Heßler

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Wappen von Gelsenkirchen

Heßler
Stadtteil von Gelsenkirchen

Höhe 44 m über NN
Fläche 3,78 km²
Einwohner 5622 [1](31. Dez. 2020)
Bevölkerungsdichte 1487 Einwohner/km²
Ausländeranteil 14,3 %
Postleitzahl 458..
Vorwahl 0209
Gliederung
Stadtbezirk Mitte
Stadtteile

Altstadt, Bismarck, Bulmke-Hüllen, Feldmark, Heßler, Schalke, Schalke-Nord

Politik
Bezirksbürgermeister Marion Thielert (SPD)
Quelle: Statistikamt Gelsenkirchen
Satellitenbild
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Die Stadtteile Gelsenkirchens mit der Heßler im Westen.

Heßler gehört zum Gelsenkirchener Stadtbezirk Mitte und liegt nordwestlich des Gelsenkirchener Stadtzentrums. Die nordwestliche Begrenzung bildet die Emscher, die nordöstliche die Emschertalbahn und die südöstliche die Bundesautobahn 42. Im Südwesten grenzt Heßler an den Essener Stadtteil Essen-Altenessen.

Der Siedlungskern von Heßler erstreckt sich nördlich und südlich der Straße Fersenbruch, dem Zentrum des Stadtteils. Das Gebiet nördlich der Grothusstraße wird vorwiegend geweblich genutzt, während der Westen des Stadtteils vom Nordsternpark eingenommen wird. Im Süden des Stadtteils liegen mit dem Gelsenkirchener Westfriedhof sowie der renaturierten Halde der Zeche Wilhelmine Victoria II/III weitere Grünflächen.

Die bis 1903 bestehende ehemalige Gemeinde Heßler, deren Umfang ungefähr der heutigen Gemarkung Heßler entspricht, umfasste auch noch größere Gebiete der heutigen Stadtteile Schalke und Feldmark.

Geschichte

Das Gebiet der Bauernschaft Heßler lag im Winkel zwischen dem Schwarzbach im Süden und der Kleinen Emscher im Norden. Die Grenze nach Westen stellte gleichzeitig die Grenze von Rheinland und Westfalen da, um dessen Verlauf es jahrzehntelang Streitigkeiten gab.

Die Besiedlungsform war wie im übrigen Emschertal. Es gab kleine Herrenhäuser, Bauernhöfe und Kotten gestreut vor allem auf den Mittelterassen der Emscher. 1865 lebten hier 376 Einwohner. Zu diesen Zeitpunkt brach die Industriealisierung auch in Heßler ein. 1856 wurde die Zeche Wilhelmine Victoria abgeteuft und die Bevölkerung wuchs mit dem Bedarf ab Arbeitskräften. Die Zeche war über lange Zeit der einzige Industriebetrieb und die Landwirtschaft bestimmte das Bild des Stadtteils weiterhin.

Weil kein Wohnraum für Arbeiter in der Nähe zu finden war, baute die Zeche 1872 in direktem Anschluß an das Gelände von Schacht 1 eine kleine Wohnsiedlung mit neun Häusern. Diese befanden sich an der Kreuzung Haldenstraße/Wilhelminenstraße und wurden im 2. Weltkrieg zerstört.

1873 wurden die ersten zehn Wohnhäuser des Klapheckenhofs gebaut. Diese Siedlung erhielte den Namen des Kottens, der bis dahin auf dem Gelände stand. 1885 wurde die Grawenhofsiedlung gebaut.

Am 1. April 1903 wurde Heßler zusammen mit weiteren Gemeinden in die kreisfreie Stadt Gelsenkirchen eingemeindet.

Quelle

  • Dokumentation von Werkssiedlungen in Gelsenkirchen von Beginn der Industriealisierung bis 1933, Herausgeber Stadt Gelsenkirchen 1980

Weblinks

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Einzelnachweise