Luisenstraße

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Dieser Artikel betrifft die heutige Luisenstraße. Früher trugen andere Straßen diesen Namen, siehe Luisenstraße (Begriffsklärung).
Straße in Gelsenkirchen

Luisenstraße

Hausnummern (ungerade): 1 - Ende
Hausnummern (gerade): 2 - Ende
Stadtteil: Resse
Postleitzahl: 45892
Bevölkerung
(Stand 31.12.2020 • Quelle: Stadt Gelsenkirchen )
Einwohner dieser Straße: 222
davon weiblich: 108
Lagekarte
 
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Die Luisenstraße ist eine Straße in Gelsenkirchen. Die Luisenstraße beginnt im Stadtteil Resse mit der Hausnummer 1 bzw. 2.

Geschichte

Am Rande des Emscherbruches in der Nähe des Schachtes 3/4 der Zeche Ewald entstand ab 1912 eine ausgedehnte Arbeitersiedlung aus zumeist eingeschossigen Häusern. Als Bauherren traten der Architekt Max Schulte-Umberg aus Buer und der Landwirt Wilhelm Ressemann auf. Das geschah, um die sozialen Auflagen des preußischen Koloniegesetzes für den Werkswohnungsbau (Bau von Kindergärten, Kostenbeteiligung an Schul- und Kirchenbauten) zu umgehen; bald nach Fertigstellung ging die Siedlung jedoch in den Besitz der Zeche Ewald über. Die Siedlung besteht zum einen aus der Bebauung entlang der Luisenstraße, bei der durch einen Versatz ein schlauchförmiger Eindruck vermieden wird. Von dort führt zwischen den Häusern Luisenstraße 36 und 38 ein kleiner Fußweg zur Waterloostraße. Der Mittelpunkt des anderen Teils ist ein Platz an der Dennewitzstraße. Die Siedlung besteht überwiegend aus Doppel- und Viererhäusern. Heruntergezogene Dächer lassen an eingeschossige Villen denken. Den städtebaulichen Wert der Siedlung erkennt man im Vergleich zu den angrenzenden Wohnhäusern der 1950er Jahre. Wie die Zeche gelangte die Siedlung später zur Salzgitter AG. Um 1980 wurden die Häuser geteilt und einzeln verkauft. Im östlichen Teil der Luisenstraße waren die Bergschäden so groß, dass mehrere Häuser abgebrochen werden mussten. In den 1990er Jahren entstanden Ersatzbauten, die sich mit ihren Baukörpern gut der alten Bebauung angepasst haben.

Die Bebauung begann vor 1914.

Namensdeutung

Die Straße wurde vermutlich nach der preußischen Königen Luise benannt.

Quelle