Heimatbund Gelsenkirchen

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Der Heimatbund Gelsenkirchen e.V. nimmt vielfältige Aufgaben, die zur Pflege des lokalen Geschichtsbewusstseins, der heimatlichen Kultur sowie des Natur-, Landschafts- und Denkmalschutzes dienen, wahr. Das Thema Stadtgeschichte erfährt momentan einen wachsenden Stellenwert sowohl in der wissenschaftlichen Diskussion als auch in der öffentlichen Aufmerksamkeit.


Geschichte und Ziele

Heute kann der Verein mit Genugtuung daran erinnern, dass der am 28. April 1927 gegründete Heimatbund seit Jahrzehnten darum bemüht ist, bei den Bürgern die Identität mit Gelsenkirchen als Industriestadt zu fördern. Besondere Aufmerksamkeit widmet der Heimatverein ebenso dem Erhalt von Relikten und der Bewusstmachung von Spuren und Zeugnissen aus vorindustrieller Zeit.

Der Heimatbund hat sich zum Ziel gesetzt, das Leben der Menschen in der Heimat als Geschichte ihrer Arbeit, ihres Alltags, ihrer Freude und ihres Leidens zu ergründen, ohne den Zusammenhang zur „großen“ Geschichte aus den Augen zu verlieren. Die Bemühungen um die Wahrung des kulturgeschichtlichen Erbes schließen Bestrebungen zum Erhalt der Natur- und Baudenkmäler Gelsenkirchens ein.

Der Heimatbund Gelsenkirchen bezieht sich bewusst auf die demokratischen Traditionen des Heimatbegriffs. Ausgehend von der neueren Definition des Begriffes Heimat als gemeinsamer Erfahrenszusammenhang indentitätsbewusster Menschen unterschiedlicher Herkunft widmet er sich Aktivitäten, ohne sich volkstümelnd und borniert gegenüber anderen Kulturen und heimatlichen Zusammenhängen abzugrenzen.

Zu den weiteren Aufgaben, die der Verein sich darüber hinaus gestellt hat, zählen der Aufbau und die Vervollkommnung seiner lokal-geschichtlichen Sammlung sowie die weitere Erforschung der Geschichte der einzelnen Stadtteile und der Kultur-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte Gelsenkirchens.


Aktivitäten

Der Heimatbund blickt auf eine umfangreiche Publikationstätigkeit in den Jahren von 1948 bis 1964 zurück, als unter anderem acht Bände der Reihe „Gelsenkirchen in alter und neuer Zeit“ und das bisherige Standardwerk Gelsenkirchener Geschichte „Kleine Chronik einer großen Stadt“ erschienen. 1992 wurden daran anknüpfend Beiträge zur Geschichte der Stadtteile Ückendorf und Resser Mark und 1996 der umfangreiche Band „750 Jahre Schalke. Geschichte eines weltberühmten Stadtteils“ herausgegeben.

Zur Wahrnehmung unserer genannten Aufgaben führt der Verein alljährlich ein jeweils thematisch breit gefächertes Sommer- und Winterprogramm durch. Das Sommerprogramm umfasst Fahrten, Ausflüge, Exkursionen, Besichtigungen, Führungen, Begehungen und Wanderungen, während das Winterprogramm Versammlungen, Diskussionen, Vorträge und Ausstellungen beinhaltet. All diese Aktivitäten wollen einerseits aufklären, andererseits Gelegenheit zu geselligem Beisammensein geben. Die Teilnehmer sollen sowohl neue Informationen erhalten als auch eigene Erfahrungen und Erinnerungen weitergeben können. Die Teilnahme, ausgenommen sind Fahrten und Ausflüge, simd kostenlos.

Außerdem hat man die Möglichkeit, die inzwischen umfangreiche (lokal-)geschichtliche Sammlung für historische und zeitgeschichtliche Interessen zu nutzen.

Der Verein ist auch an der Bergbausammlung Rotthausen beteiligt.

Publikationen

  • Der St. Josef Knappenverein Ückendorf in der Geschichte der Katholischen Arbeiter Bewegung
  • Kleine Gelsenkirchener Musikgeschichte - Heimatkundliche Beiträge zu einer Unterhaltungsmusik im Warenhaus und zu einer Musik in den Arbeiterwohnkolonien von Robert W. Spillmann
  • 75 Jahre Heimatbund Gelsenkirchen e. V. - Verein für Kulturgeschichte und Landschaftskunde
  • 125 Jahre Stadt Gelsenkirchen - Ein Beitrag zur Geschichte einer Stadt im Industriezeitalter von Willi Balthun
  • Gelsenkirchen in alter und neuer Zeit
  • Kleine Chronik einer großen Stadt
  • 750 Jahre Schalke. Geschichte eines weltberühmten Stadtteils

Im Juli 2019 erschien erstmals die Emscher-Zeitung, das Magazin des Heimatbundes Gelsenkirchen.

Gelsenkirchen in alter und neuer Zeit

  • Heft 15: Hildegard Schneiders: Hans Meier und seine Söhne - Die Entdeckung einer vergessenen Bildhauerfamilie.
  • Heft 16: Karlheinz Rabas: Hugo Kracht - Ein Leben für das Sauerland.
  • Heft 17: Karlheinz Rabas: Pforten zur Unterwelt - Geschichte der Kanalisation in Gelsenkirchen
  • Heft 18: Hildegard Schneiders: Kunst über Tage - Bergbaumotive in Gelsenkirchen
  • Heft 19: Karlheinz Rabas: Gaswerke in Gelsenkirchen - Zur Geschichte der Gaswirtschaft
  • Heft 20: Hans-Joachim Koenen: Josef Seithe - Erster Direktor der Bergschädenversicherung Gelsenkirchen
  • Heft 21: Alexander Pentek: Gelsenkirchens verschwundene Tierparks
  • Heft 22: Hildegard Schneiders: Spuren der Preußen in Gelsenkirchen
  • Heft 23: Heinz Pfaff und Lothar Ulrich: Ravenna und Heßler - Wissenwertes zum Westfriedhof
  • Heft 24: Heinz Hackstein: Im Zeichen der Eule - Das Rittergut Uhlenbrock zu Buer in Westfalen und die Geschichte der Familie Heege als letzte Hofsaufsitzer
  • Heft 25: Wiltrud Apfeld, Volker Bandelow, Hans-Joachim Koenen: 25 Jahre Kulturraum „die flora“
  • Heft 26: Hildegard Schneiders: Sakralkunst made in Gelsenkirchen; Der Bildhauer Wilhelm Burg sen. (1877-1942)
  • Heft 27: Hildegard Schneiders: Sakralkunst made in Gelsenkirchen; Der Bildhauer Wilhelm Burg jun. (1904-1965)
  • Heft 28: Hans-Joachim Koenen: Die Schüffeler Heide

Weblinks

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Kontakt

Heimatbund Gelsenkirchen, Volkshaus Rotthausen

Seiteneingang Mozartstraße 13

45884 Gelsenkirchen

  • Fon: (0209) 17 70 99 99
  • Fax: (0209) 17 70 99 97
  • E-Mail: info(at)heimatbund-gelsenkirchen.de

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  • jeden Dienstag von 17.00 bis 19.00 Uhr
  • Weitere Termine sind nach Vereinbarung möglich.