Kurfürstenstraße

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Straße in Gelsenkirchen

Kurfürstenstraße

Hausnummern (ungerade): 1 - Ende
Hausnummern (gerade): 2 - Ende
Stadtteil: Feldmark
Postleitzahl: 45883
Bevölkerung
(Stand 31.12.2020 • Quelle: Stadt Gelsenkirchen )
Einwohner dieser Straße: 324
davon weiblich: 168
Lagekarte
 
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Die Kurfürstenstraße ist eine Straße in Gelsenkirchen. Die Kurfürstenstraße beginnt im Stadtteil Feldmark mit der Hausnummer 1 bzw. 2.


Name

Die Straße wurde nach Friedrich Wilhelm von Brandenburg, dem Großen Kurfürsten 1628-1688, benannt. Im Hl. Röm. Reich Dt. Nation wurden die zur Wahl des dt. Königs berechtigten Fürsten Kurfürst genannt. Ursprünglich waren das alle Reichsfürsten, seit der Goldenen Bulle 1356 nur noch sieben: die Erzbischöfe von Mainz, Trier und Köln, der Pfalzgraf bei Rhein, der Herzog von Sachsen, der Markgraf von Brandenburg und der König von Böhmen. Mit dem Ende des röm.-dt. Reiches 1806 erloschen die Kuren.

Im Volksmund wird diese Straße auch „Karbidallee“ genannt. Karbid ist hier eine Kurzform für Kalziumkarbid, das im elektrischen Ofen aus Kalk und Koks hergestellt wird. Mit Wasser benetzt entsteht das Azetylengas, das mit heller, geruchloser Flamme verbrennt. Dazu verwendete man eine Karbid-Laterne. Da die hier wohnenden Bergleute preiswert an Karbid kamen, wurde viel davon für Leuchtzwecke verbraucht. Das verwendete Karbid war jedoch verunreinigt, so daß beim Verbrennen ein markanter Geruch entstand, den man auf der Straße bemerkte.