Herbert Lütkebohmert

Aus Gelsenkirchener Geschichten Wiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Aki Lütkebohmert
Spielerinformationen
Voller Name Herbert Lütkebohmert
Geburtstag 24. März 1948
Geburtsort Heiden (Münsterland), Deutschland
Sterbedatum 29. Oktober 1993
Sterbeort Essen, Deutschland
Größe 179 cm
Position Mittelfeld
Vereine in der Jugend
Viktoria Heiden
TuS Borken
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1966–1968
1968–1979
1979–1980
1980–?
TSV Marl-Hüls
FC Schalke 04
1. FC Bocholt
VfL Reken
0
286 (28)
0

1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Herbert "Aki" Lütkebohmert (* 24. März 1948 in Heiden (Münsterland); † 29. Oktober 1993 in Essen) war ein deutscher Fußballspieler.

Laufbahn

Lütkebohmert, der als jüngstes von elf Kindern aufwuchs, begann das Fußballspielen bei Viktoria Heiden. Danach war er beim TuS Borken und dem TSV Marl-Hüls aktiv.

1968 erhielt der Mittelfeldspieler seinen ersten Profivertrag beim FC Schalke 04. Gleich in seiner ersten Saison schaffte er den Durchbruch bei den Knappen und spielte 24 mal in dieser Saison. Lediglich im DFB-Pokal kam er nicht zum Einsatz, obwohl die Mannschaft bis ins Finale kam. Dies änderte sich in seiner besten Saison 1971/72. Er bestritt sämtliche Spiele in der Fußball-Bundesliga und wurde Vize-Meister und gewann den DFB-Pokal 1972 mit einem Finalsieg von 5:0 über den 1. FC Kaiserslautern. Es spielte damals die wohl beste Schalker Mannschaft in der Geschichte der Fußball-Bundesliga. Lütkebohmert schoss selbst das Tor zum 3:0 in der 57. Minute. Folgende Mannschaft stand in diesem Spiel neben Lütkebohmert auf dem Platz: Norbert Nigbur (Tor), Hartmut Huhse, Klaus Fichtel, Rolf Rüssmann, Helmut Kremers, Klaus Scheer, Heinz van Haaren, Reinhard Libuda, Klaus Fischer und Erwin Kremers.

Im darauf folgenden Jahr wurde diese Mannschaft durch den Bundesliga-Skandal aus dem Jahre 1971 und die Urteile im Prozess dazu auseinandergerissen. Herbert Lütkebohmert war in den Skandal verwickelt und erhielt am 18. März 1973 eine zweijährige Sperre. Im Januar 1974 wurde er dann begnadigt. Die Sperre brachte die Karriere eines der hoffnungsvollsten Talente des FC Schalke völlig aus dem Tritt. Der damalige Bundestrainer Helmut Schön sagte später, dass er Lütkebohmert ohne diese Sperre in den Kader der deutschen Nationalmannschaft zur Fußball-Weltmeisterschaft 1974 berufen hätte. 1976 erhielt Lütkebohmert wie auch weitere Schalker Spieler aufgrund eines Meineids im Zusammenhang mit dem Bundesliga-Skandal eine Strafe von 10.000 Mark, zahlbar an die Deutsche Krebshilfe.

1979 zerstritt sich Herbert Lütkebohmert mit dem FC Schalke bei Vertragsverhandlungen, ließ sich reamateurisieren und spielte noch ein Jahr beim 1. FC Bocholt in der Amateur-Oberliga. In der folgenden Saison schloss er sich seinem Heimatverein VfL Reken an, der in dem Jahr gerade in die Verbandsliga Westfalen aufgestiegen war.[1]

Insgesamt brachte es Herbert Lütkebohmert auf 286 Bundesliga-Einsätze und schoss dabei 28 Tore. Im Oktober 1993 verstarb der Vater von zwei Kindern nach langer Knochenkrebserkrankung im Alter von nur 45 Jahren.

Auf der Jahreshauptversammlung am 10. Mai 2010 wurde Lütkebohmert in die Schalker Ehrenkabine berufen.

Weblinks

Einzelnachweis

  1. Schalker Kreisel, Ausgabe 8-1980/81 vom 15. November 1980