Heinz-Albert Heindrichs

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Heinz-Albert Heindrichs (* 15. Oktober 1930 in Brühl; † 12. März 2021 in Gelsenkirchen[1]) war ein deutscher Schriftsteller.

Heinz-Albert Heindrichs 2008 auf dem roten Sofa bei den Gelsenkirchener Gesichter - Gesichter Gelsenkirchens

Leben

Heinz-Albert Heindrichs studierte 1952 bis 1957 Germanistik und Musik- und Kunstwissenschaft an der Universität Bonn sowie Dirigieren und Komposition an der Musikhochschule Köln. 1970 bis 1996 war er Professor für Musik und Komposition an der Universität Essen. Er verfasste Gedichte und befasste sich mit Musiktheorie, der Interpretation neuer Musik und Synästhesie. Außerdem forschte er über das Märchen; zu diesem Thema richtete er zusammen mit seiner Frau Ursula Heindrichs internationale Kongresse der Europäischen Märchengesellschaft aus. Seine Bücher erscheinen seit 2008 im Rimbaud Verlag.

Heinz-Albert Heindrichs lebte seit 1960 in Gelsenkirchen.

Werkausgabe Gesammelte Gedichte (Aachen, 2008ff.)

  • Bd. I: Traumschutt · In der Kelter. 2010. [Entstanden 1963–1967.] ISBN 978-3-89086-515-7
  • Bd. II: Fort von wo · Verloren die Form. 2010. [Entstanden 1966–1967 und 1972–1974.] ISBN 978-3-89086-502-7
  • Bd. III: Honigklavier · Vor der Stille. 2008. [Entstanden 1972–1980.] ISBN 978-3-89086-547-8
  • Bd. IV: Unter dem Horizont · Weil es dich gibt. 2008. [Entstanden 1972–1980.] ISBN 978-3-89086-536-2
  • Bd. V: Aus der Rosenschlucht · Über die Lichtung. 2009. [Entstanden 1975–1989.] ISBN 978-3-89086-529-4
  • Bd. VI: Du nicht zu halten · Weißt du das Wort. 2009. [Entstanden 1975–1989.] ISBN 978-3-89086-528-7
  • Bd. VII: Die Nonnensense. Laut- und Unsinnsgedichte. 2008. [Entstanden 1995–2002.] ISBN 978-3-89086-535-5
  • Bd. VIII: An mich · Flugpost. 2009. [Entstanden 1991–1995.] ISBN 978-3-89086-527-0
  • Bd. IX: Atem für Atem · Von Jahr zu Jahr. 2009. [Entstanden 1996–2001.] ISBN 978-3-89086-523-2
  • Bd. X: Erinnern Erwarten · Je dunkler es wird. 2009. [Entstanden 2000–2004.] ISBN 978-3-89086-521-8
  • Bd. XI: Verhüllte Sonne · Blühender Staub. 2010. [Entstanden 2005–2009.] ISBN 978-3-89086-503-4
  • Bd. XII: Über uns in uns · Vor niemandes Ort. 2010. [Entstanden 2005–2009.] ISBN 978-3-89086-504-1
  • Bd. XIII: Gezählte Tage · Im freien Fall. 2012. [Entstanden 2009–2011.] ISBN 978-3-89086-456-3
  • Bd. XIV: Frühe Gedichte. 2012. [Entstanden 1938–1952 mit Ausnahme von zwei Gedichten aus den Jahren 1998 und 2001; enthält die Zyklen „Lieder im Frühling“ (1945–1946), „Aber schweigt der Wald“ (1947), „Lieder im Herbst“ (1947–1948), „Geronnen die Form“ (1948), „Rubin“ (1948–1950) und „Gesang der Frühe“ (1951–1952).] ISBN 978-3-89086-455-6
  • Bd. XV: Coda I · Coda II. 2013. [Entstanden Januar bis Oktober 2012.] ISBN 978-3-89086-441-9
  • Bd. XVI: Sterngefieder · Die Ferne so nah. 2014. [Entstanden 2013.] ISBN 978-3-89086-407-5
  • Bd. XVII: Grün vor Blau · Über die Grenze. 2015. [Entstanden 2014/15.] ISBN 978-3-89086-371-9
  • Bd. XVIII: Miteinander · Wer weiß wohin. 2017. [Entstanden Herbst 2015 bis August 2016.] ISBN 978-3-89086-349-8
  • Bd. XIX: Heimsucht · Fernweh. 2018. [Entstanden Herbst 2017 bis Sommer 2018.] ISBN 978-3-89086-317-7

