Heinrich Steinhaus

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Heinrich Steinhaus (* 14. Februar 1884 in Havixbeck, † 18. September 1954 in Gelsenkirchen-Erle ) war ein katholischer Pfarrer in Gelsenkirchen-Erle.

Heinrich Steinhaus am 16. Dezember 1933 bei seiner Amtseinführung

Steinhaus wurde 1884 als Sohn eines Bauern in Havixbeck geboren. Nach Abschluß der Gymnasialstudien in Warendorf trat er 1905 in das Borromäum in Münster ein und wurde am 5. Juni 1909 im Dom von Münster von Bischof Hermann zum Priester geweiht. 10 Jahre verwaltete er die Stelle eines Vikars in Südlohn, Kreis Ahaus. Dann wurde er 1919 als Kaplan und zugleich als Verwalter des St. Josef-Hospital nach Gelsenkirchen -Horst versetzt. In dieser Stellung baute er das Hospital großzügig aus. 1925 wurde er, unter Entbindung von seinen sonstigen Verpflichtungen, zum Rektor des Elisabeth-Krankenhaus in Erle ernannt. 1933 wurde er Nachfolger von Josef Steverding in der St. Barbara Gemeinde. Am Samstag,den 16 Dezember 1933, wurde er als neuer Pfarrer durch eine Deputation des Kirchenvorstandes und einen stattlichen Reiterzug abgeholt und auf der Sutumer Straße (Darler Heide) empfangen und zur Kirche geführt. Am folgenden Sonntag, den 17. Dezember, wurde er durch Dechanten Niehues aus Westerholt in sein Amt eingeführt.

Der atheistische Nationalsozialismus bestimmt den Alltag und versucht, das kirchliche Leben aus der Öffentlichkeit zu verdrängen. Aber die Erler Katholiken leisten aktiven und passiven Widerstand. Am Ende des Krieges hat die Gemeinde 234 Gefallene und 48 Bombenopfer zu beklagen. Kirche, Pfarrhaus und das Senioren- und Pflegeheim St. Josef, Jugendheim und Kindergarten sind schwer beschädigt oder gänzlich zerstört. Nach den zerstörerischen Kriegsjahren ist das kirchliche Leben bestimmt vom Wiederaufbau der Gebäude, aber auch des kirchlichen Lebens.

In die Zeit von Pfarrer Steinhaus fallen auch zwei Gemeindegründungen: Im Schievenviertel und im Haunerfeld besteht ein St. Marien-Kirchbauverein Erle Resse, da beide Pfarreien betroffen sind. Steinhaus ergreift die Initiative; am 17. April 1939 wird die nach den Plänen des Architekten Josef Franke errichtete Kirche von Weihbischof Roleff konsekriert und dem Hl. Konrad geweiht. Ein weiterer Kirchbauverein gründet sich 1948 für den Bereich der Resser Mark. Architekt Paul Günther fertigt die Pläne. Weihbischof Roleff weiht die Kirche am 17. April 1950 auf den Titel der Hl. Ida. Pfarrer Steinhaus erkrankt 1952 an Krebs, stirbt nach langem Leiden am 18. September 1954 und wird auf dem Hauptfriedhof Buer beigesetzt.

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