Liselotte Rauner

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Liselotte Rauner (* 21. Februar 1920 in Bernburg/Saale als Liselotte Clemens; † 2. Juli 2005 in Bochum) war eine deutsche Schriftstellerin.

Leben

Liselotte Clemens entstammte einer Arbeiterfamilie. Sie besuchte eine Real- und eine Handelsschule und machte eine kaufmännische Lehre. Danach absolvierte sie eine Schauspiel- und Gesangsausbildung und trat als Schauspielerin am Stadt- und Landestheater in Bernburg auf. Seit 1941 war sie mit Walter Rauner verheiratet. 1948 zog das Ehepaar nach Wattenscheid. Ab 1967 war Liselotte Rauner Mitglied der Literarischen Werkstatt Gelsenkirchen. Ab 1969 war sie freie Schriftstellerin; 1970 gehörte sie zu den Mitbegründern des Werkkreises "Literatur der Arbeitswelt". 1998 gründete sie im Gedenken an ihren 1992 verstorbenen Ehemann die Liselotte-und-Walter-Rauner-Stiftung zur Förderung zeitgenössischer Lyrik in Nordrhein-Westfalen.

Liselotte Rauners literarisches Werk, das vor allem Arbeitsleben und Alltag der westdeutschen Arbeiterschaft schildert, besteht hauptsächlich aus Gedichten, Epigrammen, Chansons und Kurzprosa.

Liselotte Rauner war seit 1971 Mitglied Landesverbandes Nordrhein-Westfalen des Verbandes Deutscher Schriftsteller und seit 1985 des PEN-Zentrums der Bundesrepublik Deutschland; außerdem gehörte sie der Europäischen Autorenvereinigung "Die Kogge" an.

Preise und Auszeichnungen

  • Arbeitsstipendium des Landes Nordrhein-Westfalen, 1977
  • Josef-Dietzgen-Förderpreis, 1982
  • Literaturpreis Ruhrgebiet, 1986

Werke

  • Der Wechsel ist fällig, Recklinghausen 1970
  • Erzählende Chronik "Wattenscheid im Lauf der Zeit", Wattenscheid 1972
  • Wenn der Volksmund mündig wird, Wuppertal 1973
  • Schleifspuren, Oberhausen 1980
  • Liselotte Rauner, München 1980
  • Kein Grund zur Sorge, Oberhausen 1985
  • Alles in Bewegung, Oberhausen 1990

Literatur

  • Hugo Ernst Käufer (Herausgeber): Liselotte Rauner: Kein Grund zur Sorge, Oberhausen 1985
  • Rainer W. Campmann, Hugo Ernst Käufer (Hrsg.): Augenblicke der Erinnerung, Oberhausen 1991
  • Was gültig ist, muß nicht endgültig sein, Essen 1992

Weblinks