Klemens Söding

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Klemens Söding (* 1898 in Lothrigen [1], † 28. Juni 1968 in Gelsenkirchen) war Lehrer, Ornithologe und Kreisbeauftragter für Naturschutz und Landschaftspflege.

Klemens Söding

Leben

Klemens Söding, der 1898 in Lothringen geboren wurde, absolvierte seine Lehrerausbildung in Hildesheim. Am 1. Juni 1919 kam er nach Buer, wo er rund 40 Jahre als Lehrer und Rektor an verschiedenen Volksschulen und, nach dem Zweiten Weltkrieg, an einer Realschule wirkte.

1925 wurde er Nachfolger von Dr. Heinrich Wiebringhaus als Kommissar für Naturdenkmalpflege. Zehn Jahre später bekleidete er das Amt eines Naturschutzbeauftragten für die Städte Gelsenkirchen, Gladbeck, Bottrop und den Kreis Recklinghausen. Neben diesen Tätigkeiten verblieb ihm noch die Zeit für umfangreiche und sehr gründliche ornithologische Studien. In 35 Veröffenlichungen und einigen tausend Fotos erforschte und beschrieb er die Vogelwelt zwischen Emscher und Lippe. So veranlasste er 1956, dass in allen Großstädten des Ruhrgebiets in den frühen Morgenstunden eine Zählung der Nachtigallen erfolgen sollte. Der Westfälische Heimatbund wollte wissen, wieviele Nachtigallen es in den Großstädten noch gab.

Zum 1. Oktober 1963 legte er aus Gesundheitsgründen das Amt als Kreisbeauftragter für Naturschutz und Landschaftspflege nieder, das er seit 1945 inne hatte.

Söding, der in der Beisenstraße 32 wohnte [2], verstarb nach langer Krankheit am 28. Juni 1968 kurz vor der Vollendung des 70. Lebensjahres [3]. Er wurde auf dem Hauptfriedhof Buer beigesetzt.

Ehrungen

Am 9. April 1968 wurde Söding durch Oberbürgermeister Hubert Scharley das Bundesverdienstkreuz überreicht. Er war außerdem Ehrenmitglied des Verein für Orts- und Heimatkunde Buer und ein Fußweg am Berger See erinnert an ihn.

Literatur

(Auswahl)

  • 1953: Vogelwelt der Heimat - umfassende Ornithologie des Emscher-Lippe-Raumes
  • 1959: Die Naturdenkmäler des Stadtkreises Gelsenkirchen, in Zeitschrift/Journal: Natur und Heimat
  • verschiedene Publikationen des Heimatvereins Buer

Quellen

Einzelnachweise

  1. Vestischer Kalender 1954, S. 50-51
  2. Adressbuch Gelsenkirchen 1966
  3. Stadtchronik 1968, S.66