Hermann Erlhoff

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Hermann Erlhoff (* 22. Dezember 1944 in Gelsenkirchen-Erle) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und Trainer.

Hermann Erlhoff 1969

Karriere

Hermann Erlhoffs Heimatverein ist die SuS Bertlich, bei der er in der Jugend spielte. Anschließend war der gelernte Maschinenschlosser gemeinsam mit Hans-Jürgen Wittkamp bei der SpVgg Herten in der Verbandsliga aktiv. 1966 absolvierte er ein Probetraining beim FC Schalke 04, wechselte jedoch nach einer Verletzung zunächst zum TSV Marl-Hüls in die Fußball-Regionalliga. Nach einem Freundschaftsspiel des TSV gegen die Schalker, in dem er Schalkes Trainer Fritz Langner beeindruckt hatte, erhielt er 1967 einen Vertrag bei den Knappen.

Sein erstes Bundesligaspiel machte der zu dieser Zeit im Mittelfeld agierende Erlhoff am 19. August 1967 in der Glückauf-Kampfbahn. Er wurde nach einer guten halben Stunde für den verletzten Heinz Pliska eingewechselt; Sein Gegenspieler war Günter Netzer. In der 89. Minute lieferte er Friedel Rausch die Vorlage für das Tor zum 3:4-Endstand.[1] Unter Trainer Günther Brocker avancierte er zum Stammspieler. Nachdem Günter Brocker seinen Stuhl hatte räumen müssen, kam Rudi Gutendorf als Trainer, mit dem die „Blauen“ 1969 das DFB-Pokalfinale und im folgenden Jahr das Halbfinale im Europapokal erreichten. Aufgrund von Differenzen mit Gutendorf wechselte Erlhoff 1970 trotz laufenden Vertrags nach 75 Ligaeinsätzen mit acht Toren sowie fünf Spielen im Europapokal zu Rot-Weiss Essen.

Nunmehr vornehmlich in der Abwehr eingesetzt wurde er auch hier Stammspieler, musste allerdings nach der Saison 1970/71 in die Regionalliga absteigen. Zwei Jahre später gelang ihm mit dem Team der Wiederaufstieg, und er spielte noch weitere zwei Jahre in der höchsten Spielklasse. In der Saison 1975/76 kam er nur noch zu einem Einsatz; in seinem letzten Bundesligaspiel am 13. März 1976, einem 0:5 beim 1. FC Kaiserslautern, wechselte Trainer Ivica Horvat ihn in der 80. Minute für Hartmut Huhse ein. Für die Essener bestritt er 87 Spiele in der Bundesliga, in denen er sieben Tore erzielte.

Hermann Erlhoff (rechts) mit Friedhelm Wessel 2012

Trainer

Bei Rot-Weiss Essen war er zunächst Co-Trainer und löste am 27. September 1976 Ivica Horvat ab. Erlhoffs Mannschaft konnte aber den Abstieg aus der Bundesliga 1977 nicht verhindern. Er blieb zunächst auch in der Zweiten Liga Trainer der Rotweißen, wurde jedoch im Januar nach einem 3:3-Unentschieden beim Lokalrivalen Schwarz-Weiß Essen, mit dem das Team von einem Aufstiegsplatz abrutschte, abgelöst.

Erlhoff war anschließend als Trainer unter anderem beim SV Holzwickede, bei der SpVgg Erkenschwick und in den 90er Jahren mehrere Jahre beim VfB Hüls tätig.

In der Saison 2000/2001 coachte er den Frauenfußballbundesligisten FFC Flaesheim-Hillen, belegte in der Meisterschaft den 5. Platz und zog ins Pokalendspiel in Berlin ein, wo das Team gegen den 1. FFC Frankfurt mit 2:1 verlor.

Hermann Erlhoff gehört immer noch der Traditionsmannschaft des FC Schalke 04 an.

Anmerkung

Über den Geburtsort von Erlhoff gibt es unterschiedliche Angaben. Auf der Homepage des FC Schalke 04 wird Gelsenkirchen angegeben [2]. In den Datenbanken Tranfermarkt.de und Weltfußball.de wird Herten angegeben. In einem Interview, das Hermann Erlhoff mit dem Magazin RevierSport im Januar 2015 führte, wird Marl als Geburtsort genannt[3]. Nach seinen eigenen Aussage wurde er in Erle geboren [4]

Weblinks

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Einzelnachweise