Jens Keller

Aus Gelsenkirchener Geschichten Wiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Jens Keller

Jens Keller 2013
Spielerinformationen
Geburtstag 29. November 1970
Geburtsort Stuttgart, Deutschland
Größe 182 cm
Position Abwehr
Vereine in der Jugend
1981–1987
1987–
VfL Wangen
VfB Stuttgart
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
bis 1992
1990–1992
1992–1995
1995–1998
1998–2000
2000–2002
2002–2005
VfB Stuttgart Amat.
VfB Stuttgart
TSV 1860 München
VfL Wolfsburg
VfB Stuttgart
1. FC Köln
Eintracht Frankfurt

1 (0)
48 (1)
75 (4)
48 (1)
55 (0)
50 (3)
Stationen als Trainer
2008–2009
2009–2010
2010
2012–
2012–2014
2016–2017
2018–2019
2019–2020
VfB Stuttgart U-19
VfB Stuttgart (Co-Trainer)
VfB Stuttgart
FC Schalke 04 U-17 (Trainer)
FC Schalke 04
1. FC Union Berlin
FC Ingolstadt 04
1. FC Nürnberg

1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Jens Keller (* 24. November 1970 in Stuttgart) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und heutiger Fußballtrainer.

Karriere als Spieler

1981 begann Jens Keller beim VfL Stuttgart-Wangen Fußball zu spielen. 1987 wechselte er zur Jugend des VfB Stuttgart, wo er 1989 die Aufnahme in den Kader der Profimannschaft schaffte, ohne dass ihm der Durchbruch gelang. Es blieb bei einem einzigen Bundesligaeinsatz, als er im November 1990 mit dem VfB bei einer 0:1-Niederlage gegen Werder Bremen zur zweiten Halbzeit eingewechselt wurde. In der Saison 1991/92, als der VfB Deutscher Meister wurde, kam er in der Liga nicht zum Einsatz.

1860 München

Im Sommer 1992 unterschrieb Keller beim TSV 1860 München, der gerade von der 2. Bundesliga in die Bayernliga abgestiegen war. Unter Trainer Werner Lorant bestritt der Defensivspezialist 20 Spiele und schoss ein Tor. Am Ende der Spielzeit belegte 1860 den ersten Platz und setzte sich danach auch in der Aufstiegsrunde durch. In der Zweitligaspielzeit 1993/94 wurde Keller 23 Mal eingesetzt. Am Ende stiegen die Löwen als Tabellendritter erneut auf, in die 1. Bundesliga. Keller blieb nach diesem Aufstieg noch eineinhalb Jahre in München, wurde aber als Ergänzungsspieler nur fünf Mal eingesetzt. Neben seinen 48 Ligaeinsätzen bestritt Keller für 1860 auch zwei Spiele im DFB-Pokal.

VfL Wolfsburg

In der Winterpause der Saison 1995/96 wechselte er zum VfL Wolfsburg, der sich in der 2. Bundesliga auf einem Abstiegsplatz befand. Keller wurde Stammspieler und stieg nach der Saison 1996/97 mit dem von Willi Reimann trainierten VfL als Zweitplatzierter in die Bundesliga auf; der VfL spielte dabei zum ersten Mal in der Vereinshistorie in der höchsten Liga.

VfB Stuttgart

Obwohl sich Keller in Wolfsburg in der ersten Liga einen Stammplatz erarbeitet hatte, wechselte er mit einer Ablösesumme von 300.000 DM nach einer Bundesliga-Spielzeit 1998 zurück zu seinem ersten Profiverein, dem VfB Stuttgart.[1] Auch hier etablierte sich Keller in den folgenden beiden Spielzeiten als Stammspieler. Zu den Höhepunkten seiner Zeit bei den Schwaben gehören die vier Spiele im UEFA-Pokal 1998/99 gegen Feyenoord Rotterdam – 3:0-Auswärtssieg nach einer 1:3-Heimniederlage – und den FC Brügge, als der VfB nach der Verlängerung ausschied.

