Heinrich Mönting

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Heinrich Mönting 1874

Heinrich Mönting (* 14. Mai 1812 in Schalke; † 13. November 1907 in Wiesbaden) war ein Bauernsohn, der sich als Industrieller und Gemeindevertreter von Gelsenkirchen einen Namen machte.

Er wurde auf dem Hof Schulte Mönting in Schalke geboren, wo er eine sehr harte Kindheit mitmachen musste. Bereits im zarten Alter von 6 Jahren war er für die Schweinehaltung des ganzen Hofes zuständig. Mit 13 wurde er dort Pferdejunge.

1841 bekam er eine Anstellung als Pferdeknecht auf dem Hof des Heinrich Schnutenhaus in Essen. Dieser gab ihn als Schreiber zum - ebenfalls in Essen ansässigen - Justitzrat Dohm in die Lehre.

Im Jahre 1847 heiratete Mönting, der auch Moenting geschrieben wird, die Tochter der Bäckerei- und Gaststättenbesitzerin Witwe Müsch in Gelsenkirchen.

Als Mitglied des Gemeinderates von Gelsenkirchen setzte er sich mit Weitblick für Verbesserungen im Bereich des Straßenwesens ein und hatte maßgeblichen Anteil an der Gründung der ersten Gelsenkirchener Sparkasse.

Mönting betrieb 3 Feldziegeleien. 1856 gründetet zusammen mit dem Belgier Renson die Dampfkesselfabrik Renson & Moenting

1866 war er einer der Mitbegründer des Puddel- und Walzwerkes Gewerkschaft Grillo, Funke & Co

Er war außerdem einer der Gründer der ersten Gasanstalt in Gelsenkirchen, sowie an der Entstehung der Wasserwerk Gelsenkirchen AG beteiligt. 1876 wird aufgrund seiner Initiative eine höhere Bürgerschule, das heutige Schalker Gymnasium Gelsenkirchen gegründet. Ferner betrieb er Stahl- und Walzwerke in Russland und Finnland.

Nach Heinrich Mönting wurde die Möntingstraße im Ortsteil Schalke benannt.

Weblinks

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Quellen

  • Gelsenkirchen - Kleine Chronik einer großen Stadt" um 1950 (Herausgeber: Heimatbund Gelsenkirchen)