Hermann Fredersdorf

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Hermann Fredersdorf (* 19. März 1924 in Gelsenkirchen-Buer; † 8. August 2013 in Koblenz) war ein deutscher Finanzbeamter und Parteipolitiker.

Leben und Werk

Hermann Joseph Fredersdorf wurde 1924 als Sohn eines Buchdruckers geboren, und die Familie lebte in der Romanusstraße 5 [1]. Fredersdorf besuchte ab 1934 das Humanistische Schalker Gymnasium Gelsenkirchen bis zur Mittleren Reife. Anschließend absolvierte er die Reichs- und Landesfinanzschule für den gehobenen Dienst. 1940 trat er als Inspektoren-Anwärter in die Reichsfinanzverwaltung ein und leistete bis 1949 seinen Dienst beim Finanzamt Gelsenkirchen-Nord. 1941 legte er die erste fachwissenschaftliche Prüfung in Mölln ab. 1942 wurde er zum Reichsarbeitsdienst einberufen und anschließend zum Kriegsdienst. Er war 13 Monate in russischer Kriegsgefangenschaft.

1946 legte er die Aufnahmeprüfung an der Pädagogischen Akademie Emsdetten ab. Außerdem studierte er zwischen 1941 und 1947 fünf Semester an der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Essen und Bochum. 1947 legte er die zweite fachwissenschaftliche Prüfung in Gladbeck ab. Ab 1949 arbeitete er bei der Oberfinanzdirektion Münster/Westfalen und ab 1951 im Finanzministerium Düsseldorf, zuletzt als Steuerrat.

Fredersdorf war Vorsitzender des Bundes Deutscher Steuerbeamten und von 1969 bis 1979 stellvertretender Bundesvorsitzender des Deutschen Beamtenbundes.

Fredersdorf war zunächst Mitglied der SPD, wurde aber aus der Partei ausgeschlossen, als er 1979 zu den Gründern der Bürgerpartei gehörte. Dort vertrat er eine radikale Reform der Besteuerung, die Partei blieb jedoch bedeutungslos.

Ehrungen

  • Silberne Steuerschraube
  • Ehrenvorsitzender der Deutschen Steuer-Gewerkschaft
  • Ehrenpräsident der Union des Finanzpersonals in Europa

Schriften

  • Die Ausbildung der Steuerbeamten. Verlag Neue Wirtschafts-Briefe, Herne 1968.
  • Das ungerechte Steuersystem der Bundesrepublik. Industriegewerkschaft Metall für d. Bundesrepublik Deutschland, Vorstand, Abt. Bildungswesen, Frankfurt 1969.
  • mit Rolf Kohlrust: Die berufliche Bildung der Steuerbeamten. Verlag Neue Wirtschafts-Briefe, Herne, Berlin 1978, ISBN 3-482-71383-9.
  • Die Partei der Steuerzahler. Verlag Bonn Aktuell, Stuttgart 1978, ISBN 3-87959-094-X.
  • Der Steuerrebell und seine Gewerkschaft. Wirtschaftsverlag, Wiesbaden, Stuttgart 1982, ISBN 3-922114-02-4.

Quelle

Einzelnachweise

  1. Adressbuch Gelsenkirchen 1927