Horst Heldt

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Horst Heldt

Horst Heldt und Peter Peters 2011
Spielerinformationen
Geburtstag 9. Dezember 1969
Geburtsort Königswinter, Deutschland
Größe 170 cm
Position Mittelfeld
Vereine in der Jugend
1975–1986
1986–1987
1987–1988
FV Königswinter
FV Bad Honnef
1. FC Köln
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1988–1995
1990–1995
1995–1999
1999–2001
2001–2002
2003–2006
2005
1. FC Köln Amateure
1. FC Köln
TSV 1860 München
Eintracht Frankfurt
SK Sturm Graz
VfB Stuttgart
VfB Stuttgart II

130 (13)
111 (11)
64 (10)
33 0(1)
54 0(3)
1 0(0)
Nationalmannschaft
1990–1992
1999
Olympia-Auswahlmannschaft
Deutschland
3 0(0)
2 0(0)

1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Horst Heldt (* 9. Dezember 1969 in Königswinter) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und jetziger Fußballfunktionär.

Spieler

Seine Profilaufbahn begann Heldt beim 1. FC Köln, wo er von 1990 bis 1995 aktiv war. Anschließend spielte er vier Jahre für den TSV 1860 München, ehe er 1999 zu Eintracht Frankfurt wechselte. Diese verließ Heldt nach dem Abstieg 2001 in Richtung Österreich, wo er für den SK Sturm Graz spielte. Im Januar 2003 wurde er von Felix Magath zum VfB Stuttgart geholt, wo er vor allem im offensiven Mittelfeld eingesetzt wurde. Mit über 350 Bundesligaspielen zählte Heldt, der auch schon für die deutsche Nationalmannschaft spielte, zu den erfahrensten Spielern des VfB.

In der Saison 2005/2006 kam Heldt nicht mehr über die Reservistenrolle hinaus und bestritt kein einziges Bundesligaspiel.

Teammanager

VfB Stuttgart

Am 3. Januar 2006 beendete er seine Spielerkarriere und war seitdem Sportdirektor des VfB Stuttgart. Zu Beginn seiner Managerkarriere entließ er seinen alten Trainer Giovanni Trapattoni und stellte Armin Veh als neuen Trainer ein. Mit dem Meistertitel für den VfB gelang ihm 2007 ein großer Erfolg. Am 19. Juni 2007 verlängerte er seinen Vertrag vorzeitig bis zum Jahr 2012. Zum 1. Juli 2009 rückte Heldt in den Vorstand des VfB Stuttgart, der zuvor nur aus dem Präsidenten Erwin Staudt und dem Finanzvorstand Ulrich Ruf bestanden hatte, auf. Dort war er für den Vorstandsbereich Sport verantwortlich. Da laut Satzung des VfB Stuttgart ein Vorstandsmitglied immer für mindestens vier Jahre in den Vorstand bestellt wird, verlängerte Heldt seinen Vertrag beim VfB bis Juni 2013.

FC Schalke 04

Im Juli 2010 wechselte Heldt in den Vorstand des FC Schalke 04 und übernahm dort den Bereich Sport/Marketing. Nach der Entlassung von Felix Magath aus dem Vorstand übernahm er im Frühjahr 2011 auch den Bereich Sport und Kommunikation.[1] Als Nachfolger von Magath als Trainer verpflichtete Heldt im März 2011 Ralf Rangnick.[2] Die Saison 2010/11 schloss Schalke mit dem Gewinn des DFB-Pokals ab.

Zur Saison 2011/12 verkleinerte Heldt den Spielerkader. 16 Spieler verließen die Mannschaft, einige davon auf Leihbasis. Unter anderem wurde Manuel Neuer an Bayern München verkauft. Im Gegenzug verpflichtete Heldt sowohl junge Spieler wie Marco Höger oder Teemu Pukki als auch erfahrene Bundesligaspieler wie Christian Fuchs. Im September schied Ralf Rangnick wegen eines Burnout-Syndroms als Trainer aus, sein Nachfolger wurde Huub Stevens.[3] Als Reaktion auf die Verletzung des Torhüters Ralf Fährmann holte Heldt im Oktober 2011 den vertragslosen Timo Hildebrand.[4] Am Ende der Saison wurde Schalke Tabellendritter und qualifizierte sich für die Champions League.

Für die Saison 2012/13 verpflichtete Heldt ablösefrei Tranquillo Barnetta und Roman Neustädter.[5] Daneben wurde Ibrahim Afellay für ein Jahr vom FC Barcelona ausgeliehen. Nach der am Ende schwachen Hinrunde wurde Stevens im Dezember 2012 beurlaubt. Nachfolger wurde Jens Keller, mit dem Heldt schon beim VfB Stuttgart zusammengearbeitet hatte. Nach der Entlassung Stevens' wurde Heldt in der Öffentlichkeit für die Nachfolgeentscheidung sowie für Spielerverpflichtungen wie Barnetta, Chinedu Obasi oder Ciprian Marica kritisiert.[6] Auf Keller folgte von Oktober 2014 bis Mai 2015 Roberto Di Matteo.[7]

Zum Ende der Saison 2015/16 verließ Heldt Schalke 04. Nachfolger wurde Christian Heidel.

Hannover 96

Am 5. März 2017 wurde Heldt Manager von Hannover 96. Er löste dort Martin Bader ab. Ende November 2017 führte Heldt Gespräche über einen möglichen Wechsel mit dem 1. FC Köln. Diese wurden jedoch abgebrochen, nachdem die Vereinsführung von Hannover 96 ihm keine Freigabe erteilt hatte. Im April 2018 scheiterte ein Wechsel zum VfL Wolfsburg, weil man keine Einigung über die Höhe der Ablösesumme hatte erzielen können.

In der Saison 2018/19 stand Hannover 96 nach dem 28. Spieltag abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz. Daraufhin trennten sich der Verein und Heldt am 9. April 2019.

1. FC Köln

Am 19. November 2019 wurde Heldt neuer Sport-Geschäftsführer des Erstligisten 1. FC Köln. Er folgte auf Armin Veh und unterschrieb einen Vertrag mit einer Laufzeit bis zum 30. Juni 2021.[8]

Erfolge

  • 1991 DFB-Pokal-Finale
  • 2003 Deutscher Vize-Meister
  • 2005 Ligapokal-Finale
  • 2007 Deutscher Meister (als Sportdirektor)
  • 2007 DFB-Pokal-Finale (als Sportdirektor)

Privat

Heldt ist gelernter Kfz-Mechaniker.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Ligainsider: FC Schalke 04 trennt sich von Felix Magath
  2. Wechsel auf Schalke: Rangnick wird Nachfolger von Magath spiegel.de, aufgerufen am 5. Februar 2013.
  3. Rangnick - Ausnahme-Trainer am Ende seiner Kraft Der Westen, abgerufen am 22. September 2011.
  4. Schalke holt Hildebrand Märkische Oderzeitung, abgerufen am 21. Oktober 2011.
  5. Neustädter und Barnetta feiern Premiere in der Schalke-Arena Der Westen, abgerufen am 23. Juli 2012.
  6. Schalke: Tönnies verteidigt Heldt Nachrichten aus Hamm, abgerufen am 23. Januar 2013.
  7. Daniel Theweleit: Schalke trennt sich von Di Matteo: Heldt und Versager Spiegel online vom 25. Mai 2015.
  8. FC verpflichtet Horst Heldt und Markus Gisdol, fc.de, 18. November 2019, abgerufen am 18. November 2019.