrer der jüdischen Gemeinde Dorsten.

Gustav Bär um 1940

Leben

Bär war seit 1903 als Prediger und Religionslehrer der jüdischen Gemeinde Dorsten tätig. Gemeinsam mit einem Kollegen war er für ein großes Gebiet mit mehreren Untergemeinden zuständig, so auch für Buer und Horst in der jüdischen Gemeinde. Er wohnte von 1913 bis 1938 mit seiner Familie in der Lindenstraße 56.

Er gibt den Kindern Religions- und Hebräischunterricht, wohnt dem Schächten bei, dem Schlachten der Tiere nach jüdischem Ritus, ist Vorbeter bei Gottesdiensten, organisiert Ferienlager für Kinder und Jugendliche. Seine Frau Hilde Johanna, geborene Stern (* 15.11.1885 in Meuth, Kreis Westerberg; † 1980 in New York) , leitet die „Israelitische Frauen-Vereinigung“ in Buer. Als sich die Gemeinde in Buer 1932 verselbstständigt, geht Bär in den Ruhestand.

Nach 1933 unterstützt er auswanderungswillige Juden und Jüdinnen sowie Eltern, die ihre Kinder zum Schutz vor den Nazis ins Ausland schicken.

1938 floh er mit seiner Frau und den beiden Kindern Felix (* 2.5.1912 in Gemen, Kreis Borken) und Dina Gisela (* 5.10.1919 in Buer) in die USA, nachdem er vielen jüdischen Familien bei der Flucht vor den Nationalsozialisten geholfen hatte. Gustav Bär verstarb 1952 in New York.

Ehrung

Nach ihm ist der Gustav-Bär-Platz, der sich vor dem Hallenbad Buer an der Maelostraße befindet, benannt worden.

Weblinks

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