1. FC Köln

Nach zwei Spielzeiten in Stuttgart wurde er zur Saison 2000/01 für 750.000 DM vom 1. FC Köln verpflichtet.[1] In den folgenden Jahren absolvierte er 55 Bundesliga-Spiele und stieg schließlich im Jahr 2002 mit dem Verein in die 2. Bundesliga ab. Kellers Vertrag wurde in der Folge nicht verlängert.

Eintracht Frankfurt

Keller wechselte daraufhin im Juli 2002 zum Zweitligisten Eintracht Frankfurt, bei dem wieder Willi Reimann sein Trainer wurde und ihn zum Spielführer ernannte. Keller kam zu 33 Spielen in der Mannschaft, die sich als Dritter der 2. Bundesliga für die Bundesliga qualifizierte. Gleich zu Beginn der folgenden Bundesligasaison zog sich Keller einen schweren Knorpelschaden am Knie zu und fiel damit für den Rest der Spielzeit aus; die Eintracht stieg umgehend wieder ab. Der neue Trainer der Frankfurter, Friedhelm Funkel, beließ ihn als Kapitän. Ab dem vierten Spieltag der neuen Zweitligasaison 2004/05 war Keller wieder fit und konnte bis zur Winterpause durchspielen. Eine Knöchelverletzung, die er sich vor Saisonbeginn im Trainingslager zugezogen hatte, erwies sich aber als schwerwiegender als ursprünglich gedacht, und im Januar 2005 wurde eine Operation unvermeidlich. Nach weiteren Komplikationen kam er für die Eintracht, die sich zum Saisonende den Wiederaufstieg sicherte, auf keine weiteren Pflichtspieleinsätze. Der Vertrag Kellers wurde nicht mehr verlängert. Auch ein bestehender Anschlussvertrag, der eine weitere Verwendung Kellers bei der Eintracht nach Karriereabschluss vorsah, wurde gegen eine Entschädigung von 100.000 Euro aufgehoben, da für ihn keine geeignete Position gefunden wurde.[2]

Keller begann sich auf eine Trainerkarriere vorzubereiten und belegte entsprechende Kurse. Auch bei der Traditionsmannschaft des TSV 1860 war er aktiv.

Karriere als Trainer

VfB Stuttgart

Keller als Co-Trainer des VfB (2010)

Zur Saison 2008/09 übernahm Keller als Cheftrainer die A-Jugendmannschaft des VfB Stuttgart. Am 6. Dezember 2009 wurde Keller Co-Trainer der ersten Mannschaft unter dem neuen VfB-Cheftrainer Christian Gross, der Markus Babbel ersetzte. Die A-Jugendmannschaft des VfB wurde ohne Jens Keller Meister der Süd/Südwest-Gruppe der U-19 Bundesliga. Die erste Mannschaft, bei der Amtsübernahme des neuen Trainergespannes noch auf Platz 15 der Bundesliga, wurde beste Mannschaft der Bundesligarückrunde und qualifizierte sich mit dem sechsten Platz für die neu geschaffene Europa League.

Im Oktober 2010 wurde Keller nach der Gross’ Beurlaubung zum Cheftrainer der Mannschaft, die sich nach sieben Spieltagen auf dem letzten Platz der Bundesliga befand. Zwei Monate später wurde er bereits wieder freigestellt, sein Nachfolger wurde Bruno Labbadia. Nach seiner Suspendierung als Cheftrainer arbeitete er für den VfB als Scout.[3]

FC Schalke 04

Zur Saison 2012/13 übernahm Keller als Cheftrainer die B-Jugendmannschaft des FC Schalke 04.

