Heinrich Rudolph

Aus Gelsenkirchener Geschichten Wiki
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Heinrich Rudolph (* 1901 in Gelsenkirchen, † 1. November 1965) war ein deutscher Künstler.

Leben

Heinrich Rudolph wurde in Gelsenkirchen geboren und wuchs in der Josefstraße 7 [1] auf. Nach seinem Studium an der Essener Folkwangschule und der Düsseldorfer Kunstakademie ließ er sich als freischaffender Künstler in Wattenscheid nieder.

Rudolphs künstlerische Laufbahn begann Ende der 1920er Jahre. 1930 erhielt er den „Kunstpreis Jungwestfalen“. Seine Bilder wurden auf Ausstellungen in Den Haag, Amsterdam, Karlsbad, München, Linz, Hagen, Münster, Hamm, Soest, Düsseldorf, Bochum und Gelsenkirchen gezeigt.

Während der NS-Zeit signierte er seine modernen Werke mit einem Pseudonym. Im Zweiten Weltkrieg wurde er ausgebombt und viele seiner Bilder aus seiner frühen Schaffensperiode gingen dabei verloren.

Nach dem Zweiten Weltkrieg gründete er 1946 den Bochumer Künstlerbund. 1950 wurde er Mitbegründer des Bund Gelsenkirchener Künstler. Zusammen mit Anton Felderhoff, Erich Schürbusch und Werner Habig bildete er das „Wattenscheider Künstlerquartett“, das nach 1945 die Kunstszene in Wattenscheid nachhaltig prägte.

Mit seiner Ehefrau hatte Rudolph einen Sohn. Seine Frau starb schon ziemlich früh. Dadurch zog er seinen Sohn alleine groß. Dieser erkrankte 1965 schwer und musste in einem Gießener Krankenhaus behandelt werden. Mit seiner Schwiegertochter besuchte Rudolph seinen erkrankten Sohn dort. Auf der Rückfahrt von Gießen nach Wattenscheid kam es am 1. November 1965 zu einem Autounfall, wobei Heinrich Rudolph tödlich verunglückte.

Heinrich Rudolph wurde in Essen-Huttrop beigesetzt.

Quelle

  • Der Wattenscheider - Vereinszeitschrift des Heimat- und Bürgervereins Wattenscheid e. V. - Heft 3 November 2015

Einzelnachweise

  1. Adressbuch Gelsenkirchen 1927