Hugo von Gahlen junior

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Eugen Heinrich Hugo Wilhelm von Gahlen (* 13. Januar 1860 in Düsseldorf; † 1933) war ein deutscher Unternehmer.

Grabmal der Familie von Gahlen auf dem Nordfriedhof (um 1900)

Er war der einzige Sohn des Unternehmers und Bergwerksbesitzers Hugo von Gahlen senior und dessen Frau Pauline von Gahlen geb. Schorr. Er besuchte Gymnasien in Düsseldorf und Kassel. Im Frühjahr 1877 trat er als Seekadett in die Kaiserliche Marine ein. Die erfolgreiche militärische Laufbahn beendete er 1884, um als einziger Sohn seines Vaters in dessen Geschäfte einzutreten. Seine Ehefrau Angelika entstammte der Industriellen-Familie Waldthausen in Essen, wo auch sein Vater geboren war. Einziges Kind des Ehepaars war die Tochter Herta, später verheiratete Berghes.

Hugo von Gahlen hatte Mandate in zahlreichen Aufsichtsräten bedeutender Unternehmen in den Branchen Bergbau, Maschinenbau und Bankwesen, die überwiegend im rheinisch-westfälischen Industriegebiet aktiv waren. Er verfügte um 1910 über ein Vermögen zwischen 9 und 10 Millionen Mark und unterstützte 1912 die Gründung des Industrieclubs Düsseldorf.[1]

Hugo von Gahlen jr. wurde am 8. April 1899 Mitglied des Grubenvorstands der Zeche Graf Bismarck und damit Nachfolger seines Vaters.

Von Gahlen war Fideikommiss-Eigentümer des Gutes Bergfeld in der Vulkaneifel, wo er 1900 auf einem Plateau im sogenannten Franzosenwald das Schloss Bergfeld als Jagdschloss nach Entwurf des Düsseldorfer Architekten Max Wöhler erbauen ließ. Das Gebäude wurde 1911 erweitert, um es zeitweilig als Familienwohnsitz nutzen zu können. In Düsseldorf lebte die Familie in einem Stadtpalais, Königsallee 55.

Die Gemeinschaftsgrundschule Heistraße hieß früher von-Galen-Schule und erinnerte an die Famile von Gahlen.

Auszeichnungen

  • 9. Juli 1909 Verleihung des Ehrenkreuzes des großherzoglich hessischen Verdienstordens Philipps des Großmütigen[2]
  • königlich preußischer Kronen-Orden III. Klasse (vor 1919)

Literatur

  • Gahlen, v., Hugo. In: Reichshandbuch der Deutschen Gesellschaft. Band 1, Deutscher Wirtschaftsverlag, Berlin 1930, S. 516 f.

Einzelnachweise

  1. Hugo Weidenhaupt (Hrsg.): Düsseldorf. Geschichte von den Ursprüngen bis ins 20. Jahrhundert. Band 3: Die Industrie- und Verwaltungsstadt (20. Jahrhundert). L. Schwann, Düsseldorf 1990, ISBN 3-491-34223-6, S. 194 und S. 197. (dabei Angaben zum Vermögen nach Rudolf Martin: Jahrbuch des Vermögens und Einkommens der Millionäre in der Rheinprovinz. 2. Auflage, Berlin 1913.)
  2. Großherzoglich Hessische Ordensliste 1909, S. 162