Ilse Kibgis

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Ilse Kibgis (* 3. Juni 1928 als Ilse Tomczak in Gelsenkirchen-Horst, † 17. Dezember 2015 ebenda) war eine deutsche Schriftstellerin.

Leben

Ilse Kibgis entstammte einer Bergmannsfamilie. Nach dem Besuch der Volksschule leistete sie ab 1941 ein Pflichtjahr in einem Lebensmittelgeschäft ab. Anschließend wurde sie dienstverpflichtet zur Arbeit in einer Schuh- und Matratzenfabrik. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs arbeitete sie als Serviererin, Kassiererin und Verkäuferin; daneben entstanden auch erste literarische Versuche. 1953 heiratete sie; aus der Ehe ging ein Sohn hervor. Nachdem sie längere Zeit in Gladbeck ansässig war, lebte Ilse Kibgis später wieder in Horst in der Industriestraße.

Ilse Kibgis war Verfasserin von Erzählungen und Gedichten, in denen sie sich vorwiegend mit den einfachen Menschen des Ruhrgebiets befasste. Ihr Werk wurde erst in den 1970er durch die Vermittlung des Leiters der Literarischen Werkstatt, Josef Büscher, einer breiteren Öffentlichkeit bekannt.

Ilse Kibgis war Mitglied des Verbandes Deutscher Schriftsteller und der Gruppe Gelsenkirchener Autoren. 1978 erhielt sie ein Literaturstipendium der Stadt Gelsenkirchen, 1983 den Josef-Dietzgen-Literaturpreis, 1985 ein Arbeitsstipendium des Landes Nordrhein-Westfalen sowie 1988 den Autorenpreis des Forums Kohlenpott. Der schriftstellerische Nachlass Ilse Kibgis befindet sich im Fritz-Hüser-Institut in Dortmund.

Werke

  • Wo Menschen wohnen, Essen 1977
  • Meine Stadt ist kein Knüller in Reisekatalogen, Oberhausen 1984
  • Zaungäste, Hörbuch, Ilse Kibgis (Gedichte) und Karl-Heinz Gajewsky (Musik)

Ehrung

Nach ihr wurde der Ilse-Kibgis-Platz im Ortsteil Horst benannt.

Weblinks