Manfred Wichmann

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Manfred Wichmann (* 2. Oktober 1937 in Arnsdorf/Heilsberg) ist ein ehemaliger deutscher Lehrer, Schiedsrichter und Fußballfunktionär.

Manfred Wichmann (3. von links) im April 1975 bei einem Jugendländerspiel im Parkstadion

Karriere

1951 trat Wichmann den Sportfreunden Buer 28 bei. Als Vertreter der Vereinsjugend gehörte er bis 1956 dem Jugendausschuss an. Von 1968 bis 1981 war er als Schiedsrichter aktiv und wurde zeitweise in der Ersten Bundesliga sowie international im Ausland eingesetzt. Am 30. April 1970 pfiff er sein erstes Bundesligaspiel, Hannover 96 gegen Werder Bremen. Bis 1981 kam er auf insgesamt 43 Partien als Unparteiischer in der höchsten deutschen Spielklasse, zudem 50 in der zweiten Liga und zehn im DFB-Pokal. Insgesamt leitete er rund 1400 Spiele der Amateure.

Von 1977 bis 1990 gehörte er als Beisitzer dem Schiedsrichterausschuss des Fußballkreises Gelsenkirchen an und war stellvertretender Schiedsrichterobmann. Für seinen Einsatz als Schiedsrichter erhielt er Wichmann 1975 die Schiedsrichter-Ehrennadel in Gold. 1985/86 übernahm er das Amt des Freizeit- und Breitensportobmanns für den Bereich Gelsenkirchen, Gladbeck, Bottrop-Kirchhellen. Bis 2006 war er als Mitglied des Westfälischen Fußballverbandes auch Vorsitzender des Lehr- und Prüfungsausschusses. Während dieser Tätigkeit engagierte er sich für die Zusammenführung der Freizeit- und Breitensportler aus allen gesellschaftlichen Gruppen in der Sparte "Freizeit- und Breitensport" des Verbandes. Besonderes Augenmerk legte er dabei auf die Übungsleiterausbildung. 1986 übernahm er zunächst kommissarisch das Amt des Kreiskassierers des Fußballkreises Gelsenkirchen, das er bis 1990 wahrnahm. 1990 wurde er zum Kreisvorsitzenden gewählt. Als Kreisvorsitzender vertritt er mit großer sozialer Kompetenz die Interessen von 110 kreisangehörigen Sportvereinen mit über 54.000 Mitgliedern in der Fachschaft "Gelsensport", in Stadtsportbünden des Fußballkreises und im Landessportbund sowie gegenüber Behörden. Er berät die Sportvereine und organisiert Fortbildungsveranstaltungen, die er selbst leitet. Dabei legt er besonders großen Wert auf die tiefer gehende Beratung und Schulung der Funktionäre von Vereinen, die von Migranten gegründet wurden. Einen weiteren Schwerpunkt setzt er in der Jugendförderung und der Gewaltprävention. 1985 ehrte ihn die Stadt Gelsenkirchen für sein Engagement in der Fachschaft "Gelsensport".

Seit 1990 gehört Manfred Wichmann dem Beirat des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen an. 2001 wurde er als Beisitzer in das Präsidium des Verbandes gewählt.

Wichmann unterstützte internationale Fußballveranstaltungen des Deutschen Fußballbundes durch seine Beteiligung an der Organisation. So beteiligte er sich in der Vorbereitungsphase der Europameisterschaft 1988 als Schiedsrichterbetreuer und bildete die "Schnittstelle" zum Organisationsbüro. Er beschaffte Unterkünfte für die Schiedsrichter und Spieler und hielt den Kontakt zur Polizei.

Von 1981 bis 2017 war er Schiedsrichter-Betreuer beim FC Schalke 04, erst im Parkstadion und ab 2001 in der Veltins-Arena.

Auszeichnungen

1981 verlieh ihm der Deutsche Fußball-Bund (DFB) seine Verdienstnadel. 1992 erhielt er die Goldenen Ehrennadel des Fußballkreis Gelsenkirchen. 1994 verlieh der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen ihm die Goldene Ehrennadel. 1995 zeichnete ihn der Westdeutsche Fußballverband mit der Goldenen Ehrennadel aus. Im Jahr 2006 wurde ihm die Goldene Stadtplakette der Stadt Gladbeck verliehen. Am 17. März 2008 wurde Manfred Wichmann das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

Manfred Wichmann arbeitete bis zu seinem Ruhestand 2002 als Lehrer an der Willy-Brandt-Gesamtschule in Bottrop.

Weblinks

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