Am 16. Dezember 2012 übernahm er nach der Beurlaubung von Huub Stevens als Trainer die erste Mannschaft des FC Schalke 04. Zum Zeitpunkt seines Wechsels zu den Profis lagen die Schalker B-Junioren nach 14 Partien ohne Punktverlust an der Tabellenspitze der Bundesliga-Staffel West. Der zum Saisonende auslaufende Vertrag wurde im Mai 2013 um zwei weitere Jahre bis 2015 verlängert.[4]

Am 6. Oktober 2014 wurde Keller nach zuvor nur zwei Siegen aus den ersten zehn Pflichtspielen der Saison 2014/15 beurlaubt.[5]

1. FC Union Berlin

Zur Saison 2016/17 übernahm Keller von André Hofschneider die Zweitligamannschaft des 1. FC Union Berlin und erreichte mit der Mannschaft am Ende Tabellenplatz 4. Am 4. Dezember 2017 wurde Keller nach drei sieglosen Spielen in Folge beurlaubt. Dies kam sowohl für Keller, als auch für die Öffentlichkeit überraschend. Der 1. FC Union stand zu diesem Zeitpunkt auf dem vierten Tabellenplatz mit drei Punkten Abstand auf Relegationsplatz drei. Eigenen Aussagen zufolge hätten sowohl Keller als auch sein Berater Thomas Eichin in der vorangegangenen Woche noch „gute Gespräche über eine Vertragsverlängerung in der Winterpause“ geführt.

FC Ingolstadt 04

m 2. Dezember 2018 übernahm Keller die nach 15 Spieltagen mit acht Punkten auf dem letzten Tabellenplatz stehende Zweitligamannschaft des FC Ingolstadt 04 als Nachfolger des Interimstrainers Roberto Pätzold, der die Mannschaft nach der Freistellung von Alexander Nouri übernommen hatte. Er unterschrieb einen Vertrag bis zum Ende der Saison 2018/19.

Am 2. April 2019 trennte sich der FC Ingolstadt von Jens Keller. Grund dafür war eine fünf Spiele andauernde Niederlagenserie.

1. FC Nürnberg

Am 13. November 2019 übernimmt Keller die Zweitligamannschaft des Absteigers 1. FC Nürnberg, die nach dem 13. Spieltag der Saison 2019/20 mit 14 Punkten auf dem 14. Platz stand und zuvor schon im DFB-Pokal gegen den Drittligisten 1. FC Kaiserslautern ausgeschieden war, als Nachfolger von Damir Canadi. Er erhielt einen Vertrag mit einer Laufzeit bis zum 30. Juni 2021.[6] Nachdem Keller die reguläre Spielzeit auf dem 16. Platz beendet hatte, wurde er freigestellt und für die Relegation durch Michael Wiesinger ersetzt.

Privates

Jens Keller lebt in Lohmar, ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Erfolge

Als Spieler:

  • Deutscher Meister: 1992
  • Aufstieg in die Bundesliga: 1994, 1997, 2003, 2005
  • Meister der Bayernliga: 1993
  • Aufstieg in die 2. Bundesliga: 1993
  • DFB-Ligapokal: Finalist 1998

Weblinks

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Jens Keller – Trainerdatenblatt. transfermarkt.de (28. April 2013). Abgerufen am 28. April 2013.
  2. Ingo Durstewitz: Frankfurter Planspiele. Frankfurter Rundschau, 3. Mai 2005
  3. Thomas Näher: Trainerrauswurf: Kellers Herz schlägt weiter für die Roten. Stuttgarter Nachrichten, 12. Dezember 2010.
  4. Jens Keller bleibt Cheftrainer bei Schalke 04. focus.de (10. Mai 2013). Abgerufen am 10. Mai 2013.
  5. Trainerwechsel: Warum Schalke nicht Thomas Tuchel als Trainer verpflichtete. derwesten.de, veröffentlicht und abgerufen am 7. Oktober 2014.
    S04 trennt sich von Jens Keller – Roberto Di Matteo übernimmt. Meldung von Schalke 04, veröffentlicht und abgerufen am 7. Oktober 2014.
  6. Neuer Cheftrainer! Jens Keller übernimmt den Club, fcn.de, 12. November 2019, abgerufen am 12. November 2019.