Maria Michaele Tönnies

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Mutter Maria Michaele

Maria Michaele Tönnies, Taufname Adolfine, (* 7. Januar 1862 in Gelsenkirchen-Horst ; † 25. Februar 1934 in Steyl (Niederlande)), war Mitgründerin und erste Generaloberin der Kongregation der Dienerinnen des Heiligen Geistes von der ewigen Anbetung (Steyler Anbetungsschwestern).

Leben

Adolfine Tönnies wurde als viertes von elf Kindern der Eheleute Johann (* 29. Mai 1828; † 12. Januar 1881) und Mathilde (geborene Wegener; * 11. März 1831; † 9. Dezember 1908) Tönnies geboren. Ihre Eltern, die beide in Polsum geboren wurden und dort eine Eisenwarenhandlung führten, zogen nach Ihrer Hochzeit nach Horst. Vater Johann baute dort eine Maschinenfabrik auf, die den Namen Tönnies und Odenbach trug und ca. 30 Arbeiter beschäftigte.

Grabstein von Johann Tönnies auf dem ehemaligen Friedhof Horst-Nord

Adolfine wurde vermutlich in der Markenstraße geboren, und am 11. Januar 1862 in der Pfarrei St. Hippolytus getauft.

Von 1867 bis 1876 besuchte sie die Volksschule in Horst. Mit 13 Jahren empfing sie die erste heilige Kommunion. Nach ihrer Schulzeit half sie ihrer Mutter zweieinhalb Jahre in Haushalt und Geschäft. Ab Oktober 1879 besuchte sie das „Königliche katholische Lehrerinnen-Seminar“ am Domplatz zu Münster.

1881 wurde sie Lehrerin an einer Missionsschule in Rendsburg. Dort wirkte sie zehn Jahre lang. Schule, Kirche und Pfarrhaus, worin auch ihre Wohnung lag, waren miteinander verbunden, so dass sie dort fast klösterlich lebte. So kam in ihr der Wunsch auf, Ordensschwester zu werden.

Ein Bruder ihrer Mutter, Hermann Wegener, wirkte bereits als als Priester in dem im niederländischen Steyl gegründeten ersten deutschen Missionshaus. Ihm teilte sie ihren Wunsch mit. Da in Steyl bereits eine kleine Gruppe junger Frauen lebte, die den Wunsch hatten, Missionsschwestern zu werden, lud sie ihr Onkel ein, sich dieser Gruppe anzuschließen. Dies tat sie am 1. Mai 1891.

Diese Gemeinschaft erhielt den offiziellen Namen "Dienerinnen des Heiligen Geistes". Fünf Jahre wirkte sie beim Aufbau dieser Gemeinschaft mit. Am 8. Dezember 1896 gehörte sie zu einer Gruppe von sechs Schwestern, mit denen der Ordensgründer Arnold Janssen die Abteilung der Anbetungsschwestern gründete, welche später den Namen "Dienerinnen des Heiligen Geistes von der ewigen Anbetung" erhielten. Im Jahre 1897 wurde Maria Michaele Tönnies deren Vorsteherin, dieses Amt nahm sie bis zu ihrem Tod 1934 wahr.

In Ihrer Amtszeit gründete Sie neue Häuser in den USA, auf den Philippinen, in Deutschland, den Niederlanden und in China.

Seligsprechungsverfahren

Der Heilige Stuhl hat mit offiziellem Schreiben vom 25. Februar 2015 grünes Licht für das Seligsprechungsverfahren der Mitgründerin und ersten Generaloberin der Steyler Anbetungsschwestern Adolfine Tönnies gegeben. Am 19. März ging das von Kardinal Angelus Amato unterschriebene sogenannte "Nihil Obstat" ein. Es macht den Weg frei für den Start des Seligsprechungsverfahrens, das zunächst auf Bistumsebene beginnt.

Am 3. September 2015 begann im Beisein von Frans Wiertz, Bischof von Roermond, der Seligsprechungsprozess im Kloster der Anbetungsschwestern in Steyl.

Literatur

  • Hermann Fischer, SVD: Mutter Maria Michaele : Adolfine Tönnies, Mitgründerin und erste Generaloberin der Steyler Anbetungsschwestern : ein Lebensbild. – Steyl : Missionsdruckerei Steyl, 1938.

Weblinks

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Quellen