Joachim Hess

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Joachim ("Jo") Hess (* 21. November 1925 in Gelsenkirchen-Ückendorf, † 4. Juli 1992 in München) war ein deutscher Theater- und Fernsehregisseur.

Leben

Joachim Jo Hess wurde als Sohn des Lehrers und Oberstleutnants a. D. Carl Hess und der Cellistin Käthe Pabst 1925 in Gelsenkirchen geboren. Die Familie lebte in Ückendorf auf der Ückendorfer Straße 177.[1] Nach seinem Abitur besuchte er ein Theaterseminar und die Schauspielschule. 1943 wurde er zum Wehrdienst einberufen. Nach Kriegsende arbeitete er von 1945 bis 1948 als Inspizient und Schauspieler an den Städtischen Bühnen in Kiel, wo er Schauspielunterricht bei Bernhard Minetti nahm und diesem auch als Regieassistent zur Seite stand. 1948 ging Hess nach Hamburg wo er bis 1954 an verschiedenen Bühnen spielte und zunehmend auch inszenierte. 1952 gehörte er zu den Gründern des Jungen Theaters in Hamburg, und war zeitweise als Sprecher beim Norddeutschen Rundfunk tätig. Von 1967 bis 1972 sammelte er Regieerfahrungen an zahlreichen Bühnen, so in Hamburg am Deutschen Schauspielhaus, wo er 13 Fernsehfassungen von Opern inszenierte. Zu den Opern gehörten: Die Hochzeit des Figaro (1967), Der Vogelhändler, Der Freischütz (jeweils 1968), Fidelio (1969), Zar und Zimmermann und Electra (beide 1970), Die Zauberflöte und Die Meistersinger von Nürnberg (beide 1971) und Wozzeck (1972).

Danach war er auch noch am Ernst-Deutsch-Theater, am Berliner Schiller-Theater, in Baden-Baden, bei den Festspielen in Heppenheim, Ettlingen, Würzburg und Jagsthausen, sowie am Theater am Gärtnerplatz in München tätig. Bei den Burgfestspielen Jagsthausen war er 1982 Intendant. Von 1972 bis 1982 arbeitete er als freier Regisseur hauptsächlich fürs Fernsehen. Seine letzte Regiearbeit war 1988 der Fernsehfilm Eine Stadt wehrt sich oder Wie verhindere ich eine Krise.

Filmografie

als Regisseur

  • 1958: Der Tod auf dem Rummelplatz
  • 1959: Der zerbrochene Krug
  • 1961–1962: Heinz Erhardt Festival
  • 1963: In einer fremden Stadt
  • 1965: Der Krake
  • 1965: Das Kriminalmuseum – Das Feuerzeug
  • 1966: Der Fall Hau
  • 1966: Königliches Abenteuer
  • 1966: Schwarzer Peter – Märchenoper für kleine und große Leute
  • 1967: Die Voruntersuchung
  • 1967: Bäume sterben aufrecht
  • 1967: Die Hochzeit des Figaro
  • 1968: Fidelio
  • 1968: Der Freischütz
  • 1969: Der vierte Platz
  • 1970: Zar und Zimmermann
  • 1970: Elektra
  • 1971: Sparks in Neu-Grönland
  • 1971: Die Zauberflöte
  • 1971: Die Meistersinger von Nürnberg
  • 1972: Herr Soldan hat keine Vergangenheit
  • 1972: Wozzeck
  • 1973: Diamantenparty
  • 1973: Frühbesprechnung (Serie, 2 Folgen)
  • 1974: Das letzte Testament
  • 1974: Bismarck von hinten oder Wir schließen nie
  • 1976: Karl, der Gerechte
  • 1977: Watussi
  • 1978: Heidi (Serie)
  • 1982: Unheimliche Geschichten (Serie)
  • 1983: Mensch, Berni

als Regisseur und Autor

  • 1961: Adieu, Prinzessin
  • 1962: Heinz Erhardt Festival – Eine gewisse Marietta
  • 1968: Der Vogelhändler
  • 1973: Orpheus in der Unterwelt

als Schauspieler

  • 1951: Der Verlorene
  • 1955: Des Teufels General
  • 1956: Der Hauptmann von Köpenick
  • 1958: Grabenplatz 17
  • 1958: Der Schinderhannes
  • 1964: Doktor Murkes gesammeltes Schweigen
  • 1965: Doktor Murkes gesammelte Nachrufe
  • 1969: Der Teufel von Loudon

Hörspiele

als Regisseur

  • 1964: Die wahren Fälle (4. Folge: Jagd auf Dr. Crippen) – Autor: Nikolai von Michalewsky

als Sprecher

  • 1954: Lord Mountdrago – Autor: William Somerset Maugham – Regie: Julius Gellner

Quelle

Einzelnachweise

  1. Adressbuch Gelsenkirchen 1927