Einzelveröffentlichungen

Lyrik

  • Zikadenmusik. Gedichte und No-tationen. Edition Xylos, Gelsenkirchen 1978, DNB 790064243.
    • Vom Autor durchgesehene Neuausgabe mit einem einführenden Text von Heiner Stachelhaus und aktualisierten biographischen Angaben, herausgegeben von Marcellus M. Menke: Books on Demand, Norderstedt 2017, ISBN 978-3-7448-9334-3.
  • Musikgedichte. Düsseldorf / Altenberg 1986 [Sonderdruck zum vierzigjährigen Bestehen der Werkgemeinschaft Musik].
  • Weil es dich gibt. Liebesgedichte. Edition Xylos, Gelsenkirchen 1988. ISBN 3-921812-27-5.
  • Siebenbuch [1972–1990]. Bitter, Recklinghausen 1991 [enthält die Zyklen „Mein Honigklavier – Musikgedichte“, „Vor der Stille – Zeitgedichte“, „Unter dem Horizont – Augengedichte“, „Weil es dich gibt – Liebesgedichte“, „Aus der Rosenschlucht – Nacht- und Traumgedichte“, „Über die Lichtung – Naturgedichte“ und „Weißt du das Wort – Sprachgedichte“]. ISBN 3-7903-0449-2.
  • Frühbuch [1963–1989]. Bitter, Recklinghausen 1992 [enthält die Zyklen „Traumschutt“, „In der Kelter“, „Verloren die Form“ und „Alpha“; das Spätbuch, das Frühbuch und Siebenbuch zum „Triptychon“ ergänzen sollte, erschien bislang nicht]. ISBN 3-7903-0478-6.

Ausstellungskataloge

  • Entgrenzungen. Bilder, Musik, Gedichte. [Katalog zur Ausstellung im Maternushaus.] Künstler-Union, Köln 2014, DNB 1056944773.

Selbstkommentare

  • Verdichtete Kindheit. In: Thomas Bücksteeg und Heinrich Dickerhoff (Hrsg.): Märchenkinder – Kindermärchen (= Veröffentlichung der Europäischen Märchengesellschaft. Band 24). Hugendubel, Kreuzlingen/München 1999, ISBN 3-424-01504-0, S. 40–51.
  • Nachwort. In: Heinz-Albert Heindrichs: Frühe Gedichte (= Gesammelte Gedichte. Bd. XIV). Rimbaud, Aachen 2012, ISBN 978-3-89086-455-6, S. 144–148.

Herausgegebenes

  • Märchen, die Brücken bauen. [Zusammen mit Ursula Heindrichs und Harlinda Lox.] Königsfurt-Urania, Krummwisch bei Kiel 2010, ISBN 978-3-86826-021-2. [15 Märchen, ausgewählt und kommentiert von: Ute Ahlert, Otto Betz, Monika Boguslawski, Christel Bücksteeg, Heinrich Dickerhoff, Katalin Horn, Ingrid Jacobsen, Jürgen Janning, Linde Knoch, Harlinda Lox, Catharina Lüggert, Sigrid Schmidt, Erika Taube, Mensah Wekenon Tokponto, Irmgard Wiemer.]

Kompositionen

  • Erstes Liederbuch (1954, nach Texten von Litaipe, Sappho, Langston Hughes).[2]
  • Liederbücher II–VIII nach Gedichten von Ilse Aichinger, Ingeborg Bachmann, Paul Celan, Ivan Goll, Ernst Meister, Nelly Sachs, Jesse Thoor und anderen.[2]

Auszeichnungen

  • 1954: Kölner Kompositionspreis (Lindströmpreis), „hauptsächlich für das Erste Liederbuch“[3]
  • 1958: Brüsseler Kammermusikpreis „fürs zweite Streichquartett“[3]
  • 2001: Europäischer Märchenpreis
  • 2001: Bundesverdienstkreuz 1. Klasse

Weblinks

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Einzelnachweise

  1. Traueranzeige
  2. 2,0 2,1 [Biogramm]. In: Heinz-Albert Heindrichs: Frühbuch. Recklinghausen 1992, S. 158–160, hier S. 159.
  3. 3,0 3,1 Heinz-Albert Heindrichs: Nachwort. In: Ders.: Frühe Gedichte (= Gesammelte Gedichte. Bd. XIV). Rimbaud, Aachen 2012, S. 144–148, hier 147.