Lenindenkmal

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Lenin-Denkmal

Das Lenin-Denkmal für den Gründer der Sowjetunion Wladimir Iljitsch Lenin in Gelsenkirchen-Horst wurde am 20. Juni 2020 enthüllt. Diesem Akt war eine mehrmonatige Diskussion vorausgegangen, ob die Aufstellung zeitgemäß sei.[1]

Entwicklung

Es handelt sich um die erste Aufstellung eines Denkmals im engeren Sinn nach 1990 in einem traditionell westlichen Land. Die Metallguss-Statue erhielt einen Platz vor der Bundeszentrale der Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands (MLPD) an der Schmalhorststraße. Die etwa zwei Meter hohe Figur wurde nach Angaben der MLPD in den 1930er Jahren in der Sowjetunion gegossen.[2] Andere Quellen berichten, die Statue sei 1957 in der Tschechoslowakei entstanden.[3][4][5]

Die Stadtverwaltung Gelsenkirchen hatte gegen die Aufstellung des Denkmals protestiert und wollte das Vorhaben gerichtlich mit einem Baustopp verhindern. Doch das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen und das Oberverwaltungsgericht Münster erteilten die Aufstellgenehmigung auf dem Grundstück, das sich im Eigentum der Partei befindet. Die Leitung der Partei hält „Lenin für einen weltgeschichtlich bedeutenden Vordenker und Vorkämpfer für Freiheit und Demokratie für die Massen“.[6][7]

Die Stadt hat im Schloss Horst, das sich direkt gegenüber der MLPD-Parteizentrale befindet, einen Tag vor der Denkmalenthüllung die Ausstellung Der Kommunismus in seinem Zeitalter eröffnet. Sie soll eine kritische Auseinandersetzung mit der Ideologie des Kommunismus fördern. Außerdem gibt es das digitale Videoprojekt #keinplatzfuerlenin.[8]

Weblinks

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Einzelnachweise