Heinz Urban

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Heinz Urban (* 15. Januar 1925 in Gelsenkirchen; † 15. Juni 1977 ebenda) war ein deutscher Politiker und ehemaliger Landtagsabgeordneter der SPD.

Leben

Urban war das jüngste von 8 Geschwistern. Sowohl sein Großvater und Vater, als auch seine Brüder wurden von den Nationalsozialisten wegen ihrer sozialdemokratischen Gesinnung politisch verfolgt. Nach seiner Schulzeit absolvierte er zunächst eine Schlosserlehre, und nach dem Krieg beendete er eine Lehre als Maschinenschlosser.

Bereits 1941, im Alter von 16 Jahren, meldete er sich zur Handelmarine, um sich den Kriegsdienst zu entziehen. Kurze Zeit später jedoch wurde die Handelsmarine der Kriegsmarine unterstellt. Im Jahre 1943 war der Kriegsdienst für ihn beendet, als das Schiff, auf dem er seinen Dienst verrichtete, im Ärmelkanal torpediert wurde und sank. Als einer der Überlebenden konnte er sich schwerverletzt an Land retten und kam zunächst in ein Lazarett und anschließend in russische Kriegsgefangenschaft. Nach der Kapitulation Deutschlands flüchtete er aus der Gefangenschaft und kehrte nach Gelsenkirchen zurück.

Politik

Von 1930 bis 1933 war Urban Mitglied der Sozialistischen Arbeiterjugend „Die Falken“ und von 1945 bis 1955 deren Vorsitzender in Gelsenkirchen. Urban war ab 1946 Mitglied der Gewerkschaft IG Metall und ab 1958 Betriebsratvorsitzender bei der Gußstahlwerk Gelsenkirchen AG.

Vom 21. Juli 1962 bis zum 27. Mai 1975 war Urban Mitglied des Landtag Nordrhein-Westfalen.

Dem Stadtrat der Stadt Gelsenkirchen gehörte er ab 1952 an. Von 1954 bis 1964 war er Mitglied der Landschaftsversammlung des Landesverbandes Westfalen-Lippe.

Urban wohnte in Buer in der Drechslerstraße 9.[1]

Ehrung

Aufgrund seines sozialen und politischen Engagements wurde Heinz Urban 1974 das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.

Heinz-Urban-Stiftung

Am 21. Dezember 2005 wurde die Heinz-Urban-Stiftung zur Förderung vn Kindern und Jugendlichen in Gelsenkirchen gegründet. Ziel der Heinz-Urban-Stiftung ist die finanzielle Bereitstellung von Mitteln für die verbandliche Kinder- und Jugendarbeit in Gelsenkirchen.

Quelle

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Adressbuch Gelsenkirchen 1974