Josef Sprenger

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Josef Sprenger (* 13. Juni 1877 in Lüttmarsen/Kreis Höxter; † 29. Juli 1951 in Essen) war ein Politiker und Gelsenkirchener Bürgermeister.

Josef Sprenger schloss sich früh der katholischen Arbeiterbewegung an und wurde nach zahlreichen Fortbildungskursen im katholischen Vereinswesen 1903 Arbeitersekretär der katholischen Bewegung in Helmstedt. Von dort wechselte er 1907 als Leiter des katholischen Arbeitersekretariats von „Groß-Gelsenkirchen“ und Vorsitzender des Kartells der Christlichen Gewerkschaften nach Gelsenkirchen. Seit 1908 vertrat Josef Sprenger die katholische Zentrumspartei in der Gelsenkirchener Stadtverordnetenversammlung und wurde schließlich auch Vorsitzender der Stadtverordnetenfraktion des Zentrums. 1919 wurde er zum besoldeten Beigeordneten der Stadt Gelsenkirchen gewählt. Gleichzeitig war er Abgeordneter in der verfassungsgebenden preußischen Nationalversammlung und 1921 bis 1928 Abgeordneter des Preußischen Landtages. Nach der Städtevereinigung Gelsenkirchens mit der Stadt Buer und dem Amt Horst im Jahr 1928 wurde Josef Sprenger zum Bürgermeister und damit Stellvertreter des Oberbürgermeisters gewählt. Nach dem zynisch so benannten „Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ wurde Josef Sprenger 1933 aus dem Dienst entlassen. Die Entlassung nach Paragraph 2 blieb auch später bestehen, so dass ihm keine Pensionsbezüge zustanden. Josef Sprenger verließ schließlich die Stadt, für die er lange in Kommunalpolitik und Verwaltung gearbeitet hatte. Er lebte später in Essen-Steele. Die Existenz einer Personalakte bei der Düsseldorfer Staatspolizeileitstelle (Gestapo) belegt, dass er während des „Dritten Reiches“ von den Verfolgungsbehörden weiterhin beobachtet wurde.

Seit dem 4. November 2010 ist der Josef-Sprenger-Weg in Buer nach ihm benannt.

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