Liebfrauenstraße

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Straße in Gelsenkirchen

Liebfrauenstraße

ehemaliger Name: bis 1929 Steinmetzstraße, danach bis 15.06.1946 Otto-Schlimme-Straße
Hausnummern (ungerade): 1 - Ende
Hausnummern (gerade): 71 - Ende
Stadtteil: Schalke
Postleitzahl: 45881
Bevölkerung
(Stand 31.12.2020 • Quelle: Stadt Gelsenkirchen )
Einwohner dieser Straße: 624
davon weiblich: 318
Lagekarte
 
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Die Liebfrauenstraße ist eine Straße in Gelsenkirchen. Die Liebfrauenstraße beginnt im Stadtteil Schalke mit der Hausnummer 1 bzw. 2.

Geschichte

Josef Franke entwarf die Häuser Blumendelle 26-28/Liebfrauenstraße 43-55 im Jahr 1926. Insgesamt neun Häuser entstanden dort für die Gemeinnützige Baugenossenschaft Vorwärts (heute: GGW) auf städtischem Grund in Schalke.

Wohnhausgruppe Liebfrauenstraße und Blumendelle

Ziel war es ein noch mit größeren Freiflächen und Baulücken stark durchsetzten Gelände, einer geschlossenen Bebauung zuzuführen und damit ein neues modernes Stadtviertel entstehen zu lassen. Zum anderen sollten hier gemäß den Bestimmungen der Landesdarlehen aus der Hauszinssteuer Kleinwohnungen gebaut werden.

In der Gestaltung aufeinander abgestimmt, präsentieren sich die Häuser als einheitlicher Baukomplex. Sie stellen eines der wenigen erhaltenen Beispiele aus den 1920er Jahren für eine Blockbebauung in einer Ecklage dar. Die Wohnhäuser sind als dreigeschossige Ziegelbauten konzipiert, die abwechselnd von der Straße aus vor- und zurückspringen. Die Verwendung von rechteckigen Sprossenfenstern, welche die Fassade gliedern, ist für den Wohnungsbau der 1920er Jahre charakteristisch. Dabei finden sich Fenster in verschiedenen Größen und Formaten. Während die Gebäudeecken übereck gestellte und annähernd quadratische Fensterpaare aufweisen, finden sich in den drei Geschossen der zurückspringenden Bauteile jeweils vier kleine, horizontal nebeneinander aufgereihte Fenster. Die Eingangsbereiche der vorspringenden Häuser werden dagegen durch jeweils zwei übereinander angeordnete, hochrechteckige Fenster beleuchtet, die auf beiden Seiten von kleinen Sprossenfenstern flankiert werden. Zudem werden die Fenster von konkav geschwungenen Vorsprüngen gerahmt.

Nach langem Leerstand der Wohnanlage erfolgte 2012 eine Sanierung der Häuser durch Tusch Architekten.

Weblinks

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Quelle