Hermann Nattkämper

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Hermann Nattkämper (* 4. Oktober 1911 in Gladbeck; † 2. April 2005 ebenda) war ein deutscher Fußballspieler und zweimal deutscher Meister mit dem FC Schalke 04.

Die Meistermannschaft von 1934

Mit 14 Jahren wurde der gelernte Mittelläufer 1925 Mitglied beim Verein Preußen Gladbeck. Als der Vereinswirt ihn wegen eines verschossenen Elfmeters kritisierte, verließ er den Verein und ging 1930 zum FC Schalke 04. Dort wurde er 1934 und 1935 deutscher Fußballmeister.

1936 verließ er nach 74 Spielen und 37 Toren den FC Schalke und kehrte zu Preußen Gladbeck zurück.

In Gladbeck wirkte er fortan als Stadtamtmann und im elterlichen Getränkegroßhandel.

Nattkämper tritt am 1. Mai 1937 in die NSDAP ein. Zwischen dem 1. Juli 1939 und 15. März 1940 fungiert er als Blockleiter bei der nationalsozialistischen Volkswohlfahrt . Am 15. März 1940 wird er zur Wehrmacht eingezogen und wird Unteroffizier. 1945 geriet er in russische Gefangenschaft und spielte dort ein paar Mal in einer Danziger Mannschaft. 1948 kehrte er aus der Gefangenschaft nach Gladbeck zurück.

Die Denazifizierungskammer stuft ihn 1948 als entlastet ein. Danach arbeitet er bei der Stadtverwaltung Gladbeck in verschiedenen Ämtern. 1951 wird er Stadtinspektor in Gladbeck, 1970 geht er als Stadtamtmann in den Ruhestand.

Hermann Nattkämper war das letzte noch lebende Mitglied des legendären „Schalker Kreisels“, zu dem auch Ernst Kuzorra und Fritz Szepan zählten.

Quelle

  • Schalker Kreisel, Ausgabe vom 27. September 2014

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